Equinor-Aktie: Feiert sie 2026 ein Comeback?
Erst Mitte Dezember fiel die Equinor-Aktie auf ein neues 3-Jahrestief. Doch seitdem konnte sich der Kurs des norwegischen Gas- und Energiekonzerns um +14% erholen. Was treibt Equinor wieder in die Höhe und ist die Aktie 2026 ein vielversprechendes Investment?
Der Gaspreis schießt nach oben
Europa „leidet“ derzeit unter frostigen Temperaturen. Vor allem die Menschen in der Ukraine leiden dieser Tage aufgrund der ständigen russischen Angriffe auf die Energie- und Wärmeversorgung unter der Eiseskälte.
Der Equinor-Aktie spielt die aktuelle Wetterlage allerdings in die Karten, denn ein steigender Gasverbrauch für Heizungen kurbelt die Nachfrage und den Preis an. In den letzten Tagen ist der Gaspreis auf den internationalen Märkten massiv angestiegen. Die Füllstände der Gasspeicher liegen auch in Deutschland deutlich unter dem saisonüblichen Durchschnitt, was Nachkäufe erforderlich macht.
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Zudem gibt auch die geopolitische Lage der Equinor-Aktie Rückenwind. Als norwegischer Konzern profitiert Equinor von der unsicheren Lage im Nahen Osten. Die gewaltsame Niederschlagung der Proteste im Iran und die wieder aufgeflammten Kämpfe in Syrien schüren die Angst der Finanzmärkte vor einem erneuten Flächenbrand zwischen Mittelmeer und Persischem Golf.
Wie nachhaltig ist die Erholung?
Mitte Dezember 2025 fiel die Equinor-Aktie auf ein neues 3-Jahrestief bei 19 €. Seitdem gelang dem Energietitel die Trendwende.
Zuletzt stieg die Aktie auf ein neues 3-Monatshoch bei knapp 22 €. Die Nachhaltigkeit des Aufwärtstrends ist jedoch primär von der weiteren Entwicklung des Gaspreises abhängig.
Von Öl und Gas zu Erneuerbaren Energien
Die Equinor-Aktie mag man oder man mag sie nicht. Die Kursentwicklung des norwegischen Energiekonzerns ist nach wie stark vom Öl- und Gaspreis abhängig, obwohl sich die Norweger seit einigen Jahren stark im Bereich der Erneuerbaren Energien engagieren.
Gemeinsam mit Shell ist Equinor meiner Ansicht nach der Energiekonzern, der bei der langfristigen Transformation von Öl und Gas zu Erneuerbaren Energien am weitesten vorangekommen ist. Equinor ist vor allem in den Bereichen schwimmende Windkraft (Floating Offshore Wind) und CO2-Speicherung unter dem Meeresboden technologisch führend.
Wirklich ein Top-Dividendenwert?
Für viele Anleger gehört die Equinor-Aktie zu den besten europäischen Dividendenwerten. Mit einer aktuellen Dividendenrendite von 7,5% ist die Aktie in der Tat ein attraktiver Gewinnausschütter.
Aber die Equinor-Aktie ist auch in Bezug auf die Dividende mit großer Vorsicht zu genießen. Sowohl 2024 als auch 2025 hat der norwegische Konzern seine Gewinnausschüttung massiv gekürzt.
Anleger können sich hier niemals auf eine stabile Dividende verlassen. Ich empfehle deshalb immer eine Mehrjahresbetrachtung.
Abschließend sei erwähnt: Unser exklusiver Report „Dividenden Top-Picks 2025“ liefert fundierte Analysen zu zehn Aktien, die für dividendenorientierte Anleger besonders interessant sind.
Interessenkonflikt: Der Autor hält Aktien des besprochenen Unternehmens Equinor. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Der Autor beabsichtigt, die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern und könnte dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.
ℹ️ Rio Tinto in Kürze
- Equinor (WKN: 675213) ist ein norwegischer Erdöl- und Erdgaskonzern mit Sitz in Stavanger.
- Der Konzern entstand aus dem Zusammenschluss von Statoil mit den Öl- und Gasaktivitäten von Norsk Hydro.
- Neben der Förderung von Öl und Gas ist Equinor auch im Bereich der Erneuerbaren Energien und der Speicherung von CO2 aktiv.
- Der Konzern ist der wichtigste Gaslieferant Europas und befindet sich zu zwei Drittel im Besitz des norwegischen Staats.
- Equinor notiert an der Börse in Oslo und ist ca. 57 Milliarden € wert.