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Bayer-Aktie: Das könnte brandgefährlich werden

Klage in Brasilien
Die Bayer-Aktie pendelte in den letzten drei Monaten in einem Seitwärtstrend zwischen 36 und 41 € auf und ab. Doch nun könnte eine Nachricht die Aktie aus diesem Trend nach unten reißen. Wie sollten Anleger darauf reagieren?

Nun auch noch Brasilien

Als hätte Bayer nicht schon seit Jahren genug Ärger mit seinem Unkrautvernichtungsmittel Roundup (Glyphosat) in den USA, droht nun auch noch neuer Ärger aus einem weiteren amerikanischen Land, und zwar Brasilien. Medienberichten zufolge hat eine spezialisierte Abteilung der brasilianischen Staatsanwaltschaft, die sich mit Arbeitnehmerrechten befasst, in Rio de Janeiro eine umfassende Klage eingereicht.

Die Kläger fordern die brasilianische Gesundheitsbehörde Anvisa und die Regierung auf, sämtliche Zulassungen für glyphosathaltige Produkte (wie Bayers Roundup) mit sofortiger Wirkung zu widerrufen. Zudem soll die Produktion, der Import, der Vertrieb und der Einsatz des Herbizids im Land komplett verboten werden. Begründet wird dies mit Gesundheitsrisiken für Landarbeiter.

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Die Spannung steigt in den USA

Gleichzeitig steigt auch in den USA die Spannung in puncto Glyphosat. Bis Ende Juni wird ein Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA im richtungsweisenden Verfahren erwartet. Der Fall Bayer gegen Durnell, den das Gericht im Januar 2026 zur Verhandlung angenommen hatte, gilt als der wichtigste juristische Meilenstein für Bayer seit der Übernahme von Monsanto.

Marktbeobachter gehen von einer sehr knappen Entscheidung aus. Während sie zu Beginn der Verhandlung von einem wahrscheinlichen Sieg Bayers für dem US Supreme Court ausgingen, ist inzwischen von einer 50:50-Entscheidung die Rede.

Gefährlich nahe am Jahrestief

Die Bayer-Aktie gelingt bereits seit Wochen kein Ausbruch aus ihrer Seitwärtsbewegung. Durch den heutigen Kursverlust rückt der DAX-Titel gefährlich nahe an sein Jahrestief bei 36 €. Ein Durchbruch könnte sogar einen Abverkauf der Aktie bis auf 33 € auslösen.

Das könnte einen Dominoeffekt auslösen

Für Bayer ist die jüngste Entwicklung in Brasilien meiner Meinung nach brandgefährlich. Brasilien ist einer der weltweit größten Agrarmärkte und nach den USA der zweitwichtigste Markt für die Bayer Sparte Crop Sciences.

Der Erfolg der Klage hätte nicht nur massive finanzielle Auswirkungen auf Bayer, sondern könnte auch einen Dominoeffekt in ganz Lateinamerika auslösen. Andere Länder könnte sich einem Glyphosat-Verbot anschließen.

Gleichzeitig treibt Bayer jedoch seine Innovationspipeline im Bereich der Unkrautvernichtung mit Hochdruck voran. Der deutsche Pharma- und Chemieriese hat einen neuartigen Unkrautvernichter auf Basis des Wirkstoffs Icafolinmethyl entwickelt.

Die Markteinführung ist für 2028 geplant, und Brasilien wurde von Bayer als prioritäres Premierenland ausgewählt. Die Gesundheitsbehörde Anvisa hat bereits vor Kurzem grün gegeben, nun fehlen noch die Freigaben des Umweltinstituts Ibama und des Landwirtschaftsministeriums, um mit großflächigen Feldtests zu beginnen. Bayer verspricht sich von dem Produkt allein in Brasilien jährliche Umsätze von rund 700 Millionen €.

Abschließend: An diese Top-Picks 2026 glauben wir mehr als an die Bayer-Aktie.

ℹ️ Bayer in Kürze

  • Die Bayer AG ist einer der weltgrößten Chemie- und Pharmakonzerne. Der Konzern ist in drei Geschäftsbereiche untergliedert: Pharmaceuticals (rezeptpflichtige Arzneimittel), Consumer Health (rezeptfreie Medikamente) und Crop Science (Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung).
  • Bayer hat seine Konzernzentrale in Leverkusen und unterhält weltweit Niederlassungen.
  • Bayer ist im deutschen Leitindex DAX und im europäischen Leitindex EuroStoxx 50 gelistet. An der Börse wird der Konzern aktuell mit ca. 37 Milliarden € bewertet.

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Fazit

Trotzdem ich Anlegern, aktuell die Füße bei der Bayer-Aktie stillzuhalten. Das Risiko eines Glyphosat-Verbots in Brasilien und vor allem einer Niederlage für dem Obersten Gerichtshof der USA ist mir einfach zu hoch.