Marktausblick: Zwischen US-Ultimatum und CPI-Daten

Knallt es diese Woche?

Nach dem langen Osterwochenende rückt erneut die Geopolitik ins Zentrum des Interesses. Denn bereits in der Nacht auf Mittwoch läuft das aktuelle US-Ultimatum an den Iran aus. Gibt das Mullah-Regime die Straße von Hormus nicht frei, droht die Zerstörung von Kraftwerken und ziviler Infrastruktur.

A digital overlay of stock market trends reflects on the steps of the U.S. Capitol at dusk, blending politics and finance.
stock.adobe.com/RANA

Was passiert in der Nacht auf Mittwoch?

In den vergangenen Tagen hat US-Präsident Donald Trump den Iran mit scharfer Rhetorik dazu gedrängt, einem Deal zuzustimmen, da das Land ansonsten binnen weniger Stunden zerstört würde. Sollte es tatsächlich dazu kommen, würde dies eine weitere erhebliche Eskalation der Lage im Nahen Osten bedeuten, was das Risiko von Vergeltungsschlägen erhöht und die Energiekrise weiter verschärfen könnte. Mit entsprechenden Folgen für die Finanzmärkte.

Ergänzend sei erwähnt: Gerade in unsicheren Marktphasen können Dividenden-Aktien als Stabilisator dienen. Diese zehn Titel kombinieren defensiven Charakter mit interessanten Kurschancen – eine Kombination, die aktuell selten geworden ist.

Arbeitsmarktdaten viel besser als erwartet

Vor diesem Hintergrund rücken die am Karfreitag gemeldeten Arbeitsmarktdaten aus den USA etwas in den Hintergrund. Außerhalb der Landwirtschaft wurden 178.000 neue Stellen geschaffen – deutlich mehr als die von Ökonomen erwarteten 65.000 Jobs. Zudem sank die Arbeitslosenquote von 4,4 auf 4,3%. Analysten hatten mit einem unveränderten Wert von 4,4% gerechnet. Die Daten deuten auf eine weiterhin robuste US-Wirtschaft hin.

Konjunkturdaten in der neuen Woche

Auch in dieser Woche stehen wieder einige Wirtschaftsdaten auf dem Programm. Besonderes Interesse gilt dabei sicherlich den neuesten Inflationsdaten aus den USA (CPI) für den Monat März, da diese erste Hinweise zu den Auswirkungen der infolge des Iran-Krieges deutlich gestiegenen Energiepreise auf die Verbraucherpreise liefern.

Erwartet wird ein Anstieg von 2,4 auf 3,4%. Bei der Kernrate, die Energie- und Lebensmittelpreise ausklammert, wird ein Anstieg von 2,5 auf 2,7% erwartet. Die Daten sind im Hinblick auf die künftige Zinspolitik der US-Notenbank Fed von großer Bedeutung. Sie werden am Freitag  veröffentlicht.

Bereits am Dienstag erscheint der IBD/TIPP-Index, der Hinweise zur Verbraucherstimmung liefert und als Frühindikator für die Verbraucherausgaben in den USA gilt.

Neben den Verbraucherpreisen dürfte zum Ende der Woche aus das Verbrauchervertrauen der Universität von Michigan für Anleger von Interesse sein. Dabei handelt es sich um vorläufige Daten für April. Außerdem werden in Japan die Auftragseingänge im Maschinenbau für den Monat Februar gemeldet. Sie gelten als ein Schlüsselindikator für die japanische Industrie.

Wenig los an der Unternehmensfront

Unternehmensseitig ist die Nachrichtenlage sehr überschaubar, da die Firmen ihre Jahresbilanzen bis auf wenige Nachzügler bereits hinter sich gebracht haben. Interessant wird es hierzulande am Mittwoch mit dem Geschäftsbericht des Wirkstoffforschungs- und entwicklungsunternehmens Evotec.

Dazu legen mit Levi Strauss (Dienstag) und Delta Air Lines (Mittwoch) zwei US-Firmen Zahlen zum ersten Quartal in  2026 vor.

💸 Für jeden, der nach finanzieller Freiheit strebt

Während die Masse noch rätselt, welche Aktie als nächste durchstartet, erhältst Du mit dem kostenlosen SD Insider Newsletter bereits montags und mittwochs die Antworten – denn sharedeals-Börsenprofis stellen die Fragen, die anderen verborgen bleiben, und identifizieren täglich neue Kursfantasien.

Zugehörige Kategorien: Markt-Analysen