Nvidia-Aktie nach „Buy the Dip“: Geht's wieder auf Rekordjagd?

+8% Rebound

Nach einem kurzen Dip machte die Nvidia-Aktie am Freitag wieder einen Rebound von rund 8%. Das Allzeithoch bleibt damit in Reichweite. Kann der Tech-Titel trotz aller Sorgen vor einer KI-Blase in diesem Jahr noch einmal zum Höhenflug ansetzen?

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Seit dem Start von ChatGPT Ende 2022 kennen die Zahlen bei Nvidia nur eine Richtung: nach oben. Umsatz, Gewinn und Aktienkurs sind explodiert. Mit rund 4,5 Billionen US-Dollar Börsenwert ist Nvidia inzwischen das wertvollste Unternehmen der Welt und so etwas wie das Gravitationszentrum der neuen KI-Ökonomie.

Kein Wunder also, dass gleichzeitig die Angst vor einer neuen Tech-Blase wächst. Die Parallelen zur Dotcom-Zeit scheinen verlockend. Eine bahnbrechende Technologie, riesige Erwartungen, extreme Bewertungen. Der Shiller-KGV liegt bei über 40, höher als zur Hochzeit der Internetblase. Auch die Google-Suchanfragen nach „AI Bubble“ schießen nach oben. Viele fragen sich: Wiederholt sich die Geschichte?

Wir denken nicht. Denn trotz aller Warnsignale halten wir die Nvidia-Aktie für unterbewertet und somit einen Kauf.

Warum Nvidia so mächtig ist

Nvidia verkauft im Kern die Schaufeln für den KI-Goldrausch. Rund 90 Prozent des Umsatzes stammen aus dem Bereich Rechenzentren und Netzwerke. Dort dominiert das Unternehmen mit Hochleistungs-GPUs und einer klaren Produkt-Roadmap. Jährliche Updates sorgen für Planbarkeit, ähnlich wie bei Smartphones. Kunden können neue Generationen einbauen, ohne ihre Software neu schreiben zu müssen.

Hinzu kommt die Vernetzung. Nvidias Systeme sorgen dafür, dass Hunderttausende Chips in Rechenzentren effizient miteinander kommunizieren. Das ist technisch anspruchsvoll und ein echter Burggraben. Konkurrenz gibt es, aber meist nur in Teilbereichen.

Der eigentliche Trumpf sitzt jedoch in der Software. CUDA ist der De-facto-Standard für KI-Entwicklung. Millionen Entwickler nutzen ihn, Universitäten lehren ihn, unzählige Codebasen hängen daran. Wer einmal drin ist, kommt kaum wieder raus. Die Wechselkosten sind enorm.

Kurz gesagt: Nvidia ist der einzige Anbieter, der Hardware, Netzwerk und Software aus einer Hand liefert. Für Kunden ist das bequem. Für Wettbewerber ein Albtraum.

Ist diese Profitabilität wirklich nachhaltig?

Nvidia produziert nicht selbst, sondern lässt fertigen. Das spart Kapital und treibt die Margen in schwindelerregende Höhen. Über 50 Prozent Nettomarge. Mehr als 2,7 Millionen Dollar Gewinn pro Mitarbeiter. Zahlen, die eher an Ölkonzerne erinnern als an Techfirmen.

Kritiker sagen: Das kann nicht ewig so weitergehen. Wir meinen: Kurz- bis mittelfristig schon. Denn der Burggraben ist tief, und echte Alternativen sind rar.

Ist KI eine Blase? Argumente und Gegenargumente

Erstens: KI kostet viel, bringe aber kaum Geld. Stimmt teilweise. Viele Anwendungen sind noch nicht sauber monetarisiert. Aber mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung nutzt KI-Modelle regelmäßig. Für etwas so Alltägliches wird es Geschäftsmodelle geben. Werbung, Abos, neue Preismodelle – irgendwas setzt sich durch.

Zweitens: Der Fortschritt flacht ab. Die Sprünge werden kleiner. Auch das ist richtig. Aber KI ist mehr als Chatbots. Autonomes Fahren, Medikamentenforschung, Robotik, Wettermodelle – all das braucht massive Rechenleistung. Und genau da spielt Nvidia seine Stärke aus.

Drittens: Hyperscaler verbrennen Geld. Die Investitionen sind gigantisch, der Return oft unklar. Doch große Infrastrukturprojekte waren schon immer so. Eisenbahnen, Stromnetze, Internet. Außerdem bindet Nvidia durch Beteiligungen junge KI-Firmen eng an sein Ökosystem. Strategisch klug, nicht kurzfristig gedacht.

Viertens: Wenn die Nachfrage nachlässt, brechen Margen ein. Theoretisch ja. Praktisch dürfte das dauern. Solange neue KI-Anwendungen entstehen, bleiben Hochleistungs-Chips gefragt. Und Nvidia sitzt am Hebel.

Bewertung und Fazit: Die Aktie bleibt ein Kauf

Auf Basis einer Cashflow-Analyse kommen wir auf einen fairen Wert von rund 219 Dollar je Aktie und damitüber dem Allzeithoch bei rund 212 US-Dollar. Die Aktie wirkt nur bei oberflächlicher Betrachtung teuer. Hohe Renditen verzerren klassische Bewertungskennzahlen.

Am Ende hängt alles an einer Frage: Glaubt man an KI als langfristige Transformation oder an eine kurzlebige Blase? Wer Ersteres glaubt, bekommt mit Nvidia ein Unternehmen mit enormer Marktmacht, tiefem Burggraben und weiterem Wachstumspotenzial. Wir halten die Nvidia-Aktie weiterhin für einen Kauf.

Der Geheimtipp unserer Profis

Das attraktivste Chance-Risiko-Profil liegt aus Sicht eines unserer Experten derzeit bei einer anderen Aktie, die am Markt bislang noch weniger im Fokus steht. Das Unternehmen dürfte bald im Zuge einer Übernahme vom Markt verschwinden.

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ℹ️ Nvidia in Kürze

  • Die Nvidia Corporation (WKN: 918422) ist einer der weltweit größten Entwickler von Grafikprozessoren und Chipsätzen.
  • Die Chips und Prozessoren des Konzerns kommen in Personal Computern, Spielekonsolen, Rechenzentren und autonom fahrenden Autos zum Einsatz.
  • Das in Santa Clara im US-Bundesstaat Kalifornien beheimatete Unternehmen ist Marktführer im Bereich Hochleistungschips für Anwendungen auf Basis künstlicher Intelligenz.
  • Nvidia ist Mitglied in den US-Indizes Nasdaq 100, S&P 500 und Dow Jones und wird aktuell mit rund 4,51 Billionen US$ bewertet.
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