Rendite-Jagd: Diese Aktien profitieren vom größten Sportevent des Jahres
Mehr Spiele, mehr Geld: Was diesmal anders ist
Es ist die erste Weltmeisterschaft mit 48 Teams (statt bisher 32) und insgesamt 104 Spielen (statt 64). Das bedeutet fast doppelt so viel Sendezeit für TV-Anbieter, deutlich mehr Werbeeinnahmen für Medienkonzerne und eine gigantische logistische Herausforderung. Für Medien- und Entertainment-Aktien ist das ein nicht erahnter Katalysator.
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Die Sportartikelhersteller: Das Duell der Giganten
Das ist der offensichtlichste Sektor. Die Ausrüster der Fußballteams und der Stadien verdienen unerhörte Summen an Trikotverkäufen, Fanartikeln und den offiziellen Spielbällen. Die Bedeutung von Fanartikeln lässt sich unschwer an den hohen Trikotpreisen und parallel laufenden Gratis-Trikotaktionen verdeutlichen.
Adidas
Als offizieller FIFA-Partner stellt Adidas traditionell den WM-Spielball und rüstet zahlreiche Top-Teams aus. Die deutsche Nationalmannschaft rüstet die Firma aber nur noch bis Ende 2026 aus. Ab 2027 Nike geht dieser Job in Nikes Hände über. Doch dem Konzern scheint das kein Dorn im Auge zu sein, denn sie rechnen mit 1 Milliarde € WM-Effekt. Zuletzt wurden rund 250 Millionen € an WM-bezogenen Vorbestellungen im ersten Quartal gemeldet. Eine ähnliche Größenordnung erwartetet die Firma auch im zweiten Quartal. Die Aktie legte nach den Quartalszahlen zeitweise rund +8% zu.
Nike
Der US-Gigant ist zwar kein FIFA-Partner wie Adidas und liegt zudem seit Jahresbeginn rund -30% im Minus, hat jedoch dieses Mal ein riesiges Heimspiel. Da das Turnier zu einem Großteil in den USA stattfindet, wird Nike marketingtechnisch sehr präsent sein und einige der wertvollsten Nationalmannschaften ausrüsten. Darunter USA an vorderster Front, sowie England, Frankreich, Brasilien, Niederlande, Kroatien und mehr. Nike trägt etwa 12 der 48 WM-Teilnehmer. Womöglich könnte die Meisterschaft für Nike der größte Hebel sein und den laufenden Turnaround beschleunigen.
Brauereien und Snack-Hersteller: „Couch- und Grillfaktor”
Egal ob Public Viewing oder die private WM-Party im Garten – während des Turniers schnellen die Umsätze von Getränken und Knabbereien drastisch nach oben.
Anheuser-Busch InBev
Der größte Brauereikonzern der Welt (u.a. Budweiser, Corona) ist seit Jahrzehnten offizieller WM-Sponsor. Da die Spiele in Nordamerika ausgetragen werden, ist der Bierabsatz in den Stadien und US-Bars ein riesiger Umsatztreiber. Der Chief Commercial Officer von Anheuser-Busch, Kyle Norrington, sagte schon im März 2026, dass das Unternehmen mit großen Investitionen und Plänen auf die WM vorbereitet sei.
The Coca-Cola Company
Coca-Cola ist einer der ältesten FIFA-Dauerpartner. Er bezeichnet die WM 2026 intern als ihren größten Marketingmoment weltweit. Coca Colas Trademark President Arnab Roy bezeichnet die WM als eines der besten Instrumente, um neue junge Konsumenten für die Marke zu gewinnen.
Medien, Streaming & Gaming
Millionen Menschen verfolgen die Spiele nicht im Stadion, sondern vor den Bildschirmen. Das treibt Werbeeinnahmen und Abos. Es dürfte der Sektor sein, der wohl am meisten profitieren könnte.
Fox Corporation
In den USA hält Fox die englischsprachigen Übertragungsrechte. Das Unternehmen plant die größte WM-Berichterstattung seiner Geschichte. Durch die Prime-Time-Ausstrahlungen in Nordamerika generiert dieser Sender astronomische Preise für Werbespots. aufgrund seiner eher niedrigen Marktkapitalisierung (25 Milliarden US$) dürfte die Firma ein höheres WM-Hebelpotenzial haben, als sein Rivale Comcast (88 Milllarden US$ Marktkapitalisierung).
Reise- und Tourismusbranche
Weil das Turnier über drei riesige Länder verteilt ist, unterscheidet sich diese WM von früheren Turnieren: Die Teams und Fans müssen enorme Distanzen zurücklegen.
- Booking Holdings & Airbnb: Die Hotel- und Kurzzeitvermietungs-Preise in den 16 Austragungsstädten explodieren zu den Spielterminen förmlich.
- US-Airlines (z.B. Delta Air Lines, United Airlines): Der Inlandsflugverkehr in den USA wird durch reisende Fans aus aller Welt einen massiven Sonder-Schub im Sommer erleben.
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Fazit
Mein persönlicher Favorit inmitten aller Profiteuren ist Nike. Dass die Firma ihren Turnaround schafft, steht für mich und viele andere Analysten bereits fest. Die Frage ist nur wann es soweit sein wird. Die WM bietet sehr viel Potenzial, was aber auch bedeutet, dass Nike vermutlich viel Budget in die Hand nehmen wird. Vorerst dürften als keine großen schwarzen Zahlen zu sehen sein. Doch der Post-WM-Effekt könnte besser als erwartet ausfallen.
Ein Neueinstieg in einen der genannten Titel sehe ich nicht als strategisch klug an. Falls jedoch bereits eine Position besteht, könnte ein Nachkauf bei tieferer Analyse eine Möglichkeit darstellen von der WM 2026 zu profitieren, statt sie nur bloß zu schauen.
PS: Weitere Trend-Aktien für 2026, die Du besser nicht verpassen solltest, findest Du in unserem „3 Top-Picks 2026“-Report.