Bitcoin: Wie tief kann es noch gehen?
Der Bitcoin präsentiert sich weiterhin äußerst fragil. Nach dem Ausverkauf zu Beginn des Monats kam es am Freitag vor einer Woche zu einem starken Bounce. Doch seither zeigt der Trend wieder nach unten. Müssen sich Anleger auf noch tiefere Korrekturen einstellen?
Analyst senkt Kursziel
Die Lage im Krypto-Sektor bleibt angespannt. Zwar hatte die Mutter aller Kryptowährungen nach einer starken Verkaufswelle zum Ende der vergangenen Woche eine Erholung gezeigt, doch in dieser Woche bröckeln die Kurse schon wieder ab. Aktuell liegt die Wochenperformance bei knapp -5%, womit BTC auf die vierte verlustreiche Woche in Folge zusteuert.
Und in diese Stimmung hinein kommen nun auch noch mahnende Worte von Analystenseite. Die britische Großbank Standard Chartered hat zum zweiten Mal in weniger als drei Monaten ihr Kursziel für den Bitcoin gesenkt und sieht diesen Ende 2026 nur noch bei 100.000 US$. Zuvor lag die Prognose noch bei 150.000 US$.
Zudem warnen die Experten, dass BTC durchaus noch unter 50.000 US$ fallen könnte, ehe eine Erholung einsetzt. Verwiesen wird auf Abflüsse bei ETFs und eine volkswirtschaftliche Abschwächung, was in den kommenden Monaten zu weiterer Preiskapitulation führen könnte.
Am Rande erwähnt: Die globale Aufrüstung treibt die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen – unser exklusiver Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ identifiziert zwei Unternehmen, die von dieser Entwicklung maximal profitieren werden.
Ist das Zyklus-Tief nahe?
Keine guten Aussichten also für die älteste und größte Kryptowährung der Welt. Doch es gibt auch Signale, die Hoffnung machen. So lag die Spent Output Profit Ratio (SOPR), die das Verhältnis zwischen dem verkauften US$-Wert und dem Einkaufspreis misst, in letzter Zeit häufig in der Nähe von oder unter 1.
Werte unter 1 bedeuten, dass Bitcoin-Holder mit Verlust verkaufen, was auf ein angstbetriebenes Verhalten statt strategisches Handeln hindeutet. Die Vergangenheit zeigt, dass längere Phasen mit SOPR-Werten von unter 1 oft mit lokalen Tiefstkursen im BTC-Kurs einhergingen.
Hinzu kommt, dass große Wale wieder zunehmend Kapital in BTC umschichten. Seit Monatsbeginn haben Adressen mit 10.000 bis 100.000 BTC mehr als 70.000 BTC angehäuft, was einem Gegenwert von rund 4,6 Milliarden US$ entspricht.
Jetzt den Bitcoin kaufen?
Kurzfristig müssen sich Anleger daher wohl auf weitere Volatilität einstellen, doch mittel- bis langfristig könnte die aktuelle Marktphase rückblickend ein gutes Einstiegsfenster darstellen. Denn auf jeden Bärenmarkt folgte beim Bitcoin auch immer wieder ein starker Bullenmarkt. Das wird meiner Meinung nach auch diesmal nicht anders sein.
Wer langfristig denkt, für den bietet das aktuell chaotische Marktumfeld also durchaus Chancen, auch im Kryptobereich und speziell beim Bitcoin.
3 KI-Gewinner 2026
Ergänzend sei erwähnt: Für all jene, die nach der nächsten großen KI-Erfolgsstory suchen, bietet unser exklusiver Report „KI-Gewinner 2026“ aufschlussreiche Informationen über Unternehmen, die die Nase bald vorn haben könnten.
Interessenkonflikt: Mitarbeiter von sharedeals.de und der Autor halten Anteile an Bitcoin. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Sie beabsichtigen, die Anteile – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern und könnten dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.
ℹ️ Bitcoin in Kürze
- Bitcoin (BTCUSD) ist die erste und größte Kryptowährung, dient primär als digitales, knappes Wertaufbewahrungsmittel und wird häufig als „digitales Gold“ bezeichnet.
- Die Kryptowährung basiert auf einem dezentral organisierten Buchungssystem, bei dem Zahlungen kryptographisch legitimiert und über ein Peer-to-Peer-Netzwerk (P2P) abgewickelt werden.
- Diese dezentrale Datenbank ist die sogenannte Blockchain.