GSK schluckt RAPT Therapeutics: Der nächste Übernahme-Hammer
Der Pharmakonzern GSK übernimmt das US-Biotechunternehmen RAPT Therapeutics und sorgt damit für deutliche Bewegung an der Börse. GSK zahlt 58 US-Dollar je Aktie in bar, was RAPT mit rund 2,2 Milliarden US-Dollar bewertet. Für die Aktionäre von RAPT bedeutet das einen signifikanten Aufschlag auf den vorherigen Börsenkurs – die Aktie wird heute entsprechend mit einem riesigen Kurssprung in den Handel starten.
Im Zentrum des Interesses steht der Antikörperkandidat Ozureprubart, der sich in der klinischen Entwicklung zur Behandlung schwerer Nahrungsmittelallergien befindet. GSK sieht in dem Wirkstoff das Potenzial für eine neue Standardtherapie mit längeren Dosierungsintervallen als bei bestehenden Behandlungen. Für Investoren war diese Perspektive entscheidend: RAPT verfügte bislang über eine vielversprechende, aber risikobehaftete Pipeline ohne Marktzulassung. Mit dem Einstieg eines globalen Pharmariesen wird dieses Entwicklungsrisiko nun weitgehend von der Börse genommen.
Für die RAPT-Aktie markiert die Übernahme faktisch das Ende der eigenständigen Börsengeschichte – zugleich aber den Höhepunkt für Anleger, die auf eine strategische Transaktion gesetzt hatten. Der gebotene Preis spiegelt nicht nur den klinischen Fortschritt wider, sondern auch den hohen strategischen Wert im umkämpften Markt für Immun- und Allergietherapien.
GSK wiederum stärkt mit dem Zukauf gezielt seine Pipeline und unterstreicht seine Wachstumsstrategie über Akquisitionen innovativer Biotechfirmen. Während sich der Fokus für Anleger nun von der RAPT-Aktie auf die langfristigen Ertragsperspektiven für GSK verlagert, bleibt festzuhalten: Für RAPT-Investoren geht die Rechnung auf – selten fällt der Abschied vom Börsenparkett so lukrativ aus.
Premium von 65%, Tenbagger vom Tief
Der Übernahmepreis von 58 US-Dollar je Aktie bedeutet ein Premium von 65% auf den letzten Börsenkurs der RAPT-Aktie. Noch letztes Jahr hatte das Papier zeitweise läppische 5,66 US-Dollar gekostet. Ausgehend von diesem Tiefstand wurde damit nun ein Tenbagger realisiert.
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