Rheinmetall-Aktie: Das Beste kommt noch
Momentan befindet sich die Rheinmetall-Aktie in einer Schwächephase und musste deutliche Kursverluste hinnehmen. Am Donnerstag gewinnt sie aktuell leicht und steht bei 1.610 €. Die Ziele des Konzerns könnten mittelfristig den Kurs vervielfachen. Was ist hier zu erwarten?
Kurs vervielfacht
Die Rheinmetall-Aktie ist einer der größten Gewinner der letzten Jahre. Angetrieben durch den Ukraine-Krieg und die Unzuverlässigkeit der USA unter Trump stieg der Kurs in der Spitze bis auf rund 2.000 €. Gegenüber Anfang 2024 mit rund 330 € bedeutet das aktuelle Kursniveau rund eine Verfünffachung.
Momentan befinden sich alle Rüstungsaktien in einer Schwächephase, das dürfte sich jedoch alsbald wieder ändern.
Ehrgeizige Ziele bis 2030
Auf dem letzten Kapitalmarkttag im November 2025 stellte der Konzern seine Ziele bis 2030 vor. Im Vergleich zu den angestrebten Zielen ist der Konzern in seiner jetzigen Verfassung ein Zwerg.
Der Umsatz soll dann 50 Milliarden € betragen – aktuell werden für das abgelaufene Geschäftsjahr rund 14 Milliarden € erwartet. Bereits für 2027 steht ein Umsatz von 20 Milliarden € auf dem Zettel.
Die operative Marge soll bei 20% liegen, aktuell beträgt sie etwa 15,5%. Das entspricht dann einem operativen Ergebnis von 10 Milliarden €.
Hier sei erwähnt: Die nächste Rüstungsspirale wird durch Rohstoffe angetrieben – unser exklusiver Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ identifiziert zwei Aktien, die massiv vom Trend profitieren werden.
Neue Konzernstruktur vorgestellt
Auf dem Kapitalmarkttag wurde auch die zukünftige Konzernstruktur vorgestellt. Sie gliedert sich in fünf Sparten, diese sind: Kampffahrzeuge, Munition, Air Defence, Digitales und Marine.
Dabei werden folgende Umsätze in den einzelnen Sparten erwartet: 13 bis 15 Milliarden € in der Sparte Kampffahrzeuge; 14 bis 16 Milliarden € in der Sparte Munition; 3 bis 4 Milliarden € in der Sparte Air Defence; 8 bis 10 Milliarden € in der Sparte Digitales und 5 Milliarden in der Sparte Marine.
Um diese Größe zu erreichen, sind auch Übernahmen und Zukäufe vorgesehen. Auch mit anderen Rüstungskonzernen wird aktiv zusammengearbeitet. Beispiele hierfür sind Leonardo und Lockheed Martin. Für den Ausbau der Marinesparte wurde das Militärgeschäft der Lürssen-Werftengruppe übernommen.
Der Weg bis 2030 wird sehr spannend und katapultiert den Konzern in eine neue Liga.
Armin Papperger, CEO von Rheinmetall, kommentierte das Vorhaben so:
Mit den Projekten, die wir in der Pipeline haben, werden wir künftig in allen wichtigen Bereichen ein relevanter Akteur sein – zu Lande, zu Wasser, in der Luft und auch im Weltraum.
Was bedeutet das für die Aktie?
Unter der Annahme, dass die Ziele erreicht werden, steigt das operative Ergebnis von derzeit etwa 2,2 auf 10 Milliarden €. Eine konservative Bewertung dürfte dann bei etwa 150 Milliarden € liegen (aktuell rund 74 Milliarden €); das entspricht derzeit rechnerisch einem Kurs je Aktie von etwa 3.200 €. Das sind zwar nur grobe Berechnungen mit mehreren unsicheren Faktoren; die Tendenz der Kursverdoppelung des jetzigen Kursniveaus dürfte jedoch stimmen.
Um solch hohe Kurse pro Aktie zu vermeiden, sollten Aktiensplits kommen. Momentan lehnt das Management diese ab.
Um bei den derzeitigen Gegebenheiten zu bleiben: Die Aktie ist aus meiner Sicht momentan unterbewertet. Die aktuelle Schwächephase dürfte bald wieder in einen Kursanstieg übergehen. Den fairen Wert sehe ich bei 2.000 € – das entspricht aktuell einem Kurspotenzial von rund + 21%.
Die Analysten sind mehrheitlich noch zuversichtlicher, deren mittleres Kursziel liegt bei 2.100 €. Barclays ist mit ihrem Zielkurs von 2.175 € am zuversichtlichsten. Es gibt auch eine vorsichtigere Einschätzung von Warburg mit dem fairen Wert von 1.700 €.
Mein Fazit: Wenn die Finanzziele bis 2030 erreicht werden, wird sich der Kurs bis dahin deutlich erhöhen. Auch ohne diese zukünftigen Erwartungen bietet das jetzige Kursniveau gute Einstiegskurse.
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ℹ️ Rheinmetall in Kürze
- Rheinmetall (WKN: 703000) ist ein deutscher Rüstungskonzern und Automobilzulieferer mit Sitz in Düsseldorf.
- Nach Airbus ist Rheinmetall der zweitgrößte deutsche Hersteller von Rüstungsgütern.
- Schwerpunkte der Waffenproduktion sind militärische Rad- und Kettenfahrzeuge wie Kampf- und Schützenpanzer sowie Munition.
- Seit Anfang 2023 ist der Konzern Mitglied im deutschen Leitindex DAX und 73,7 Milliarden € wert.