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DocMorris-Aktie: Allzeittief – Was kommt jetzt?

Neue Geschäftszahlen

Die DocMorris-Aktie verlor seit Anfang des Jahres rund ein Drittel und steht am Dienstag aktuell bei rund 4 SFR (Schweizer Franken). Damit befindet sie sich auf einem Allzeittief. Geht der Absturz weiter?

Hamburg / Germany - April 29, 2007: Doc Morris logo in Hamburg, Germany - Doc Morris is Europe's largest mail-order pharmacy
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Geschäftsziele erreicht

Jahresziele erreicht: So fasst der Konzern den Geschäftsbericht kurz und bündig zusammen. Dabei fiel das zweite Halbjahr stärker aus als das Erste. Der Außenumsatz verbesserte sich um 11,1% gegenüber dem Vorjahr auf 1,18 Milliarden SFR. In dem wachstumsstarken Rx-Segment (E-Rezept) lag das Wachstum bei 33%. Sehr erfreulich entwickelte sich auch das TeleClinik-Geschäft; es wuchs um 124% auf 25 Millionen SFR. Mittlerweile sind 6500 niedergelassene Ärzte angeschlossen.

Der bereinigte EBITDA-Verlust konnte trotz eines zusätzlichen Marketingaufwands von 11 Millionnen SFR geringfügig auf 48,2 Millionen SFR reduziert werden. Der Nettoverlust wuchs von 97,3 auf 134,3 Millionen SFR.

Die Anzahl der aktiven Kunden erhöhte sich auf 12 Millionen, davon kommen 0,9 Millionen aus dem Bereich TeleClinik. Mit liquiden Mitteln von 160 Millionen SFR ist das Unternehmen gut finanziert.

CFO Daniel Wüest ergänzt:

Wir haben unsere Umsatz- und Ergebnisziele für 2025 erreicht und verfügen über eine starke Liquidität. Besonders erfreulich ist die kontinuierliche strukturelle Verbesserung unseres EBITDA in den letzten Monaten.

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Fokus auf Profitabilität

Für das laufende Geschäftsjahr strebt das Unternehmen beim EBITDA den Breakeven an.  Beim bereinigten EBITDA soll jedoch noch ein Verlust von 10 bis 25 Millionen SFR anfallen. As Umsatzwachstum soll im mittleren einstelligen Prozentbereich bis im unteren Zehner Prozentbereich liegen.

Um die Kosten zu senken wird der Ludwigshafener Standort Mitte des Jahres geschlossen. Neben einmaligen Aufwendungen von 3 bis 4 Millionen SFR sollen nachhaltig 2 Millionen SFR eingespart werden.

Die mittelfristigen Ziele wurden leicht nach unten revidiert. Das Umsatzwachstum soll statt 20% jetzt bei 15% liegen. Die jährlichen Investitionen werden von 35 auf 30 Millionen SFR reduziert. Die EBITDA-marge mit 8% wurde dagegen bestätigt.

Was bedeutet das für die Aktie?

Die Kurshalbierung seit August letzten Jahres zeigt, dass das Vertrauen in die Aktie nicht sehr hoch ist. Der größere Konkurrent Redcare Pharmacy verlor während dieser Zeit rund zwei Drittel seines Wertes. Das Problem ist, dass das Unternehmen immer noch mit einem operativen Verlust arbeitet. Perspektivisch soll es besser werden, beim Nettoergebnis dürfte auch weiterhin ein Verlust anfallen. Erst wenn 2027 ein positiver Cashflow erreicht wird, beginnt die Innenfinanzierung.

In dem jetzigen Kursniveau ist viel Negatives eingepreist, daher gehe ich von einer Seitwärtsbewegung beim Kurs aus. Sollte bei EBITDA der Breakeven gelingen, dürfte das dem Kurs einen großen Schub geben. Wird er verfehlt ist mit einem weiteren Kursrückgang zu rechnen.

Mittelfristig bin ich optimistisch und gehe von Kursen um 6 SFR aus.  Die Analysten sind einheitlich positiv gestimmt. Barclays sieht den fairen Wert bei 6 SFR und Jefferies liegt mit 12 SFR an der Spitze der Einschätzungen.

Mein Fazit: Das jetzige Niveau bietet gute Einstiegschancen. Anleger sollten jedoch eine gewisse Risikobereitschaft mitbringen, weitere Kursrückgänge sind möglich.

Hier sei erwähnt: Wer grundsätzliches Interesse am Sektor hat, könnte sich auch registrieren für den kostenlosen Newsletter von Biotech-Profi Maximilian Ruth.

Interessenkonflikt: Der Autor hält Aktien des besprochenen Unternehmens DocMorris. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Der Autor beabsichtigt, die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern und könnte dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.

ℹ️ DocMorris in Kürze

  • Die DocMorris AG (WKN: A0Q6J0) gehört zu den führenden E-Commerce-Apotheken.
  • Der Hauptsitz befindet sich in der schweizerischen Stadt Frauenfeld. Das Unternehmen konzentriert sich fast ausschließlich auf den deutschen Markt.
  • Die Aktie wird an der Schweizer Börse gehandelt; die Marktkapitalisierung beträgt rund 194 Millionen SFR.
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