Gilead Sciences: Weitere Zukäufe geplant – diese Aktie könnte profitieren
Seit September hatten wir immer wieder auf ein bevorstehendes Ausbruchsszenario bei der Aktie des Pharmariesens Gilead Sciences verwiesen – und schlussendlich eindrucksvoll Recht behalten. Seit unseres ersten Kauftipps zu einem Kurs von rund 113 US$ standen zwischenzeitlich über +35% Kursgewinn zubuche. Jetzt hat der Konzern seinen Jahresabschluss präsentiert.
Nach +35%: Jetzt muss mehr kommen
Die gestern veröffentlichten Zahlen von Gilead sind ordentlich. Viertes Quartal solide, HIV läuft, Cash fließt. Kein Drama. Aber auch kein Moment, bei dem man als Börsenredaktion aufspringt und sagt: Das ist es. Entsprechend reagierte der Aktienkurs nachbörslich etwas verschnupft mit einem moderaten Minus.
Was uns stört, ist nicht das Ergebnis. Es ist der Ausblick. Der liegt leicht unter den Erwartungen. Nicht katastrophal – nur eben zu vorsichtig. Und „zu vorsichtig“ wird an der Börse schnell zu „zu wenig“.
Seit vielen Jahren schauen wir auf Pharmawerte. Und wir wissen: Stabilität allein reicht nicht mehr. Gilead wirkt gerade wie ein Unternehmen, das seine Basis verteidigt, aber keinen Angriff plant. HIV trägt – klar. Aber wo ist der nächste echte Wachstumsschub, die große Phantasie?
Kontrovers gesagt: Für uns ist Gilead aktuell fast schon eher eine Dividendenstory mit Biotech-Anstrich als ein Innovationsmotor. Das mag überzogen sein. Vielleicht unterschätzen wir die Pipeline. Vielleicht auch nicht.
Fakt ist: Seit unseres ersten Tipps Ende September konnten wir mit der Gilead-Aktie bis zu +35% Kursgewinn realisieren. Entsprechend nehmen wir unsere Gewinne jetzt erstmal vollständig mit.
Trotz HIV: Virologie bleibt ein Schwachpunkt
Die größere Frage bei Gilead geht über Quartalszahlen hinaus. Sie betrifft die Strategie. Und da wird es dünn.
Wenn Gilead Sciences wirklich auf den Olymp möchte, dann geht das nicht mit defensiver Bestandsverwaltung. Sondern mit klarer Expansion im eigenen Kerngebiet: Virologie. Genau dort liegt die DNA des Konzerns. Dort war man einmal unangreifbar.
Hepatitis B. Hepatitis D. Das sind keine Nischen. Das sind Felder, in denen riesiger medizinischer Bedarf existiert – real, global, ungelöst. Und genau hier müsste Gilead eigentlich dominieren. Nicht begleiten. Dominieren. Wir verstehen nicht ganz, warum man sich dort nicht aggressiver positioniert. Wer historisch aus der Virusforschung kommt, sollte sich dieses Terrain sichern, bevor es andere tun – wie zum Beispiel GSK.
Und dann Herspesviren. Ein Markt, der medizinisch oft unterschätzt wird, aber strategisch enormes Potenzial hat. Wer dort eine Führungsrolle übernimmt, setzt ein Signal: Wir sind zurück im Zentrum der Virologie. Nicht am Rand.
Übernahmeziel: Assembly Biosciences
Ganz konkret drängt sich aus unserer Sicht ein Name auf: Assembly Biosciences. Im Dezember wurden bereits hochwirksame Kandidaten der Firma gegen Genitalherpes einlizenziert. Es handelt sich um Wirkstoffe mit Milliardenpotenzial. Auch im Bereich Hepatitis B und D ist der Forschungsmotor Assemblys aus unserer Sicht das Maß der Dinge.
Gilead hält bereits fast ein Drittel an Assembly. Ein Zusammenschluss würde hervorragende Synergien bewirken.
Im Rahmen der gestrigen Telefonkonferenz zum Jahresabschluss kündigte Gilead weitere Zukäufe an. Von CEO Daniel O'Day hieß es beispielsweise:
(...) Ich würde sagen, dass wir sehr daran interessiert sind, unsere Pipeline mit geeigneten M&A-Transaktionen weiter auszubauen (...).
Circa eine Milliarde US-Dollar möchte Gilead pro Jahr allein in seine Early-Stage-Pipeline investieren – durch Partnerschaften, Lizenzdeals und Akquisitionen. Mit der bestehenden Deal-Struktur müsste Gilead weiterhin jeden Wirkstoffkandidaten von Assembly einzeln lizenzieren und auf Strecke potenziell riesige Zahlungen an seinen Lizenzgeber leisten.
Jetzt profitieren
Erfahre hier, warum Assembly Biosciences nach einer beeindruckenden Performance im vergangenen Jahr auch 2026 zu einem unser absoluten Top-Favoriten gehört – und schon kurzfristig eine dreistellige Rendite winken könnte.
Tipp: Mitglieder des auf Biotech-Aktien spezialisierten No Brainer Club kommen derzeit aus dem Feiern nicht mehr raus. Du möchtest das Mastermind hinter den NBC-Empfehlungen kennenlernen? Dann sichere Dir jetzt den kostenlosen Newsletter von Biotech-Profi Maximilian Ruth.
Interessenkonflikt: Herausgeber Alexander Schornstein besitzt Aktien des besprochenen Unternehmens Assembly Biosciences in signifikantem Umfang und beabsichtigt, die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu veräußern und könnte dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt.