Porsche-Aktie: Das könnte der Killer sein
Mit einem Minus von über -3% setzt die Porsche-Aktie ihre katastrophale Performance der letzten Tage fort. Bereits in der vergangenen Handelswoche ging es um knapp über -10% mit dem Kurs des Sportwagenbauers nach unten. Was drückt schon wieder auf den Kurs und müssen sich Anleger auf das nächste Allzeittief gefasst machen?
Die nächste Zollkeule
Die Kursbelastung der Porsche-Aktie hat mal wieder einen altbekannten Namen: Donald Trump. Der US-Präsident nutzt einmal mehr Zölle, um Länder, die seinen politischen Zielen „im Wege stehen“, zu erpressen. Diesmal traf es ausgerechnet einige europäische Verbündete, unter anderen auch Deutschland.
Sollten diese auch weiterhin eine Annexion Grönlands durch die USA ablegen, würden sie ab dem 1. Februar mit Zölle in Höhe von 10% belegt werden, so Trump. Ab Juni soll dieser Strafzoll dann auf 25% steigen.
Brandgefährlich für Porsche
Für Porsche sind diese Zolldrohung extrem bitter und gefährlich, denn der deutsche Sportwagenbauer ist massiv vom amerikanischen Markt abhängig. Im vergangenen Jahr verkauften die Stuttgarter 86.000 von insgesamt 279.000 Autos jenseits des Atlantiks, also knapp über 30%. Hinzu kommt, dass Nordamerika 2025 die einzige Vertriebsregion war, in der Porsche seinen Absatz stabil halten konnte.
Besonders gefährlich sind Zusatzzölle für Porsche auch deshalb, weil die Schwaben kein Werk in den USA besitzen und somit im Unterschied zu anderen deutschen Autofirmen keine Möglichkeit haben, die Importabgaben zu umgehen. Einen zusätzlichen Zoll von 35% ab dem Sommer dürfte Porsche ohne massive Preiserhöhungen in den USA wohl nicht verkraften. Das würde 2026 voraussichtlich auch in den Vereinigten Staaten einen Absatzeinbruch zur Folge haben.
Die Förderung hilft nicht
Heute wird die deutsche Bundesregierung die Details ihrer neuen E-Autoförderung bekanntgeben. Für Porsche dürfte diese Förderung allerdings keine großen Auswirkungen haben.
Gefördert werden nur Privatpersonen mit einem Jahreseinkommen von bis zu 80.000 €. Der durchschnittliche Porsche-Fahrer wird von dieser Förderung wohl nicht profitieren.
Hält das Allzeittief?
Das kurzfristige Chartbild der Porsche-Aktie ist ein Desaster. Der Autotitel befindet sich seit Jahresbeginn im freien Fall und notiert nur noch hauchdünn über seinem Allzeittief bei 40 €.
Der Wochenbeginn wird charttechnisch entscheiden für Porsche. Sollte die Aktie diese Kursmarke nach unten durchbrechen, droht ein weiterer Abverkauf. Sollte sie allerdings halten, könnte sich die Porsche-Aktie zumindest stabilisiert. Mit einer Trendwende nach oben rechne ich hingegen nicht.
Gegenwind von allen Seiten
Ich rate Anlegern auch weiterhin, nicht in die Porsche-Aktie zu investieren. Der deutsche Sportwagenhersteller hat Gegenwind von allen Seiten.
Die Attraktivität der Marke scheint zu leiden. In den Kernmärkten China und Deutschland verbuchte Porsche im vergangenen Jahr massive Absatzrückgänge. Ein Einbruch der Verkaufszahlen droht nun auch in den USA. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Porsche 2026 mehr Autos als im vergangenen Jahr verkaufen wird.
Zudem tun sich die Stuttgarter schwer mit der Transformation zum Elektroauto. Ein E-Porsche hat im Vergleich zu anderen hochmotorisierten Elektroautos kaum mehr Performance-Vorteile. Das bekommt Porsche vor allem auf dem chinesischen Markt zu spüren, wo sich immer mehr heimische Käufer für chinesische Sportwagen entscheiden.
Ich gehe deshalb davon aus, dass das Allzeittief der Porsche-Aktie bei 40 € nicht mehr lange halten will. Die Nachrichtenlage ist einfach zu schlecht.
Abschließend sei erwähnt: Wer 2026 von kontinuierlichen Cashflows und gleichzeitig von Kursexplosionen profitieren möchte, findet in Top 10 Dividenden Picks 2026 zehn breit gestreute Top-Picks über verschiedene Sektoren und Regionen.
ℹ️ Porsche AG in Kürze
- Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG (WKN: PAG911) mit Sitz in Stuttgart ist der größte reine Sportwagenhersteller der Welt.
- Die Produktion erfolgt überwiegend in Stuttgart-Zuffenhausen sowie in Leipzig und Bratislava.
- Porsche ist im deutschen Nebenwerteindex MDAX gelistet und an der Börse ca. 19 Milliarden € wert.