Strabag-Aktie: Wäre eine Gewinnmitnahme jetzt sinnvoll?

Neue Zahlen

Die Strabag-Aktie befindet sich seit Anfang letzten Jahres in einer starken Aufwärtsbewegung. Während dieser Zeit hat sie sich mehr als verdoppelt. Am Mittwoch steht sie aktuell bei knapp 96,80 €. Damit wurde ein neues Allzeithoch erreicht. Was ist hier ratsam?

A dynamic scene at a road construction site, with a team of workers collaborating to lay hot asphalt gravel onto the road surface
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Neue Meilensteine erreicht

Der gut wirtschaftliche Verlauf des letzten Jahres setzte sich auch 2025 fort. Laut Unternehmensangaben wurden bei den vorläufigen Jahreszahlen vom 12. Februar drei neue Meilensteine erreicht.

Erstmals lag die Leistung über 20 Milliarden €. Hierzu trug die übernommene australische Tochter Georgion Group rund hälftig bei. Besonders stark war die Bauleistung in Deutschland, Polen und Tschechien.

Der zweite Meilenstein ist die EBIT-Marge von über 6,5%. Hier machten sich das milde Wetter sowie positive Effekte aus Großprojekten in Deutschland positiv bemerkbar.

Der dritte neue Rekord ist der um 24% gegenüber dem Vorjahr gestiegene Auftragsbestand von 31 Milliarden €. Er resultiert aus vielen Aufträgen aus der Mobilitäts-, Energie- und Wasserinfrastruktur. In dem Auftragsbestand sind auch Bahnaufträge von 1,3 Milliarden € enthalten.

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Positiver Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr

Für das laufende Geschäftsjahr gibt der Konzern sich zuversichtlich und erwartet bei den Leistungen einen Anstieg auf 22 Milliarden €. Bei der EBIT-Marge wird mit 5 bis 5,5% ein deutlich niedrigerer Wert als 2025 erwartet. Gründe hierfür dürften bei der Vorlage des endgültigen Geschäftsberichtes am 28. April genannt werden. Hier kann es im Jahresverlauf zu Anhebungen kommen.

Zu den Auftragseingängen wurden keine Angaben gemacht, hier dürfte ein reger Eingang zu verzeichnen sein. In Deutschland beginnt die Umsetzung des Sondervermögens für Infrastruktur.

Stefan Kratochwill, Vorstandsvorsitzender der Strabag, äußerte sich zu 2026 so:

Diese Ergebnisse unterstreichen die Resilienz unseres Geschäftsmodells und die konsequente Umsetzung unserer Strategie mit Fokus auf Wachstumsmärkte. Damit gehen wir gestärkt in das Jahr 2026.

Was bedeutet das für die Aktie?

Aus meiner Sicht ist viel Positives in dem aktuellen Kursniveau eingepreist. Daher halte ich das weitere Kurspotenzial vorerst für begrenzt. Vielmehr kann es wieder zu einer Konsolidierung kommen, wie zuletzt im Zeitraum von August bis November 2025.

Den fairen Wert sehe ich bei 95 €, somit eignet sich das jetzige Kursniveau nicht zum Einstieg. Was für die Aktie spricht, ist die gute Dividendenrendite. Die letzte Dividende von 2,50 € entspricht aktuell einer Rendite von 2,6%. Aufgrund der guten Ertragslage könnte sie erneut angehoben werden.

Mein Fazit. Vor einem Einstieg eine Korrektur abwarten. Wer gute Gewinne erzielte, sollte über eine Realisierung nachdenken.

Hier sei angemerkt: Während sich viele auf Tech-Aktien konzentrieren, übersehen sie solide Dividendenzahler mit Aufwärtspotenzial. Diese Analyse beleuchtet zehn unterschätzte Kandidaten für das neue Jahr.

ℹ️ Strabag in Kürze

  • Strabag SE (WKN: A0M23V) ist ein international tätiger Baukonzern und gehört auf dem europäischen Markt zu den führenden Unternehmen im Baubereich. Die Tätigkeiten erstrecken sich über die gesamte Wertschöpfungskette.
  • Neben dem Hauptsitz in Wien unterhält der Konzern weltweit Niederlassungen. Die Schwerpunkte liegen jedoch in Europa.
  • Der Hauptbörsenplatz ist Wien, die Aktie ist über Tradegate handelbar. Das Unternehmen wird aktuell mit 11,2 Milliarden € bewertet.
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