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Infineon-Aktie: War das Allzeithoch erst der Anfang?

Trend bleibt intakt
Die Infineon-Aktie hat zuletzt ein neues Allzeithoch erreicht, musste im Anschluss jedoch einen Rücksetzer von über -20% verkraften. Nach der starken Rallye der vergangenen Monate stehen nun Gewinnmitnahmen im Fokus. Anleger richten ihren Blick deshalb auf die entscheidende Frage, ob es sich lediglich um eine normale Verschnaufpause innerhalb des Aufwärtstrends handelt oder ob sich die Korrektur weiter ausdehnt. Wie es für den Kurs der Aktie weitergehen könnte, zeigt die folgende Chartanalyse.

Chartanalyse zur Infineon-Aktie

Die Infineon-Aktie befindet sich im Wochenchart weiterhin in einem langfristig intakten Aufwärtstrendkanal, der bereits seit mehreren Jahren Bestand hat. Kürzlich erreichte der Kurs der Infineon-Aktie erneut ein 26-Jahreshoch bei knapp 89 €. Daraufhin fiel der Kurs um über -20%, aufgrund von Gewinnmitnahmen zurück.

Infineon, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

Über dem aktuellen Niveau liegen derzeit keine relevanten Widerstände für die Infineon-Aktie. Lediglich das Allzeithoch und die Oberkante des Trendkanals könnten als Widerstände für die Techaktie fungieren. Bislang bleibt der Aufwärtstrend, trotz des Rücksetzers intakt. Die fehlenden Supportlevel auf den kleineren Zeiteinheiten mahnen jedoch zur Vorsicht, da sich die Korrektur deshalb noch ausweiten könnte.

Infineon-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick

Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.

RSI und MACD

Der RSI auf dem Wochenchart ist zuletzt gefallen. Aktuell notiert dieser bei 64 Punkten in der neutralen Zone. Die RSI-Linie hat die Signallinie von oben nach unten durchkreuzt, wodurch ein bärisches Crossover entstanden ist, was auf weitere Gewinnmitnahmen hindeutet. Der MACD hält bislang noch sein Kaufsignal. Das Momentum fällt jedoch stark ab.

Infineon, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

Die Indikatoren im Wochenchart der Infineon-Aktie wirken aktuell bärisch. Der RSI hat bereits ein Verkaufssignal geliefert, während der MACD kurz davorsteht. Auch im Monatschart setzen beide Indikatoren aktuell zurück.

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Elliott-Wellen

Im Wochenchart der Infineon-Aktie zeigt sich eine übergeordnete Elliott-Wellen-Struktur innerhalb eines weiterhin intakten Aufwärtstrends. Die erste größere Impulsbewegung wurde nach der Finanzkrise abgeschlossen, gefolgt von einer Korrekturphase in Welle 2. Anschließend etablierte sich eine mehrjährige Aufwärtsbewegung mit positivem Trendverlauf.

Derzeit scheint sich der Kurs innerhalb einer übergeordneten Welle 3 zu bewegen. Innerhalb dieser Struktur wurden die Unterwellen (gelbe i) sowie (gelbe ii) bereits abgeschlossen. In der Folge entwickelten sich zwei weitere bullische Substrukturen, erkennbar an der hellblauen und weißen Zählung.

Infineon, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

Da dritte Elliott-Wellen häufig als besonders dynamische Trendphasen gelten, bleibt eine Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends wahrscheinlich, solange zentrale Unterstützungsmarken verteidigt werden. Langfristig ergibt sich daraus weiteres Kurspotenzial für die Infineon-Aktie. Nach Abschluss der jüngsten Korrekturphase könnte sich die Aufwärtsbewegung fortsetzen und den Kurs in Richtung neuer Hochs führen.

ℹ️ Infineon Technologies AG in Kürze

  • Infineon (WKN: 623100) gehört zu den führenden internationalen Herstellern von Halbleitern. Die Schwerpunkte dabei liegen bei der Energieeffizienz, der Mobilität sowie der Sicherheit. Die Chips von Infineon finden sich in fast allen Geräten des modernen Lebens.
  • Hauptsitz des Unternehmens ist in Neubiberg bei München, daneben unterhält der Konzern weltweit Niederlassungen.
  • Infineon notiert in den Leitindizes DAX und EuroStoxx 50 und ist aktuell ca. 92,04 Milliarden € wert.

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Fazit

Die Infineon-Aktie hat nach dem Erreichen eines neuen 26-Jahreshochs eine Korrektur von über -20% eingeleitet. Trotz des Rücksetzers bleibt der langfristige Aufwärtstrend intakt. RSI und MACD senden auf Wochenbasis erste Warnsignale, während das nachlassende Momentum auf weitere Gewinnmitnahmen hindeutet.

Aus Sicht der Elliott-Wellen befindet sich die Aktie weiterhin in einer übergeordneten Welle 3, die typischerweise die dynamischste Phase eines Trends darstellt. Solange wichtige Unterstützungen verteidigt werden, bleibt das langfristige Chartbild konstruktiv und neue Hochs sind nach Abschluss der Korrektur weiterhin möglich.