EOS-Aktie: Droht dem DroneShield-Konkurrenten jetzt eine stärkere Korrektur?

Übernahme getätigt

Die EOS-Aktie konnte nach dem Kurseinbruch seit Oktober zuletzt wieder einen deutlichen Rebound hinlegen. Am Dienstag gewinnt sie aktuell +9,5% und steht bei 6,30 €. Das bedeutet zugleich auch ein neues Allzeithoch. Wie geht es hier weiter?

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Übernahme der MARSS Group

In einer Pressemitteilung vom 13. Januar teilte das australische Unternehmen mit, dass es das Militärgeschäft des europäischen Unternehmens MARSS Group übernimmt. Damit wird das Geschäft mit der Drohnenabwehr um einen weiteren wichtigen Baustein erweitert.

MARSS verfügt über eine moderne KI-gestützte Drohnenabwehrtechnologie. Mittels leistungsfähiger Sensoren kann die Flugbahn der Drohne berechnet werden und dann eliminiert werden. Kernstück der Technologie ist das NiDAR-System.

Zusammen mit der vorhandenen Technologie von EOS entsteht somit ein sehr leistungsfähiger Anbieter im Bereich der Drohnenabwehr. EOS will sich mit der Übernahme zu einem Systemhaus weiterentwickeln. Neben den Abwehrtechnologien mittels Kanonen und Laser kommt jetzt ein dritter Baustein hinzu.

Der Übernahmepreis setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Bei Closing der Übernahme ist eine Barzahlung von 36 Millionen US$ fällig, diese wird aus den Finanzreserven von EOS geleistet. Zudem wurde eine Erfolgsprämie von bis zu 100 Millionen € vereinbart.

Diese Übernahme ist mittelfristig für das australische Unternehmen sehr wichtig und dürfte sich sehr positiv auf das Wachstum auswirken. Laut Angaben des CEO Andreas Schwer wird EOS damit zum globalen Marktführer im Bereich der Anti-Drohnen-Technologie.

Was bedeutet das für die Aktie?

Wirtschaftlich spielt die Übernahme kurzfristig keine Rolle, signifikante Umsatzbeiträge werden erst ab 2027 erwartet. Wesentlich bedeutender ist, dass mit der Übernahme neue Technologie ins Haus kommt. Die NiDAR-Technologie gilt als hoch innovativ und zukunftsweisend. Somit können jetzt alle Arten der Abwehrsysteme angeboten werden. Das bedeutet einen gravierenden Wettbewerbsvorteil. Darunter könnte auch DroneShield leiden.

Unabhängig von diesem Kauf ist die Aktie mittlerweile wieder sehr hoch bewertet. Das aktuelle Kursniveau ist gleichzeitig ein neues Allzeithoch. Ich gehe davon aus, dass die Volatilität sehr hoch bleiben wird. Unter diesem Aspekt dürften regelmäßige Gewinnmitnahmen vorteilhaft sein.

Momentan erwarte ich eher eine Korrektur als einen weiteren Kursanstieg. Es kommt jetzt auf das vierte Quartal an. Mit der Bekanntgabe des letzten Quartalsberichtes wurde die Umsatzprognose um 22,4% reduziert – erwartet wird ein Jahresumsatz von nur noch 80 Millionen US$. Wird dieser Wert nicht erreicht, droht ein erneuter Kurssturz.

Mein Fazit: Trotz der mittelfristig guten Aussichten, droht kurzfristig die Gefahr einer stärkeren Korrektur.

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ℹ️ Electro Optic Systems in Kürze

  • Electro Optic Systems Holdings (WKN: 580850), kurz EOS, entwickelt und produziert Produkte mit fortschrittlichen elektrooptischen Technologien für die Luft- und Raumfahrt sowie für die Verteidigung.
  • Das Segment Raumfahrtsysteme entwickelt Bodenprodukte für den australischen und internationalen Raumfahrtmarkt. Das Segment Verteidigungssysteme entwickelt, fertigt und vertreibt fortschrittliche Feuerleit-, Überwachungs- und Waffensysteme für zugelassene Militärkunden.
  • Der Hauptsitz ist im australischen Symonston. Die Produkte werden weltweit vertrieben.
  • Die Aktie wird an der Australian Securities Exchange in Sydney gehandelt und ist rund 1,2 Milliarden €.
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