Silber: Startet nun die nächste Rohstoff-Rallye?
Seit Beginn des Iran-Krieges sind die Edelmetallpreise stark zurückgelaufen. Besonders hart traf es dabei den Silberpreis, der in der Spitze um bis zu -35% korrigierte. Doch seit dem Tief vor einer Woche bei 61,02 US$ kann Silber wieder zulegen, am Dienstag zieht der Preis um mehr als +5% an. Ist die Talsohle damit endgültig durchschritten?
Nach Abverkauf auf Erholungskurs
Der Konflikt im Nahen Osten hat in den vergangenen Wochen zu einem deutlichen Preisrutsch im Edelmetallsektor geführt. Der deutlich anziehende US-Dollar, sinkende Zinshoffnungen sowie Gewinnmitnahmen zur Liquiditätsbeschaffung triggerten den Abverkauf.
Doch mittlerweile könnte der Boden erreicht sein. Thomas Weiß von der Fachvereinigung Edelmetall in Pforzheim bezeichnet den jüngsten Rücksetzer als „längst überfällige Korrektur“. Inzwischen stabilisiere sich der Preis aber wieder, was auch daran liege, dass Zentralbanken gerade in Schwellenländern wieder zukaufen.
Hier sei angemerkt: Wer von der immensen Rohstoffnachfrage der weltweite Aufrüstung profitieren will, findet in unserem exklusiven Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ ein US-gefördertes Unternehmen und eine Silber-Aktie mit Multibagger-Potenzial.
Positive Aussichten
Angesichts der wieder anziehenden Nachfrage nach Gold und dem hohen Bedarf an Silber blickt die Branche auch positiv auf den weiteren Jahresverlauf. Schließlich nehmen die geopolitischen Spannungen und Unsicherheiten nicht ab, so Weiß.
Damit könnten Gold und Silber nach der Korrektur wieder neuen Schwung aufnehmen und ihren Status als Krisenwährung festigen, da sie zur Absicherung in vielen Depots wieder an Bedeutung gewinnen.
In diesem Zusammenhang ist ebenfalls darauf hinzuweisen, dass der Goldpreis historisch gesehen oftmals gegen Ende März ein lokales Tief erreicht und anschließend in eine saisonale Aufbruchsphase einschwenkt. Der Silberpreis dürfte diese Bewegung mitmachen, mutmaßlich sogar überproportional.
Silber ist nicht nur Krisenwährung
Silber zeichnet sich aber nicht nur als Krisenwährung aus, sondern ist wegen seiner Leitfähigkeit vor allem in der Industrie ein begehrter Rohstoff. Im Zuge des KI-Booms und der Digitalisierung wird das Edelmetall etwa für Mikrochips und Rechenzentren benötigt.
Daneben spielt Silber aber auch in der Energiewende, z. B. bei Photovoltaikanlagen und bei Windrädern, sowie in der Rüstungsindustrie eine wichtige Rolle.
Aktuell scheinen sich Anleger wieder zunehmend auf die starken Fundamentaldaten zu fokussieren. Um eine Trendwende herbeizuführen, müsste der Silberpreis aber zunächst die 100-Tage-Linie (SMA100) bei 74,14 US$ sowie die Abwärtstrendlinie im Bereich 76,64 US$ überwinden.
Jetzt auf die Trendwende setzen?
Der heftige Rücksetzer wirkt im Nachhinein wie eine gesunde Bereinigung in einem überhitzten Markt. Getrieben von Dollarstärke, Zinsängsten und Liquiditätsbedarf wurde das Edelmetall kurzfristig ausgebremst – doch die fundamentale Story ist intakt geblieben.
Mit der wieder anziehenden Nachfrage, Käufen durch Zentralbanken und anhaltenden geopolitischen Spannungen rücken klassische Krisenargumente wieder stärker in den Fokus. Gleichzeitig sorgt die industrielle Nachfrage – von KI-Infrastruktur bis Energiewende – für einen stabilen Unterbau.
Kurzfristig entscheiden charttechnische Hürden über den weiteren Kursverlauf. Doch die Zeichen mehren sich, dass der Markt dreht: Wer antizyklisch denkt, findet nach der Korrektur ein deutlich attraktiveres Chance-Risiko-Verhältnis vor. Die Basis für die nächste Aufwärtsbewegung ist gelegt – jetzt fehlt nur noch der technische Befreiungsschlag.
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Interessenkonflikt: Der Autor hält Silber. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Der Autor beabsichtigt, Silber – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern und könnte dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.