DroneShield-Aktie: Warum so ängstlich?
Die DroneShield-Aktie konnte den Kursanstieg Mitte Januar bis auf 2,70 € nicht halten und befindet sich momentan im Rückwärtsgang. Am Dienstag verliert sie aktuell -1,3% und steht bei 1,82 €. Lohnt sich hier wieder ein Einstieg?
Fokus auf Rohstoff-Aktien
An der Börse stehen immer unterschiedliche Aktien im Fokus der Anleger. Momentan sind Aktien von wichtigen Rohstoffen und Seltenen Erden sehr gefragt. Das geht zu Lasten von Aktien wie DroneShield.
Das kann sich wieder sehr schnell ändern und DroneShield rückt wieder in den Fokus der Anleger. Ein Wechsel der Aktien in der Anlegergunst ist ein normaler Vorgang und sollte nicht überbewertet werden. Wichtiger sind die fundamentalen Daten.
Nachfrage weiterhin sehr hoch
Die Nachfrage nach Systemen der Drohnenabwehr ist weiterhin sehr hoch. Im Ukraine-Krieg ist tagtäglich zu sehen, welche Schäden Drohnen anrichten. Die Schäden wären ohne ein effizientes Abwehrsystem noch deutlich höher.
Das haben die NATO-Länder sowie andere Länder erkannt, dementsprechend hoch ist die Nachfrage nach Abwehrsystemen. Momentan nehmen die Konfliktherde wieder zu. Hiervon dürfte auch die Nachfrage nach Drohnenabwehrsystemen zunehmen. An festen Aufträgen wurden knapp 100 Millionen AU$ gemeldet.
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Fundamentale Daten sind positiv
Wichtiger für die weitere Kursentwicklung sind die fundamentalen Unternehmensdaten, und die sind sehr positiv. So konnte der Jahresumsatz um 277% auf 216 Millionen AU$ gesteigert werden. Der Anteil der wiederkehrenden Umsätze (SaaS) wuchs um 312% auf 11,6 Millionen €. Laut Unternehmensangaben soll hier mittelfristig ein Wert von 30% erreicht werden.
Um die Märkte in den USA und Europa besser bedienen zu können, wurde mit Michael Powell am 10. Februar ein neuer COO engagiert. Er besitzt über 25 Jahre Erfahrung im Verteidigungsbereich und in der Luftfahrtindustrie, zuletzt war er bei Thales. Sein Aufgabenbereich ist es, die Skalierung der Märkte in Nordamerika und Europa voranzubringen.
Um die bestehenden Aufträge schneller abarbeiten zu können, baut das Unternehmen seine Fertigungskapazitäten deutlich aus. Bezüglich der liquiden Mittel ist das Unternehmen mit 200 Millionen AU$ (Jahresanfang 2026) gut aufgestellt.
Was bedeutet das für die Aktie?
Aktien, die nicht im Fokus der Anleger liegen, entwickeln sich tendenziell schlechter. Genau das ist hier passiert. Der Vorteil der Kursrückgänge ist, dass sich wieder günstige Einstiegschancen bieten. Den fairen Wert sehe ich weiterhin bei 2,50 € – das entspricht aktuell einem Kurspotenzial von rund +35%.
Zuletzt wurde die Ausgabe von 160 000 neuen Aktien kritisch gesehen. Genau das Gegenteil ist der Fall. Diese Aktien werden an die Mitarbeiter ausgegeben und dienen der Mitarbeiterbindung. Erfahrene und motivierte Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital von Unternehmen. Bei rund 919 Millionen Aktien spielen die 160 000 neuen Aktien keine Rolle.
Für die weitere Kursentwicklung wird auch die Jahresprognose für das laufende Geschäftsjahr wichtig sein. Diese dürften mit dem bestätigten Geschäftsbericht am 25. oder 26. Februar veröffentlicht werden.
Mein Fazit: Das jetzige Kursniveau bietet wieder gute Einstiegschancen.
Ergänzend sei erwähnt: Während Panzerproduktion boomt, deckt „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ zwei Unternehmen auf, die dank des Nachfrageschubs den entsprechenden Rohstoffe bald massiv profitieren werden.
ℹ️ DroneShield in Kürze
- DroneShield (WKN: A2DMAA) ist ein Rüstungsunternehmen, das sich auf RF-Sensorik, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, Sensorfusion, elektronische Kriegsführung, Rapid Prototyping und MIL-SPEC-Herstellung konzentriert. Die Systeme DroneShield werden vor allem zum Schutz vor feindlichen Drohnen eingesetzt.
- Das Unternehmen hat seinen Sitz in Sydney in Australien und in Warrenton im US-Bundesstaat Virginia.
- Die Hauptbörse ist die australische ASX-Börse, in Deutschland ist sie über TRADEGATE handelbar. Der Unternehmenswert beträgt knapp 1,7 Milliarden €.