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Heidelberger Druck-Aktie: Eine neue DroneShield?

Ausbau Militärgeschäft

Die Heidelberger Druck-Aktie musste zuletzt herbe Kursverluste hinnehmen. Von dem starken Anstieg in 2025 ist nicht mehr viel übrig geblieben. Am Freitag gewinnt sie aktuell +2,7% und steht bei 1,42 €. Sind das wieder günstige Einstiegskurse? 

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stock.adobe.com/Oleksandr

Ausbau militärisches Geschäftsbereich

Am 18. März verkündete das Unternehmen, dass es zusammen mit dem Drohnenabwehrunternehmen Ondas Autonoms Systems ein Joint Venture gründet. Es fehlt nur noch die Genehmigung durch die Behörden. Heidelberger Druck ist mit 49% an dem Gemeinschaftsunternehmen beteiligt, Ondas hält die restlichen 51%.

Gegenstand des Gemeinschaftsunternehmens ist vorerst der Aufbau eines Shops, in dem entsprechende Drohnenabwehrsysteme angeboten werden. Anfangs soll der ukrainische Markt bedient werden. Später soll sich dann das Unternehmen für den europäischen Markt öffnen.

Zukünftig sollen die Abwehrsysteme weiterentwickelt und in Deutschland gefertigt werden.

Bereits 2025 wurde eine Kooperation mit dem Verteidigungsunternehmen Vincorion vereinbart. Vincorion entwickelt und fertigt ebenfalls Flugabwehrsysteme. Heidelberger Druck soll als Zulieferer dienen. Die militärischen Einheiten wurden in dem neuen Segment HD Advanced Technologies gebündelt.

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Rückläufige Aufträge belasten

Die Neun-Monats-Zahlen vom 5. Februar sind insgesamt als solide zu bezeichnen, das gilt insbesondere für die Ertragslage. Hier machte sich die Restrukturierung, verbunden mit einem deutlichen Personalabbau, positiv bemerkbar.

Der Umsatz legte um 6,1% gegenüber dem Vorjahr auf 1,6 Milliarden € zu. Sehr stark ist das Geschäft in Europa verlaufen, auch das Segment des Maschinenbaus für Verpackung und Etikettierung konnte überzeugen.

Das operative EBITDA stieg von 86 auf 114 Millionen €. Hier wirkten sich die gesunkenen Personalkosten deutlich aus. Die EBITDA-Marge erhöhte sich um 1,4 Prozentpunkte auf 7,1%. Sehr wichtig ist, dass beim Nettogewinn der Turnaround gelungen ist. Aus einem Vorjahresverlust von 42 Millionen wurde ein Gewinn von 17 Millionen €.

Jürgen Otto, Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Druckmaschinen, kommentierte die Zahlen so:

Mit den von uns angestoßenen Maßnahmen bestätigen wir unseren Wachstumsplan. HEIDELBERG ist strategisch wie operativ sehr gut positioniert.

Die Jahresprognose wurde aufgrund der bisherigen Zahlen bestätigt. Demnach soll der Umsatz bei 2,35 Milliarden € liegen und bei der EBITDA-Marge stehen 8% auf dem Zettel.

Potenzial vorhanden

Der Kursrückgang beruht im Wesentlichen auf den Geschäftszahlen für die ersten neun Monate; hier bemängelten die Marktexperten den rückläufigen Auftragseingang. Im Vorjahr machten sich hohe Bestellungen auf der Drupa-Messe bemerkbar. Somit sollte der Rückgang relativiert werden.

Die Ankündigung der Kooperation mit Vincorion führte im Juli letzten Jahres zu einem extremen Kursanstieg bis zu 2,80 €. Die Meldung der Zusammenarbeit mit Ondas führte ebenfalls zu einem zweistelligen prozentualen Kursanstieg; allerdings befindet sich die Aktie momentan in einer sehr schwachen Phase.

Aus meiner Sicht ist die Aktie unterbewertet. Die Ertragslage verbesserte sich nach den eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen. Der Ausbau des Rüstungsgeschäftes sollte den Umsatz und Ertrag zukünftig stark verbessern. Ein erstes Kursziel sollte bei 1,80 € liegen.

Die Analysten halten das jetzige Niveau ebenfalls für zu niedrig. Deren Bandbreite liegt mehrheitlich zwischen 1,70 € und 2 €. MWB Research sieht den fairen Wert bei 2,60 €.

Mein Fazit: Das jetzige Kursniveau bietet wieder gute Einstiegschancen. Ein Vergleich mit der jetzigen DroneShield-Aktie ist jedoch wenig sinnvoll.

Am Rande erwähnt: Die globale Aufrüstung treibt die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen – unser exklusiver Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ identifiziert zwei Unternehmen, die von dieser Entwicklung maximal profitieren werden.

ℹ️ Heidelberger Druck in Kürze

  • Die Heidelberger Druckmaschinen AG, kurz Heidelberg genannt, ist ein Anbieter von Präzisionsmaschinen und der weltweit führende Hersteller von Bogenoffset-Druckmaschinen. Daneben ist das Unternehmen auch im Flexodruck für den Verpackungsmarkt und im digitalen Etikettendruck positioniert.
  • Der Konzern beschäftigt über 9.500 Mitarbeiter und ist an 250 Standorten in über 170 Ländern vertreten, Hauptsitz ist in Heidelberg.
  • Derzeit erreicht die Gesellschaft eine Marktkapitalisierung von rund 435 Millionen €.
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