Traton-Aktie: Drohen jetzt wieder höhere Kursverluste?
Die Traton-Aktie bewegt sich in großen Wellen seitwärts; dabei liegt die Range zwischen 26 € und 32 €. Am Montag verliert sie aktuell -2,4% und steht bei 30,40 €. Damit nähert sie sich wieder dem oberen Ende der Range. Durch neue US-Zölle könnte Ungemach drohen – was ist hier zu erwarten?
Trumps Zollpolitik belastet
Die angedrohten Zölle im letzten Jahr konnten durch ein Abkommen abgemildert werden, allerdings muss es noch vom EU-Parlament bestätigt werden. Darin wurde vereinbart, dass die EU für Importe aus den USA keine Zölle erhebt. Im Gegenzug werden die überwiegenden Exporte der EU in die USA mit einem Zoll von 15% belegt.
Im Rahmen der Diskussion bezüglich des Vorhabens, Grönland zu erwerben, drohte Trump mit neuen Zöllen gegen acht NATO-Länder. Hierbei handelt es sich um die acht Länder, die vergangene Woche zu einem Erkundungsaufenthalt nach Grönland gestartet waren. Deutschland befand sich unter diesen Ländern.
Trump drohte diesen Ländern mit Strafzöllen von 10% ab 1. Februar und mit erhöhten Zöllen von 25% ab 1. Juni. Diese sollen so lange gelten, bis die USA Grönland erwerben können.
Die Ankündigung sorgte am Montag für herbe Kursverluste bei fast allen europäischen Aktien, so auch bei den LKW-Herstellern.
EU erwägt eventuell Gegenzölle
In einer Krisensitzung erwägt die EU Gegenzölle im Volumen von 93 Milliarden €. Problematischer ist, dass das bereits ausgehandelte Zollabkommen aus dem letzten Jahr wahrscheinlich nicht mehr von EU-Parlament genehmigt wird.
Sollte es so kommen, beginnt das Zolldrama von neuem. Es müssen wieder gegenseitige Zollvereinbarungen getroffen werden und das verunsichert die Börsen. All das verunsichert die Börsenteilnehmer.
Traton würde unter den erneuten Zollverhandlungen stark leiden, der US-Absatz am Gesamtvolumen beträgt rund 21%.
Schwächeres Geschäftsjahr erwartet
Mit der Prognosesenkung im zweiten Halbjahr 2025 wurde deutlich, dass die Planzahlen nicht erreichbar sind. Ursache hierfür ist die schwache Konjunkturlage. So soll beim Umsatz ein Rückgang von 10% bis 0% gegenüber dem Vorjahreswert von 47,5 Milliarden € eintreten.
Die operative Marge wird voraussichtlich von 9,2% im Vorjahr auf 6 bis 7% sinken. In den ersten neun Monaten sank sie auf 6,3%.
Was bedeutet das für die Aktie?
Das ohnehin schon schwache Geschäft könnte durch die erneute Zolldiskussion nochmals leiden. Sollte es so kommen, bleiben die Aussichten für das erste Halbjahr 2026 weiterhin trüb.
Meiner Meinung nach bewegt sich der Kurs zukünftig in der vorgenannten Range und dürfte sich wieder nach unten bewegen. Was für die Aktie spricht, ist die aktuelle Dividendenrendite von 5,5%. Hier dürfte es zu keiner wesentlichen Änderung kommen.
Die Analysten sehen das ähnlich, sind allerdings etwas positiver gestimmt. Die jüngsten Analysteneinschätzungen weisen einen Mittelwert von 32,30 € aus.
Mein Fazit: Anleger sollten vorerst an der Außenlinie abwarten.
Hier sei erwähnt: Wer 2026 von kontinuierlichen Cashflows und gleichzeitig von Kursexplosionen profitieren möchte, findet in Top 10 Dividenden Picks 2026 zehn breit gestreute Top-Picks über verschiedene Sektoren und Regionen.
ℹ️ Traton in Kürze
- Die Traton SE (WKN: TRATON) ist eine Tochtergesellschaft der Volkswagen AG. In ihr sind die Nutzfahrzeugmarken des VW-Konzerns gebündelt, hierzu gehören bedeutende Marken wie MAN, Scania und Navistar. Das Angebot umfasst leichte Nutzfahrzeuge, Lkw und Busse.
- Der Konzern unterhält neben dem Hauptsitz in München weltweite 28 Produktionsstätten in 14 Ländern. Niederlassungen und Produktionsstätten.
- Die Aktie ist im SDAX gelistet. Die Marktkapitalisierung beträgt 15,2 Milliarden €.
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