Puma-Aktie +9%: Wird die deutsche Raubkatze nun Chinesin?

Neue Übernahmegerüchte

Die Puma-Aktie setzte am Donnerstag zu einem Kurssprung von +9% an und auch am Freitagmorgen ist der Kurs des deutschen Sportartikelkonzerns leicht im Plus. Was gibt der deutschen Raubkatze neue Kraft und ist der schwer angeschlagene Konzern ein Investment wert?

stock.adobe.com/Andreas Prott

Der Übernahmekrimi geht in die nächste Runde

Der seit Monaten schwelende Übernahmekrimi rund um Puma geht in die nächste Runde. Nach Berichten der Nachrichtenagentur Reuters hat der chinesische Sportartikelgigant Anta Sports bereits vor Wochen der französischen Eigentümerfamilie Pinault bzw. deren Investmentholding Artemis, die rund 29% der Puma-Aktie hält, ein Übernahmeangebot unterbreitet.

Details dieses Angebots wurden bislang nicht bekannt. Die Börse rätselt deshalb, welche Übernahmeprämie die Chinesen bereit sind zu bezahlen. Dass es einen Aufschlag gegenüber dem aktuellen Kurs der Puma-Aktien geben wird, ist wohl ziemlich wahrscheinlich, und zwar aus zwei Gründen.

Erstens: Die Artemis-Holding leidet unter einer hohen Verschuldung, weshalb ein Verkauf der Puma-Aktien dringend benötigtes Geld in die Kassen spülen würde. Bereits vor Monaten hat Artemis klar gemacht, dass der deutsche Sportartikelhersteller nicht mehr als strategische Beteiligung ansehen wird.

Zweitens: Die Familie Pinault hat mit ihrem Investment in Puma ziemlich ins Klo gegriffen (um das mal weniger nett zu formulieren). Gerüchten zufolge erwartet sie sich eine Bewertung der Puma-Aktie von 40 €, also zwei Drittel mehr als der aktuelle Kurs.

Genau der richtige Käufer

Anta Sports ist meiner Meinung nach zum jetzigen Zeitpunkt genau der richtige neue Eigentümer für den angeschlagenen deutschen Sportkonzern. Die Chinesen haben in der Vergangenheit bereits mehrmals bewiesen, wie gut sie in der Sanierung strauchelnder westlicher Marken sind.

So schaffte es Anta Sports erfolgreich, die berühmte Outdoor-Marke Jack Wolfskin wieder auf Kurs zu bringen. Und auch die Restrukturierung von Amer Sports mit bekannten Marken wie Salomon und Wilson glückte den Chinesen.

Puma könnte der nächste große Turnarournd-Coup von Anta Sports werden. Die Deutschen könnten zweifellos massiv vom Knowhow der Chinesen profitieren.

Weg vom 10-Jahrestief

Charttechnisch hat sich die Lage der Puma-Aktie zuletzt deutlich verbessert. Nachdem der MDAX-Titel Ende November auf ein neues 10-Jahrestief bei knapp über 15 € gefallen war, schaffte er einen starken Rebound. Inzwischen notiert die Puma-Aktie wieder auf ihrem 6-Monatshoch bei 24,50 €.

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Diese Investment garantiert Hochspannung

Die Puma-Aktie ist derzeit der wahrscheinlich spannendste Turnaround- bzw. Übernahme-Case unter den großen deutschen Unternehmen. Grundsätzlich halte ich es für ein gutes Zeichen, dass bislang so wenig über die geplante Übernahme durch Anta Sports an die Öffentlichkeit gelangte. Es könnte bedeuten, dass sich der chinesische Konzern mit den französischen Eigentümern bald handelseinig wird.

Einfach wird das jedoch nicht. Die Preisvorstellungen der beiden Parteien dürften stark auseinander gehen.

Für Anleger, die ihr Geld gerne ein wenig „spannender“ anlegen wollen, ist die Puma-Aktie in meinen Augen ein hochspannendes Investment. Allen anderen Anlegern rate ich, besser an der Seitenlinie zu verharren. Sollte der Deal mit Anta Sports scheitern und sich der Turnaround von Puma hinziehen, könnte die Puma-Aktie sogar auf ein neues 20-Jahrestief fallen.

ℹ️ Puma in Kürze

  • Die Puma SE (WKN: 696960) ist neben Adidas der führende deutsche Hersteller von Sportartikeln. Das Unternehmen bietet seinen Kunden eine breite Palette aller möglichen Sportutensilien in verschiedenen Sportarten.
  • Neben dem Hauptsitz im bayerischen Herzogenaurach unterhält Puma Produktionsstätten in mehr als 25 Ländern: Die Produkte werden in über 105 Ländern weltweit vertrieben.
  • Das Unternehmen ist im MDAX gelistet. Die Marktkapitalisierung beträgt knapp 3,7 Milliarden €.
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