BayWa-Aktie: Kommt 2026 die Kursverdoppelung?

CEO-Rauswurf

Der BayWa-Aktie gelang ein bärenstarker Start ins neue Börsenjahr. Seit Jahresbeginn ist das Papier des bayerischen Agrar-Mischkonzerns bereits mit fast +25% im Plus. Gibt es gute Nachrichten in Bezug auf die Sanierung der BayWa und können Anleger mit einer Fortsetzung der Kursrallye rechnen?

Der Chef muss gehen

Bei der BayWa knirscht es nach wie vor gewaltig im Gebälk, genauer gesagt im Management. Zum Wochenbeginn gab der bayerische Mischkonzern die Trennung vom Vorstandsvorsitzenden Frank Hiller bekannt.

Offiziell wird zwar von einer „einvernehmlichen“ Trennung gesprochen, inoffiziell dürfte es sich allerdings um einen Rauswurf handeln. Bemerkenswert ist, dass Hiller sein Amt lediglich sieben Monate lang innehatte.

Grund für den Abgang von Hiller sind laut Konzernangaben „unterschiedliche Auffassungen über die mittel- bis langfristige Strategie“. Seit Monaten ist bekannt, dass die geteilte Führung zwischen ihm und dem neuen Sanierungsvorstand Michael Baur Probleme bereitet.

Laut Wunsch des Aufsichtsrates sollte Baur die Sanierungsmaßnahmen der BayWa leiten, während Hiller die Neuaufstellung des zukünftigen Kerngeschäfts verantwortet. Offenbar kam es zwischen den beiden Alphamännern aber zu größeren Reibereien.

Interessant finde ich übrigens die Nachricht, dass der Aufsichtsrat vorerst keinen neuen Vorstandsvorsitzenden berufen wird. Hillers Aufgaben werden unter den verbliebenen drei Vorständen aufgeteilt.

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Die Sanierung kommt voran

Am Kurs der BayWa soll sich durch Hillers Abgang nichts ändern. Die Sanierung wird laut Unternehmensinformationen nach Plan fortgesetzt.

Dieser sieht vor, dass die Sanierung bis 2028 abgeschlossen ist. In den kommenden drei Jahren soll die BayWa wieder auf einen auf Deutschland fokussierten Agrarhandelskonzern gesund geschrumpft werden.

Alle Randaktivitäten und Auslandsgeschäfte sollen in diesem Zusammenhang veräußert werden. Mit dem Verkauf der niederländischen Agrarhandelstochter Cefetra für rund 125 Millionen € gelang der BayWa Ende 2025 bereits ein bedeutender Schritt in dieser Richtung.

Damit kommt der Abbau des riesigen Schuldenbergs des bayerischen Konzerns voran. Von Mitte 2024 bis Mitte 2025 konnte die BayWa ihre Verschuldung um über 1 Milliarden € reduzieren. Zur Jahresmitte betrug die Nettoverschuldung aber immer noch mehr als 4 Milliarden €.

Noch kein nachhaltiger Aufschwung

Die BayWa-Aktie befindet sich seit Ende Dezember in einem steilen Aufwärtstrend. Am Montagmorgen scheiterte sich allerdings an ihrem bisherigen Jahreshoch vom 5. Januar. Für einen nachhaltigen Kursaufschwung muss die Aktie wieder auf das Kursniveau von 4,30 € klettern.

Optimismus für einen systemrelevanten Konzern

Das deutsche Analysehaus Baader Helvea Equity Research zeigt sich zum Jahresbeginn optimistisch in Bezug auf die weitere Kursentwicklung der BayWa-Aktie. Die Baader-Analysten sehen das Kursziel bei 6 €. Das entspricht einem Upside von fast +80%.

Auch ich bin optimistisch gestimmt, was die Performance der BayWa-Aktie anbelangt. Ich gehe davon aus, dass die Sanierung des Konzerns auch im laufenden Jahr Fortschritte machen wird.

Ein Scheitern der Sanierung ist vor allem in politischer Hinsicht nicht vorstellbar. Als Käufer von Getreideernten und Verkäufer von Saatgut und landwirtschaftlicher Ausrüstung ist die BayWa vor allem in Süd- und Ostdeutschland ein systemrelevantes Unternehmen. Markus Söder und seine Kollegen aus anderen Bundesländer werden ein Auge darauf haben, dass die BayWa wieder zu einem erfolgreichen Konzern wird.

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ℹ️ BayWa in Kürze

  • Die bayerische BayWa AG ist ein international tätiges Handels- und Dienstleistungsunternehmen. Schwerpunkte der Handelsaktivitäten sind der Agrarbereich sowie der Handel mit Solarmodulen und Solarparks.
  • Der Münchener Konzern betreibt seine Geschäfte überwiegend in Deutschland, Österreich und Osteuropa. Insgesamt hat der Konzern inklusive Franchise- und Partnerfirmen mehr als 3.000 Vertriebsstandorte in 16 europäischen Ländern.
  • Die im SDAX gelistete Aktie wird aktuell mit rund 350 Millionen € bewertet.
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