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Verizon-Aktie: Kurskorrektur als Einstiegschance?

Starker Dividendentitel
Redaktion
Die Verizon-Aktie ist in den vergangenen Tagen zurückgekommen und bietet dadurch aus Bewertungssicht wieder eine interessante Einstiegschance. Gleichzeitig verbessert sich das operative Geschäft, sodass der jüngste Rückgang nicht allein im Zusammenhang mit den langfristigen Perspektiven des Konzerns betrachtet werden sollte.

Operative Entwicklung nimmt Fahrt auf

Im zweiten Quartal 2026 stiegen die Mobilfunk- und Breitbandumsätze um 2,8 Prozent auf 23,4 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte operative Ergebnis legte um 7,2 Prozent auf den Rekordwert von 13,7 Milliarden US-Dollar zu, während der bereinigte Gewinn je Aktie um 6,6 Prozent auf 1,30 US-Dollar stieg.

Auch der freie Cashflow verbesserte sich im ersten Halbjahr von 8,8 auf 10,2 Milliarden US-Dollar. Verizon hob daraufhin erneut die Jahresprognose an. Erwartet werden nun 2,5 bis 3 Prozent Wachstum bei den Mobilfunk- und Breitbandumsätzen sowie 6 bis 7 Prozent Gewinnwachstum.

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Mehrere Wachstumstreiber greifen

Die Verbesserung basiert nicht nur auf dem klassischen Mobilfunkgeschäft. Neue Angebote sollen die Kundenbindung stärken, während die Übernahme von Frontier die Glasfaserpräsenz deutlich erweitert.

Im zweiten Quartal kamen 348.000 Breitbandkunden hinzu, sodass die Kundenbasis auf mehr als 17,1 Millionen stieg. Frontier steuerte weitere 2,2 Millionen Glasfaserkunden bei. Gleichzeitig soll das Glasfasernetz bis Ende 2026 mehr als 32 Millionen Haushalte erreichen.

Neue Chancen durch KI-Infrastruktur

Ein zusätzlicher Wachstumstreiber entsteht durch die steigende Nachfrage nach Glasfaserverbindungen für Rechenzentren. Verizon hat bereits einen Vertrag mit Google über mehr als 1 Milliarde US-Dollar abgeschlossen. Weitere Vereinbarungen könnten in den kommenden Jahren zusätzliche Milliardenumsätze generieren.

Das Geschäft soll ab 2027 zum Umsatz beitragen und nach Unternehmensangaben mindestens vergleichbare Margen wie das bestehende Geschäft erreichen. Verizon kann dabei auf bereits vorhandene Glasfaser- und Netzwerkinfrastruktur zurückgreifen.

Bewertung lässt Spielraum

Die Aktie wird derzeit mit etwa dem 9,5-Fachen der erwarteten bereinigten Gewinne bewertet und liegt damit deutlich unter dem Branchendurchschnitt von gut 13. Auch beim Verhältnis von Unternehmenswert zu operativem Ergebnis liegt Verizon leicht unter dem Branchenniveau.

Der Markt scheint damit weiterhin skeptisch, ob das verbesserte Wachstum nachhaltig ist. Sollte Verizon jedoch ein Gewinnwachstum von 5 bis 7 Prozent etablieren und den freien Cashflow schneller als den Umsatz steigern, könnte sich dieser Bewertungsabschlag verringern.

Ausgehend von einem geschätzten bereinigten Gewinn je Aktie von 5,15 US-Dollar für 2027 und einem Bewertungsmultiplikator von 11 ergibt sich ein Kursziel von 57 US-Dollar. Gegenüber einem Kurs von rund 46 US-Dollar entspricht das einem Potenzial von etwa 24 Prozent, zusätzlich zur Dividende.

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Diese Risiken bleiben

Die größte Unsicherheit besteht darin, dass die operative Verbesserung nicht nachhaltig sein könnte. Ein neuer Preiskampf im Mobilfunk würde die Margen belasten, während Verzögerungen bei der Integration von Frontier oder beim Ausbau des KI-Geschäfts die Gewinnentwicklung bremsen könnten.

Auch höhere Investitionen als erwartet würden die Attraktivität des neuen Geschäftsmodells reduzieren. Die aktuelle Bewertung bietet allerdings weiterhin einen gewissen Puffer.

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Redaktion

Fazit

Der jüngste Kursrückgang trifft auf eine operative Entwicklung, die sich zuletzt verbessert hat. Sollte sich das Wachstum bei Mobilfunk, Breitband und KI-Infrastruktur fortsetzen, bietet die Aktie auf dem aktuellen Niveau weiteres Aufwärtspotenzial. Zudem freuen sich Anleger über eine stolze Dividendenrendite von aktuell gut 6 Prozent.

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