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Novo Nordisk-Aktie: Ein Fall für Schnäppchenjäger?

Im Rückwärtsgang

Die Novo Nordisk-Aktie legt in dieser Woche schon wieder den Rückwärtsgang ein. Am Mittwochmorgen verliert sie mehr als -2% und notiert bei 32,54 €. Ist bei dem arg gebeutelten Titel keine Trendwende in Sicht?

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Trauerspiel geht erstmal weiter

Ein einstiger Hoffnungsträger der europäischen Pharma-Branche wirkt dieser Tage wie ein zerrupftes Huhn, dem immer mehr Federn abfallen. Allein binnen eines Monats hat die Aktie von Novo Nordisk -21% verloren. Seit Jahresbeginn sind es satte -26% und seit einem Jahr sogar -56%.

Die Gründe sind bekannt: Ein unerwartet heftiger Rückschlag in der klinischen Entwicklung des Kombinationsmedikaments CagriSema gegen Adipositas und Typ-2-Diabetes und infolgedessen eine massiv gesenkte Umsatzschätzung plus stark gesenkte Kursziele der Analysten. Zudem ein immer schärfer werdender Wettbewerb, jüngst hat das US-Unternehmen Structure Therapeutics mit seiner Studie einer Adipositas-Pille überzeugende Ergebnisse vorgelegt. Schließlich noch die eigene schwache Wachstumsprognose der Dänen für dieses Jahr.

Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass Investoren wieder mehr Vertrauen zur Novo Nordisk-Aktie fassen. Es stellt sich allerdings die Frage, ob sie inzwischen auf einem so tiefen Bewertungsniveau angekommen ist, dass sich ein Kauf anbieten würde.

Zweifellos günstig bewertet

Inzwischen ist die Novo Nordisk-Aktie mit einem Forward-KGV von 11,8 so günstig bewertet, dass sich ein Vergleich mit dem großen US-Wettbewerber Eli Lilly förmlich aufdrängt. Dessen Papier wird nämlich fast dreimal so hoch bewertet. Und das, obwohl sich die beiden Platzhirsche den globalen Markt für GLP-1-Medikamente gegen Adipositas praktisch teilen.

Novo Nordisk hat zudem mit der Wegovy-Abnehmpille auf dem US-Markt seit deren Einführung bislang sehr gute Absatzraten erzielt. Allerdings setzt Eli Lilly mit seiner Orforglipron-Pille den Konkurrenten demnächst unter Druck.

Fakt ist: Die Diskrepanz der Bewertungen beider Unternehmen erscheint im Prinzip zu hoch, was für die Novo Nordisk-Aktie Kurspotenzial eröffnen könnte. Auf der anderen Seite scheint die große Wachstumsstory der Dänen vorbei und zudem dürfte der Markt für Adipositas-Medikamente durch das Auftreten weiterer Wettbewerber künftig unter sehr starken Preisdruck geraten.

Ein gruseliger Chart

Das Chartbild der Novo Nordisk-Aktie lässt sich in einem Wort zusammenfassen: grauenvoll. Kurz-, mittel- und langfristig ist der Trend fallend. Von ihrem 52-Wochen-Tief bei 30,80 € hat sie sich ein wenig abgesetzt, aber nicht so weit, dass dieses nicht nochmals getestet werden könnte. Dann würde eine Zone von 27 € bis 23 € in den Fokus rücken.

Auf der Oberseite wäre der Widerstand bei 37 € zu überwinden, um weiteres Potenzial bis in den Bereich bei 40 € zu eröffnen.

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Was tun mit der Novo Nordisk-Aktie?

Ist die Novo Nordisk-Aktie mittlerweile so günstig geworden, dass Anleger hier auf höhere Bewertungen spekulieren können? Aus meiner Sicht muss man dafür schon sehr mutig und risikofreudig sein. Ich persönlich würde diese Wette nur für einen kurzfristigen Trade eingehen wollen.

Auf lange Sicht gesehen muss man leider konstatieren, dass die glorreichen Zeiten des Titels vorbei sein dürften. Das schwache Wachstum und der zu erwartende hohe künftige Preisdruck bei den Diabetes-Präparaten lassen eigentlich keinen anderen Schluss zu.

Kleiner Tipp: Wer aussichtsreicher erscheinende Aktien sucht, könnte sich einmal unsere Top-Picks 2026 ansehen.

ℹ️ Novo Nordisk in Kürze

  • Novo Nordisk mit Sitz in Bagsværd bei Kopenhagen produziert und vermarktet pharmazeutische Produkte und Dienstleistungen.
  • Der Konzern ist der weltweit führende Hersteller von Insulin. Fast jedes dritte Diabetes-Präparat weltweit stammt vom dänischen Pharmakonzern. Außerdem ist Novo Nordisk in den Bereichen Blutgerinnungsmedikamente und Hormonersatztherapien aktiv.
  • Darüber hinaus ist Novo Nordisk eines der weltweit führenden Unternehmen in der Herstellung von Adipositas-Medikamenten (Mittel zur Gewichtsabnahme).
  • Das Unternehmen wird aktuell mit rund 144,5 Milliarden € bewertet.
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