Auto1-Aktie: Jetzt mit +160% Potenzial?

Deutlicher Kursrückgang

Die Aktie des Online-Gebrauchtwagenhändlers Auto1 hat in den vergangenen Wochen starke Verluste hinnehmen müssen. Was steckt hinter dem Kurssturz und wie sollten sich Anleger nun am besten verhalten?

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Die KI-Angst greift um sich

Es ist gerade einmal drei Wochen her, da notierte die im SDAX gelistete Aktie noch bei Kursen von über 30 €. Doch eine massive Verkaufswelle hat den Wert zuletzt unter die 20-€-Marke gedrückt, was Abschlägen von in der Spitze bis zu -40% entspricht. Grund für den Abverkauf sind die Sorgen der Anleger, dass die Einführung neuer KI-Tools zu einer Bedrohung traditioneller Geschäftsmodelle werden könnte.

Gerade bei Aktien aus dem Softwarebereich kam es im Zuge dessen zu großangelegten Verkäufen, doch selbst vor Finanzdienstleistern, Versicherern und Logistikdienstleistern machte die KI-Angst keinen Halt. Ebenfalls in den Abwärtssog gerieten Aktien von Internethändlern wie Carvana oder hierzulande eben Auto1.

Passend dazu: Wer sich für die versteckten Perlen im KI-Markt interessiert, findet in unserem Report „KI-Gewinner 2026“ auch weniger bekannte, aber hochpotente Aktien, die von dem Trend massiv profitieren könnten.

JPMorgan rät zum Einstieg

Geht es nach den Analysten von JPMorgan, könnte der Rücksetzer aber eine gute Einstiegsgelegenheit darstellen. In einer neuen Studie beließ die US-Investmentbank die Einstufung auf „Overweight“. Das Kursziel liegt weiterhin bei 50 € und suggeriert ein Upside-Potenzial von mehr als +160%.

Damit bleibt JPMorgan der größte Bulle am Markt.

Analyst Marcus Diebel schreibt, dass das Anlegerinteresse trotz der jüngsten Kursschwäche intakt bleibe. Die Aktie sei durch enorme Leerverkäufe in den beiden Sektoren Auto-Baskets und Internet-Portalbetreiber in einen von KI getriebenen Abwärtsstrudel geraten.

Auch die Möglichkeit von sinkenden Neuwagenpreisen sorge für Abgabedruck, da hierdurch die Ergebnisse von Auto1 leiden könnten. Diebel betrachtet dies genau wie das aktuell ungünstige Wetter für Autoverkäufe aber eher als eine vorübergehende Belastung.

Mit Blick auf die potenzielle Konkurrenz durch KI werde das Unternehmen schon allein durch die Größe abgeschirmt, da Auto1 inzwischen 800.000 Autos pro Jahr bewegt und 100.000 Fahrzeuge selbst aufbereitet.

Jetzt den Dip zum Einstieg nutzen?

Ich bin ebenfalls der Meinung, dass der jüngste Abverkauf vor allem von Emotionen getrieben wurde und eine Übertreibung nach unten darstellt. Diese hat zu einem deutlich überverkauften Zustand geführt. Im Bereich der 20,00-€-Marke versucht sich die Aktie nun an einer Stabilisierung.

Wie nachhaltig diese ist, wird sicherlich auch von den Zahlen und dem weiteren Ausblick abhängen, die der Internethändler am 25. Februar präsentiert. Erwartet werden Umsätze von 2,13 Milliarden € und ein bereinigter Gewinn je Aktie von 0,086 €.

Bis die Zahlen für operative Klarheit sorgen, besteht für Investoren in meinen Augen keine Eile, sich bei Auto1 zu engagieren, auch wenn die Aktie mit einem Forward-KGV von 28 und einer PEG-Ratio von 0,62 inzwischen durchaus attraktiv erscheint. Anleger, die bereits investiert sind, haben ebenfalls keinen Handlungsbedarf und sollten die weitere Entwicklung abwarten.

Kleiner Tipp an dieser Stelle: Wenn Du über die Entwicklung von Auto1 und anderen spannenden Aktien auf dem Laufenden bleiben willst, dann abonniere einfach unseren kostenlosen SD Insider Newsletter.

ℹ️ Auto1 in Kürze

  • Die Auto1 Group SE (WKN: A2LQ88) ist ein 2012 gegründetes Unternehmen mit juristischem Sitz in München und Verwaltungssitz in Berlin.
  • Sie betreibt nach eigenen Angaben „Europas führende digitale Automobilplattform“ für den Online-Kauf und -Verkauf von Gebrauchtwagen.
  • Die Auto1 Group betreibt derzeit die drei Autohandelsplattformen Auto1.com, Autohero und wirkaufendeinauto.de.
  • Das im MDAX gelistete Unternehmen ist an der Börse aktuell ca. 4,1 Milliarden € wert.
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