XRP: Kann die Deutsche Bank neuen Schwung geben?

Ungebrochener Abwärtstrend

Um die Kursentwicklung von XRP ist es seit Monaten nicht gut bestellt. Die Kryptowährung befindet sich seit über einem halben Jahr im Tiefflug und hat in diesem Zeitraum fast -60% an Wert eingebüßt. Kann ihr die Deutsche Bank neuen Schwung verleihen?

Riple XRP
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Die Deutsche Bank setzt auf XRP

Banken setzten seit Jahren diverse Blockchains für die Steigerung der Effizienz und Sicherheit ihrer Prozesse ein und auch die Deutsche Bank geht nun einen weiteren Schritt in Richtung Blockchain-Integration. Sie will in Zukunft verstärkt auf die RXP-Blockchain von Ripple setzen, um die veralteten und kostspieligen Strukturen im internationalen Geldtransfer zu modernisieren.

Das Hauptproblem des traditionellen internationalen Zahlungsverkehrs ist, dass Banken Konten in den jeweiligen Ländern vorhalten müssen, in die sie bzw. ihre Kunden Geld transferieren wollen. Die Deutsche Bank muss demnach US-Dollar bei einer US-Bank vorhalten, um Zahlungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten abwickeln zu können.

Hinzu kommt die zeitliche Komponente. Grenzüberschreitende Zahlungen nehmen aufgrund der Zwischenschaltung mehrere Intermediäre bis heute oft zwei oder sogar mehr Werktage in Anspruch. Viel zu viel in einer Finanzwelt, in der viele andere Prozesse in Millisekunden abgewickelt werden.

An dieser Stelle kommt XRP ins Spiel. Die Blockchain von Ripple macht das jahrzehntealte, komplexe, kostspielige und behäbige System der Vorfinanzierung im internationalen Zahlungsverkehr obsolet. XRP-Transaktionen lassen sich einfach, extrem schnell und vor allem kostengünstig abwickeln.

Schätzungen zufolge können die Kosten im globalen Zahlungsverkehr dadurch um bis zu 30% gesenkt werden. Angesichts täglicher Transaktionsvolumina in Billionenhöhe sprechen wir hier über gewaltige Summen.

Auch in punco Sicherheit kann XRP punkten. Jede internationale Zahlung wird über die Blockchain manipulationssicher und nachvollziehbar dokumentiert.

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Eine weitere gute Nachricht

Anfang des Monats gab es übrigens eine weitere gute Nachricht für XRP. Die Kryptowährung erhielt die sogenannte EMI-Lizenz (Electronic Money Institution) in Europa. Diese Lizenz erlaubt es Ripple, digitale Zahlungsdienste anzubieten, die über den reinen Kryptohandel hinausgehen, wie zum Beispiel die Ausgabe von digitalem Geld (wie den Stablecoin RLUSD), die Abwicklung regulierter Zahlungen für Unternehmenskunden, die Verwahrung von Geldern und die Durchführung von Überweisungen innerhalb der EU.

Die EMI-Lizenz wird die institutionelle Akzeptanz von XRP in Europa zweifellos deutlich erhöhen. Banken haben mit XRP nun einen regulierten Partner, über den sie Zahlungen ähnlich bequem wie über andere Zahlungsdienstleister abwickeln können.

Ein einziger Graus

Das Chartbild von XRP ist ein einziger Graus. Seit Mitte Juli 2025 steckt die Kryptowährung in einem rasanten Abwärtstrend fest.

Sollte der Support bei ca. 1 € durchbrochen werden, könnte die Abwärtsbewegung sogar bis 0,70 € weitergehen.

Banken ja, Privatanleger nein

Anleger werden sich nun zu Recht fragen, warum der XRP-Kurs denn überhaupt nicht auf all diese guten Nachrichten reagiert. Meiner Meinung nach zeichnet sich bei XRP derzeit eine zweigeteilte Entwicklung ab.

Im institutionelle Bereich gelingt der Kryptowährung langsam, aber sicher der Durchbruch. Aber private Investoren verlieren zunehmend das Interesse an XRP.

Das zeigt sich deutlich am dramatischen Rückgang der Nutzerzahlen auf dem XRP-Ledger. Die Zahl der täglich aktiven Adressen ist von über 600.000 im März 2025 auf unter 40.000 zum Jahreswechsel eingebrochen.

Angesichts des aktuell sowieso sehr negativen Marktsentiments gegenüber der Kryptobranche drängt sich meiner Meinung nach kein Einstieg bei XRP auf. Auf die Watchlist gehört die Kryptowährung allerdings schon. Sie ist in Anbetracht ihrer Bedeutung für die internationale Finanzwelt sicherlich eine der vielversprechendsten Kryptos.

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ℹ️ XRP in Kürze

  • XRP ist die native Kryptowährung des Ripple-Netzwerks, die für schnelle und kostengünstige grenzüberschreitende Zahlungen optimiert ist.
  • Der aktuelle Preis liegt bei etwa 1,47 US$ und einer Marktkapitalisierung von rund 90 Milliarden €US$.
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