SD-Volltreffer CytomX: Was tun nach +1.438% in 10 Monaten?

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Redaktion

Unsere Aktien-Empfehlung CytomX Therapeutics erlebt derzeit einen außergewöhnlich starken Kursverlauf. Innerhalb kurzer Zeit hat sich das Papier von einem lange übersehenen Small-Cap-Titel zu einem der auffälligsten Werte im US-Biotech-Sektor entwickelt. Hohe Umsätze, dynamische Kursbewegungen und eine deutlich gestiegene Aufmerksamkeit institutioneller wie privater Investoren unterstreichen, dass der Markt dem Unternehmen wieder deutlich mehr zutraut als noch vor wenigen Monaten.

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Treiber der starken Kursentwicklung ist weniger eine allgemeine Sektorrotation als vielmehr ein sehr konkretes Ereignis, das bereits seinen Schatten vorauswirft. Im Mittelpunkt steht das klinische Entwicklungsprogramm CX-2051, ein sogenanntes Probody-Antikörper-Wirkstoff-Konjugat, das gezielt in Tumorgewebe aktiviert werden soll. CytomX plant, im ersten Quartal neue klinische Daten zu diesem Asset vorzulegen. Diese Daten gelten als potenziell wertentscheidend, weil sie erstmals in größerem Umfang zeigen sollen, ob der Wirkmechanismus nicht nur theoretisch überzeugt, sondern auch in der klinischen Praxis relevante Wirksamkeit bei akzeptabler Sicherheit entfaltet.

Mit CX-2051 zum großen Durchbruch?

Genau diese Aussicht hat den Kurs zuletzt befeuert. Anleger preisen zunehmend ein, dass positive Ergebnisse CX-2051 von einem frühen Entwicklungsprojekt zu einem strategisch wertvollen Programm machen könnten. In einem Marktumfeld, in dem große Pharmakonzerne gezielt nach validierten Onkologie-Assets suchen, würde ein überzeugender Datensatz den Unternehmenswert von CytomX fundamental verändern. Die Aktie spiegelt damit nicht nur Hoffnung wider, sondern eine klare Wette auf klinische Bestätigung.

Mit dieser Erwartung geht zwangsläufig auch Übernahmefantasie einher. CytomX verfügt immer noch über eine überschaubare Marktkapitalisierung von knapp einer Milliarde Dollar, während CX-2051 bei erfolgreicher Validierung das Potenzial hätte, bereits in eine Registrierungdstudie überführt und in Kombination mit bestehenden Therapien eingesetzt zu werden. Für größere Player könnte es attraktiver sein, sich frühzeitig Zugriff auf ein solches Asset zu sichern, anstatt später hohe Lizenzzahlungen oder Kooperationskosten zu tragen. Entsprechend wird am Markt offen darüber spekuliert, dass positive Daten im ersten Quartal nicht nur den Kurs treiben, sondern auch strategische Optionen wie Partnerschaften oder eine vollständige Übernahme auf den Tisch bringen könnten.

Daten-Schwäche wäre katastrophal

Gleichzeitig bleibt das Szenario klar binär. Biotech-Investments dieser Art leben von Daten, und sie scheitern an Daten. Sollten die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurückbleiben oder neue Sicherheitsfragen aufwerfen, dürfte die aktuell aufgebaute Bewertung extrem unter Druck geraten. Die wahnsinnige Kursstärke der vergangenen Wochen ist daher Ausdruck hoher Erwartungen, aber auch ein Hinweis auf die Volatilität, die dem Wert innewohnt.

Für den Moment jedoch dominiert der Optimismus. CytomX steht an einem Punkt, an dem ein einzelnes klinisches Update ausreicht, um die Wahrnehmung des Unternehmens nachhaltig zu verändern. Der starke Kursverlauf signalisiert, dass viele Marktteilnehmer bereit sind, dieses Risiko einzugehen – in der Hoffnung, dass CX-2051 im ersten Quartal nicht nur ein weiteres Studiendatum liefert, sondern den Wert von CytomX klinisch untermauert und strategisch neu definiert.

Nach Mega-Rallye: „Sell on News“ wahrscheinlich

Noch im Frühjahr letzten Jahres hatte die CytomX-Aktie bei 0,40 US$ notiert; heute wurden bereits 6,15 US$ bezahlt – und das, obwohl im Mai letzten Jahres eine große Kapitalerhöhung und damit Verwässerung zu einem Preis von lediglich 1,30 je Aktie stattgefunden hatte.

Klar ist: Auch wir gehen fest von positiven Daten aus. Angesichts der bereits erzielten Tenbagger-Performance können die Resultate aber kaum noch positiv überraschen und dürften zwangsläufig Gewinnmitnahmen nach sich ziehen, sofern nicht unmittelbar ein großer Deal verkündet wird. Wir würden eine Position in der Aktie daher nun in die Rallye hinein langsam reduzieren.

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