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Vonovia taumelt, Heidelberg Materials berappelt sich: DAX-Ausblick

Neues Tief seit April 2025

Der DAX verliert weiter an Boden. In der abgelaufenen Woche büßte das größte deutsche Börsenbarometer mehr als 1.000 Punkte ein und schloss -4,6% tiefer mit 22.369 Punkten. Die höchsten Verluste gab es bei Scout24 und Vonovia, Heidelberg Materials war bester DAX-Wert. Was können Anleger in der neuen Woche erwarten?

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Die Bären behalten die Oberhand

Zu Wochenbeginn konnte der Index zunächst noch etwas zulegen, da sich an den Märkten Hoffnung auf ein Ende des Krieges im Nahen Osten breitmachte. Diese Hoffnung löste sich zur Mitte der Woche in Luft auf. Abermals anziehende Ölpreise verschreckten die Anleger, dazu kamen hawkische Töne der US-Notenbank Fed. Und so waren auch der Donnerstag und der Freitag von hohen Verlusten geprägt.

Iran-Krise prägt das Marktgeschehen

Es war eine ereignisreiche Woche, in der der Krieg im Nahen Osten aber weiterhin das klar dominierende Thema ist. Und dieser scheint sich immer mehr zu einem Energiekrieg zu entwickeln. So ist die Straße von Hormus für Tankerschiffe nach wie vor nicht passierbar. Durch die Meerenge werden in Friedenszeiten 20% der weltweiten Öllieferungen verschifft.

Angriffe auf Ölförderanlagen im Iran und der umliegenden Golfregion verschärfen die angespannte Situation noch zusätzlich. Und nun ist auch noch der Ras-Laffan-Komplex in Katar, in dem 20% des weltweiten Flüssigerdgases produziert werden, bei wubwn iranischem Raketenangriff schwer beschädigt worden. Die Sorge vor Versorgungsengpässen trieb die Öl- und Gaspreise im Wochenverlauf weiter in die Höhe.

Und auch der Zick-Zack-Kurs von US-Präsident Donald Trump setzt sich fort. Noch am Freitag kündigte der Mann im Weißen Haus ein Zurückfahren des militärischen Einsatzes an, da die meisten Ziel erreicht seien. Nur um am Wochenende wieder rhetorisch zu eskalieren mit der Drohung, dass die USA die Kraftwerke im Iran dem Boden gleichmachen, sofern dieser die Straße von Hormus nicht freigibt. Dazu wurde der Führung in Teheran eine Frist von 48 Stunden gesetzt, die in der Nacht auf Dienstag ausläuft.

Ergänzend sei erwähnt: Gerade in unsicheren Marktphasen können Dividenden-Aktien als Stabilisator dienen. Diese zehn Titel kombinieren defensiven Charakter mit interessanten Kurschancen – eine Kombination, die aktuell selten geworden ist.

Notenbanken halten die Füße still

Vor diesem Hintergrund gerieten auch die Notenbankentscheidungen etwas in den Hintergrund. Wie erwartet haben Fed, EZB, Bank of England und Bank of Japan ihre Geldpolitik unverändert gelassen, gleichzeitig aber vor den Folgen des Nahkostkonflikts für die Inflation gewarnt. Der „Dot Plot“ der US-Notenbank Fed sieht für 2026 jetzt nur noch eine Zinssenkung vor.

Anleger müssen somit durch ein Marktumfeld navigieren, das geopolitisch und wirtschaftlich von großer Unsicherheit geprägt ist. Ökonomen warnen vor einem deutlichen Anstieg der Inflation und negativen Folgen für die Weltwirtschaft.

Der Blick auf die neue Woche

In der neuen Woche richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger am Dienstag auf erste Schätzungen für die Einkaufsmanagerindizes in Deutschland und Ländern Europas sowie der Eurozone insgesamt. Die Daten dürften erste Hinweise auf das Stimmungsbild im Dienstleistungssektor und im Verarbeitenden Gewerbe liefern.

Zur Mitte der Woche folgt der aktuelle ifo-Geschäftsklimaindex, der angesichts des Iran-Krieges und der hierdurch deutlich gestiegenen Energiepreise einen starken Rückgang zeigen dürfte. Entscheidend für den kurzfristigen Ausblick wird aber sein, wie Unternehmen die aktuelle Lage beurteilen.

In Sachen Bilanzen ist die Nachrichtenlage überschaubar, Ergebnisse kommen vor allem von Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe, u.a. von Salzgitter, Ströer, Drägerwerk, Jenoptik, CTS Eventim und Cewe. Dazu erscheinen Zahlen der Volkswagen-Eigentümerholding Porsche SE am Donnerstag.

Scout24 und Vonovia schmieren ab, Heidelberg Materials erholt sich

Hierzulande waren die Aktien von Scout24 und Vonovia die schwächsten DAX-Performer mit einem Wochenverlust von -9,43 bzw. -10,59%. Scout24 setzte den seit Mitte letzten Jahres bestehenden Abwärtstrend fort und hat in dieser Zeit rund die Hälfte an Wert eingebüßt. Vonovia litt unter durchwachsenen Zahlen und einem zunehmend herausfordernden Marktumfeld für Immobilienunternehmen.

Deutlich besser lief es für die Papiere von Heidelberg Materials, die gegen den Trend um +6,4% zulegen konnten und sich so etwas von den jüngsten Korrekturen erholten. Hintergrund ist, dass sich nach einem Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs eher eine Feinabstimmung als eine grundlegende Systemänderung im europäischen Emissionshandel abzeichnet. Damit wird ein Preisrisiko für Zement beseitigt.

DAX weiter im Sinkflug

Der DAX bleibt auf dem absteigenden Ast und hat seit den Hochs von Ende Februar inzwischen rund 3.000 Punkte eingebüßt. Prozentual entspricht dies einem Rückgang von fast -12%.

Durch den Rutsch unter die 23.000-Punkte-Marke und das November-Tief bei 22.943 Punkten hat sich das Chartbild weiter eingetrübt. Der deutsche Leitindex ist mit 22.369Punkten auf den tiefsten Stand seit Ende April abgesackt und hat obendrein auch noch auf dem Wochentief geschlossen.

Auf der Unterseite rückt nun die Marke von 22.000 Punkten in den Fokus. Dazu bietet die 100-Wochen-Linie (SMA100) bei 21.787 Punkten eine potenzielle Unterstützung.

Interessant wird es beim Blick auf den RSI, da dieser erstmals seit den Zollturbulenzen vom vergangenen Frühjahr wieder unter die 30er-Schwelle gefallen ist und damit einen überverkauften Zustand signalisiert. Damals stellte sich dies als hervorragende Kaufgelegenheit dar.

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