Douglas-Aktie: Reicht das für einen Kursanstieg?
Die Douglas-Aktie kommt auf keinen grünen Zweig und bewegte sich zuletzt überwiegend in einer Range von 10,50 € bis 12,50 €. Am Mittwoch verliert sie aktuell -2,5% und steht bei rund 11 €. Lohnt sich hier ein Einstieg?
Kunden werden preisbewusster
Die schwierige Konjunkturlage führte dazu, dass die Kunden bei ihren Einkäufen preisbewusster werden. Produkte von Douglas sind Luxusartikel, somit können die Käufe ausgesetzt werden oder billigere Marken bevorzugt werden.
All das schlägt sich negativ auf die Erträge des Unternehmens nieder. Das vierte Quartal ist traditionell das stärkste im Jahresverlauf. Hier macht das Weihnachtsgeschäft sich bemerkbar. Insgesamt berichtet der Konzern, dass er sich in diesem Quartal gut geschlagen habe.
Sander van der Laan, CEO DOUGLAS Group, kommentierte den Geschäftsverlauf so:
Der Markt, in dem wir tätig sind, wächst weiterhin, und wir haben unsere starke Position erfolgreich behauptet. Allerdings wägen die Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Ausgaben zurzeit genauer ab. Das intensiviert den Wettbewerb und führt dazu, dass Preisaktionen für alle Anbieter wichtiger werden. Die Folge davon ist ein gebremstes Marktwachstum in ganz Europa.
Solide Zahlen erzielt
Trotz der bestehenden Kaufzurückhaltung gibt der Konzern sich mit den Zahlen zum ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres zufrieden. Der Konzernumsatz verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,7% auf knapp 1,7 Milliarden €. Dabei wuchs das E-Geschäft deutlich stärker als der stationäre Handel. Dieses Geschäftssegment soll mittelfristig deutlich ausgebaut werden.
Die EBITDA-Marge reduzierte sich jedoch von 21,5 auf 19,9%. Hier machten sich verstärkte Marketingaktivitäten negativ bemerkbar. Um die Profitabilität wieder zu verbessern, wurde ein Sparprogramm aufgelegt.
Positiv war, dass die Verschuldung weiterhin reduziert wurde. Die Nettoverschuldung wurde um 180 Millionen auf 609 Millionen € abgebaut.
Jahresprognose bestätigt
Aufgrund des soliden Jahresstarts wurde die Jahresprognose bestätigt. Demnach wird mit einem Konzernumsatz von 4,65 bis 4,8 Milliarden € gerechnet. Dabei soll die EBITDA-Marge bei 16,5% liegen. Die Schulden sollen weiter reduziert werden; der Verschuldungsgrad (Verhältnis Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA) soll zwischen 2,5x und 3x liegen.
Wenig Potenzial vorhanden
Insgesamt ist der Konzern zwar auf dem richtigen Weg, dennoch halte ich das kurzfristige Kurspotenzial für begrenzt. Die Kaufzurückhaltung lässt eine Ertragssteigerung nicht zu. Lediglich über Kosteneinsparungen kann die Profitabilität verbessert werden; demgegenüber stehen jedoch hohe Marketingkosten. Daher erwarte ich einen weiteren Kursverlauf in einer Range von 10,50 bis 13 €.
Sehr positiv ist, dass sich die Schuldensituation stetig verbessert. Mittelfristig wird ein Verschuldungsgrad von 2x angestrebt.
Die Analysteneinschätzungen sind zweigeteilt. Die Deutsche Bank und Jefferies mit jeweils 16 € halten die Aktie für unterbewertet. Die UBS mit ihrem Zielkurs von 12,50 € und Goldman Sachs mit 13 € liegen bei meinen Erwartungen.
Mein Fazit: Anleger sollten vorerst an der Außenlinie abwarten. Erst muss sich das Konsumklima wieder verbessern.
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ℹ️ Douglas in Kürze
- Die Parfümerie Douglas GmbH ist die größte europäische Einzelhandelskette für Kosmetikartikel. Das Sortiment umfasst Parfüms, Make-up, Haut- und Haarpflegeartikel, Accessoires sowie Beauty-Dienstleistungen. Neben dem stationären Einzelhandel vertreibt Douglas seine Produkte auch über einen Online-Store.
- Das 1910 in Hamburg gegründete Unternehmen hat heute seinen Sitz in Düsseldorf und betreibt europaweit über 1.900 Filialen.
- Hauptanteilseigner der Parfümeriekette sind der Finanzinvestor CVC und die Familie Kreke. Die Marktkapitalisierung liegt bei ca. 1,2 Milliarden €.