Gold: Hat die neue Aufwärtswelle begonnen?

Weiter stabilisiert

Der Goldpreis kann sich nach dem jüngsten Preisrutsch weiter stabilisieren. Zum Wochenauftakt zieht das gelbe Edelmetall um fast +1% an und schiebt sich zurück über die Marke von 5.000 US$ je Feinunze. Ist die Korrektur damit beendet und wie sollten sich Anleger nun verhalten?

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China setzt weiter auf Gold

Es waren zuletzt turbulente Wochen im Edelmetallsektor. Nach einer eindrucksvollen Rallye im Januar sind die Preise von Gold, Silber und auch Platin zum Ende des Monats massiv eingebrochen. Die vergangene Woche zeigte sich hochvolatil mit hohen Ausschlägen in beide Richtungen, doch gerade bei Gold zeigt sich eine klare Stabilisierung.

Mit dem Anstieg zurück über die so wichtige 5.000-US$-Marke bekommt die Erholung weiteren Rückenwind. Profitieren kann das Edelmetall dabei von Zukäufen der chinesischen Zentralbank. Wie am Wochenende veröffentlichte Daten zeigen, hat die People’s Bank of China ihre Goldkäufe im Januar den 15. Monat in Folge fortgesetzt, was ein starker Vertrauensbeweis für Anleger ist.

Experten sehen darin ein klares Indiz dafür, dass die jüngste Erholung auf stabilen Beinen steht und Sorgen vor Notverkäufen, die auf den Aktienmarkt übergreifen könnten, unbegründet sind.

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Erholung trifft auf bullische Analysten

Damit sieht es für den Goldpreis nach den jüngsten Verwerfungen wieder richtig gut aus. Nach einem Pullback bis auf 4.402 US$ vor einer Woche hat das Edelmetall schon wieder knapp +14% zulegen können. Gelingt der Sprung über den Widerstand bei 5.091,50/5.097,66 US$, würde das Rekordhoch von 5.598,75 US$ wieder in den Fokus rücken.

Die Deutsche Bank sieht Potenzial bis 6.000 US$, JPMorgan und Wells Fargo halten sogar einen Anstieg bis auf 6.300 US$ für möglich. Noch bullischer sind die Analysten von Jefferies und ICBC Standard Bank mit Preiszielen von 6.600 bzw. 7.150 US$.

Jetzt bei Gold einsteigen?

An der fundamentalen Investmentstory hat sich bei Gold in meinen Augen überhaupt nichts geändert, sodass der jüngste Rücksetzer allein dem zuvor parabolischen Anstieg geschuldet war.

Geopolitische Krisen, die anhaltenden Goldkäufe der Zentralbank, die Entdollarisierung, die Aussicht auf weitere Zinslockerungen, möglicher Inflationsdruck und die hohe Verschuldung vieler Staaten, speziell der USA: Es gibt weiterhin sehr viele gute Gründe für ein Investment in Gold.

Daher könnte der jüngste Abverkauf rückblickend eine hervorragende Einstiegsgelegenheit gewesen sein, um sich bei den Edelmetallen auf der Long-Seite zu positionieren.

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