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Meta Platforms-Aktie: Warum diese Schwäche?

Korrektur nicht gerechtfertigt

Die Aktie von Meta Platforms hat nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen zunächst kräftig zugelegt, musste ihre Gewinne jedoch kurze Zeit später wieder abgeben. Trotz kurzfristiger Verunsicherung durch mehrere Unternehmensmeldungen sprechen strukturelle Trends weiterhin für ein solides langfristiges Wachstum des Konzerns.

Meta
stock.adobe.com/Romain TALON

Strategische Ankündigungen sorgen kurzfristig für Unsicherheit

Die vergangene Woche brachte mehrere wichtige Nachrichten rund um Meta. Zunächst kündigte das Unternehmen an, seine eigene Chipentwicklung auszubauen, um künftig mehr KI-Berechnungen auf eigener Hardware durchführen zu können.

Kurz darauf wurde bekannt, dass der Start des neuen KI-Modells Avocado verschoben wird. Interne Tests sollen gezeigt haben, dass das Modell in den Bereichen logisches Denken, Programmierung und Textgenerierung hinter den Systemen von Wettbewerbern wie Alphabet, OpenAI und Anthropic zurückliegt.

Am Wochenende folgte schließlich ein weiterer Bericht: Meta prüft offenbar umfassende Stellenstreichungen, die mehr als 20 Prozent der Belegschaft betreffen könnten. Ziel ist es, die hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz zu kompensieren und die operative Effizienz zu steigern.

Diese Kombination aus technologischen Investitionen, Verzögerungen bei KI-Projekten und möglichen Einsparmaßnahmen sorgt zwar kurzfristig für Fragezeichen bei Anlegern. Strategisch lassen sich daraus jedoch drei zentrale Entwicklungen ableiten.

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Eigene Chips könnten die Profitabilität deutlich steigern

Ein zentraler Hebel für Meta liegt in der Kostenstruktur der KI-Infrastruktur. Bereits im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025 konnte das Unternehmen seine operative Marge auf über 41 Prozent steigern und damit eine Verbesserung gegenüber dem Vorquartal erzielen. Gleichzeitig verzeichneten andere große Cloud-Konzerne wie Microsoft, Amazon und Alphabet rückläufige Margen.

Meta plant nun, seine eigene Chipplattform weiter auszubauen. Innerhalb der nächsten zwei Jahre sollen vier neue Generationen der sogenannten MTIA-Chips entwickelt und eingesetzt werden. Diese Prozessoren sind speziell für Ranking- und Empfehlungssysteme sowie für generative KI-Anwendungen optimiert.

Der entscheidende Punkt liegt in den Kosten: Jede KI-Berechnung, die künftig auf Metas eigener Hardware läuft, muss nicht mehr auf GPUs von Nvidia oder Advanced Micro Devices ausgeführt werden. Angesichts von rund 3,6 Milliarden täglich aktiven Nutzern auf den Plattformen des Konzerns kann diese Verlagerung jährliche Infrastrukturkosten in Milliardenhöhe einsparen.

Gleichzeitig bleibt die Zusammenarbeit mit Nvidia und AMD bestehen. Beide Unternehmen liefern weiterhin leistungsstarke Chips für das Training großer KI-Modelle sowie für besonders rechenintensive Anwendungen. Dennoch dürfte der Anteil eigener Hardware mit jeder neuen Chipgeneration wachsen und damit langfristig die Margen weiter erhöhen.

Mögliche Stellenstreichungen als zusätzlicher Effizienztreiber

Parallel zu den technologischen Investitionen könnte auch die Personalstruktur verändert werden. Medienberichten zufolge prüft Meta einen deutlichen Stellenabbau, um die Kostenbasis zu senken.

Ein ähnlicher Schritt wurde bereits im Jahr 2022 umgesetzt. Damals reduzierte der Konzern rund 13 Prozent seiner Belegschaft im Rahmen einer umfassenden Effizienzoffensive. In den folgenden zwei Jahren verdoppelten sich die Margen, während gleichzeitig die Produktivität pro Mitarbeiter deutlich stieg.

Sollte Meta tatsächlich rund ein Fünftel der Arbeitsplätze abbauen, könnte die Produktivität pro Mitarbeiter erneut deutlich steigen. Prognosen zufolge könnte der Umsatz pro Beschäftigten im Geschäftsjahr 2026 auf etwa 3,2 Millionen Dollar steigen, nachdem dieser Wert 2025 noch bei rund 2,6 Millionen Dollar lag. Damit würde Meta eine deutlich höhere Produktivitätsdynamik aufweisen als andere große Technologiekonzerne.

KI-Modellstrategie ist nicht zwingend entscheidend

Für Verunsicherung sorgte auch die Verzögerung des neuen KI-Modells Avocado. Doch für Metas langfristige Strategie ist die Frage nach dem leistungsstärksten KI-Modell möglicherweise weniger entscheidend als häufig angenommen.

Sollte es dem Unternehmen gelingen, ein besonders leistungsfähiges Modell zu entwickeln, würde dies einen klaren Vorteil bringen. Eigene Modelle ermöglichen eine stärkere Kontrolle über die Technologie, geringere Abhängigkeit von externen Anbietern und eine bessere Anpassung an die eigenen Plattformen.

Doch selbst in einem Szenario, in dem KI-Modelle zunehmend standardisiert und austauschbar werden, bleibt Meta in einer starken Position. Der Konzern verfügt bereits über zwei entscheidende Faktoren: eine riesige globale Nutzerbasis und eine Infrastruktur, die KI-Anwendungen in großem Maßstab bereitstellen kann.

Für digitale Assistenten innerhalb der Plattformen wie Meta Platforms oder für intelligente Funktionen in Smart-Glasses ist zudem nicht zwingend das leistungsstärkste Modell am Markt erforderlich. Schnelle, kosteneffiziente Modelle können für viele Anwendungen völlig ausreichend sein.

KI stärkt Wachstum und Werbegeschäft

Besonders deutlich zeigt sich der Einfluss von KI im Kerngeschäft des Konzerns. Metas Plattformen verzeichneten zuletzt ein anhaltendes Wachstum bei der Nutzung. Im vierten Quartal stieg die Zahl der täglich aktiven Nutzer auf rund 3,58 Milliarden.

Gleichzeitig verbessert KI die Monetarisierung des Werbegeschäfts. Die automatisierte Werbeplattform Advantage+ optimiert Kampagnen mithilfe von maschinellem Lernen und steigert damit die Rendite für Werbekunden.

Die Folgen sind bereits sichtbar. Im vierten Quartal stiegen die ausgelieferten Werbeanzeigen um 14 Prozent, während der durchschnittliche Anzeigenpreis um 6 Prozent zulegte. Dadurch wuchs der Werbeumsatz deutlich, ebenso wie der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer.

Ein wesentlicher Unterschied zu vielen anderen großen Technologieunternehmen besteht darin, dass Metas Einnahmen nicht von wenigen Großkunden oder Cloudverträgen abhängen. Stattdessen basiert das Geschäftsmodell auf Milliarden von Nutzern und einer breiten Werbekundschaft.

Bewertung verspricht weiteres Potenzial

Auch aus Bewertungssicht erscheint die Aktie derzeit vergleichsweise moderat bewertet. Auf Basis der erwarteten Gewinne für das Geschäftsjahr 2026 wird Meta etwa mit dem 20-fachen Gewinn gehandelt. Damit liegt das Unternehmen unter vielen anderen großen Technologiekonzernen.

Sollten sich die Gewinnprognosen der kommenden Jahre bestätigen, könnte das Bewertungsniveau weiter sinken. Gleichzeitig rechnen Analysten weiterhin mit zweistelligen Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn.

Selbst bei konservativen Annahmen könnte sich daraus ein deutlich höherer Aktienkurs in den kommenden Jahren ergeben. Die starke Monetarisierung der KI-Investitionen, mögliche Effizienzsteigerungen und der Ausbau eigener Hardware könnten dabei entscheidende Treiber sein.

Starke Perspektiven trotz kurzfristiger Risiken

Kurzfristig bleibt die Aktie anfällig für Schwankungen. Hohe Investitionen in KI-Infrastruktur sowie Unsicherheiten rund um die Entwicklung neuer Modelle können für Volatilität sorgen.

Das größere Risiko könnte jedoch aus der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung entstehen. Geopolitische Spannungen oder eine schwächere Konsumnachfrage könnten die Werbebudgets von Unternehmen belasten und damit auch das Kerngeschäft von Meta treffen.

Langfristig bleibt die strategische Position des Unternehmens dennoch sehr robust. Die Kombination aus riesiger Nutzerbasis, leistungsfähiger Infrastruktur, wachsender KI-Integration und zunehmender Kosteneffizienz schafft eine solide Grundlage für weiteres Wachstum.

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ℹ️ Meta Platforms in Kürze

  • Meta Platforms (ehemals Facebook) (WKN: A1JWVX) ist ein US-Technologieunternehmen und Mutterkonzern der weltweit größten sozialen Netzwerke Facebook und Instagram.
  • Darüber hinaus gehören auch die Instant-Messaging-Apps WhatsApp und Messenger sowie der Virtual-Reality-Gerätehersteller Meta Quest zu Meta Platforms.
  • Der Konzern hat seinen Sitz im kalifornischen Menlo Park und ist sowohl Mitglied des Nasdaq 100 auch als des S&P 500 Index.
  • Mit einer Marktkapitalisierung von ca. 1,55 Billionen US$ gehört Meta Platforms zu den wertvollsten Unternehmen der Welt.
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