Gold: 5.000 US$ geknackt – war das erst der Anfang?

Nächster Meilenstein

Die Hausse an den Edelmetallmärkten geht weiter: Gold springt zum Wochenauftakt um +2% nach oben und überwindet dabei erstmals die Marke von 5.000 US$ je Feinunze. Sollten Anleger nun besser über Gewinnmitnahmen nachdenken oder ist hier noch viel mehr möglich?

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Gold- und Silber-Hausse geht weiter

Gold und Silber scheinen aktuell einfach keine Grenzen zu kennen. Nachdem der Silberpreis bereits am Freitag über die magische Schwelle von 100 US$ geklettert ist, zieht der Goldpreis am Montag nach und knackt seinerseits die nächste bedeutende Marke. Erstmals in seiner Geschichte kostet das gelbe Edelmetall mehr als 5.000 US$ je Feinunze.

Anleger und Zentralbanken flüchten weiterhin in sichere Häfen, um den geopolitischen Risiken und der von der Trump-Administration ausgelösten Marktvolatilität zu begegnen. Schon im vergangenen Jahr zählte Gold zu den gefragtesten Anlageklassen am Markt. Mit der Folge, dass der Goldpreis um 65% zulegen konnte – gleichbedeutend mit dem höchsten Anstieg seit 1979.

Und im neuen Jahr gewinnt die Goldrallye sogar nochmals an Dynamik. Nach nicht einmal einem Monat liegt der Goldpreis bereits mit fast +18% im Plus. Zum Vergleich: die Technologiewerte aus dem Nasdaq 100 sind bislang erst um +1,58% gestiegen, der Dow Jones und der S&P 500 sogar noch weniger.

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Geopolitik im Fokus

Geopolitisch bleibt Iran ein Brennpunkt. Die USA haben als Reaktion auf die blutig niedergeschlagenen Proteste mit vielen Toten ihren Flugzeugträger USS Abraham Lincoln und Begleitschiffe in die Golfregion verlegt und drohen mit einem Angriff. Der Iran spricht seinerseits von einem „Krieg mit allen Mitteln“ für den Fall, dass die USA das Land angreifen sollten.

Hinzu kommen neue Zollandrohungen gegenüber Kanada. US-Präsident Trump hat am Samstag einen Zollsatz von 100% auf Einfuhren aus dem Nachbarland angekündigt, für den Fall, dass Kanada ein Handelsabkommen mit China abschließt.

Die große Unsicherheit am Markt liefert dem Goldpreis damit weiterhin sehr viel Unterstützung. Daneben sorgen auch die anhaltende Dollarschwäche und der Zinslockerungskurs der US-Notenbank für Rückenwind.

Bank of America bleibt bullisch

Geht es nach der Bank of America (BofA), ist die Rekordjagd bei Gold auch noch längst nicht zu Ende. Im Gegenteil: Das gelbe Edelmetall sei Absicherung und Renditequelle zugleich und profitiere von einem Umfeld aus sinkendem Angebot, steigender Förderkosten und hoher Nachfrage, heißt es vonseiten der Analysten.

Zudem bleibe Gold trotz deutlicher Kursgewinne strukturell weiterhin stark unterinvestiert, da der Goldanteil vermögender Privatanleger nur bei 0,5% liege. Und auch bei den Zentralbanken gibt es laut BofA weiterhin viel Spielraum. Der Anteil an den Währungsreserven betrage inzwischen zwar rund 15%, optimal seien aber 30%.

Kein Wunder also, dass die Bank bereits im Frühjahr Preisniveaus von 6.000 US$ für möglich hält.W

Was bedeutet das für den Goldpreis?

Der Sprung über die Marke von 5.000 US$ markiert nicht nur ein neues Allzeithoch, sondern unterstreicht die außergewöhnliche Stärke des Goldmarktes. Zwar sind nach dem steilen Anstieg kurzfristige Rücksetzer jederzeit möglich, doch das fundamentale Umfeld spricht weiterhin klar für das Edelmetall.

Geopolitische Spannungen, geldpolitische Lockerungen, eine anhaltende Dollarschwäche sowie strukturelle Unterinvestierung bei Anlegern und Zentralbanken bilden einen selten günstigen Nährboden für weiter steigende Preise. Für langfristig orientierte Investoren bleibt Gold damit weniger ein kurzfristiger Trade als vielmehr ein strategischer Stabilitätsanker – mit weiterhin erheblichem Aufwärtspotenzial.

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