CrowdStrike-Aktie: Neue Kurshochs 2026?

Weiter kaufenswert
Redaktion

Die Aktie von CrowdStrike hat nach einem schwierigen Jahr ihre Widerstandskraft eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Trotz zwischenzeitlicher Rückschläge bleibt der Titel für viele Anleger ein Gradmesser dafür, wie stark sich führende Cybersecurity-Unternehmen langfristig am Markt behaupten können.

stock.adobe.com/4AXY

Noch bevor ein weltweiter IT-Ausfall CrowdStrike im Juli 2024 schlagartig ins Rampenlicht rückte, schien der Aktienkurs nur eine Richtung zu kennen: nach oben. Nach dem Vorfall wuchsen jedoch die Sorgen, dass Entschädigungszahlungen und Folgekosten die Ergebnisse über längere Zeit belasten könnten. Diese Befürchtungen erwiesen sich als überzogen. Bis zum Jahresende erholte sich die Aktie vollständig und erreichte erneut frühere Höchststände. Nach einer weiteren starken Entwicklung im Jahr 2025 verlor die Dynamik zuletzt etwas an Schwung. Aktuell notiert das Papier rund 20 Prozent unter seinem Allzeithoch vom November 2025. Zum Beginn des neuen Jahres stellt sich damit die Frage, ob CrowdStrike erneut den Gesamtmarkt schlagen kann oder sich dem schwächeren Trend vieler Softwarewerte anschließt.

Ein selbstverstärkendes Geschäftsmodell als Fundament

Der zentrale Wettbewerbsvorteil von CrowdStrike liegt in einem sich selbst verstärkenden Kreislauf, der mit jedem neuen Tag an Kraft gewinnt. Mit jedem zusätzlichen Kunden wächst die Menge an sicherheitsrelevanten Daten exponentiell. Diese fließen in Echtzeit in die Bedrohungsanalysen ein und verbessern kontinuierlich die zugrunde liegenden Algorithmen. Durch die cloudbasierte Architektur entsteht ein klassischer Netzwerkeffekt, bei dem jeder neue Nutzer den Wert der Plattform für alle anderen erhöht.

Inzwischen hat CrowdStrike eine Größenordnung erreicht, bei der Skaleneffekte voll zum Tragen kommen. Der Wechsel zu einem anderen Anbieter wird für Kunden zunehmend unattraktiv. Ist der Falcon-Agent erst einmal auf Endgeräten oder in der Cloud-Infrastruktur installiert, entsteht mit jeder zusätzlichen Nutzung eines Moduls ein immer vollständigeres Bild der Sicherheitslage. Dieser Umstand fördert die Ausweitung der Zusammenarbeit. Mit der Integration von Künstlicher Intelligenz in Form des Agenten Charlotte AI sollen Sicherheitszentren künftig schneller und effizienter auf Bedrohungen reagieren können. Das stärkt die Kundenbindung, rechtfertigt steigende Abonnementpreise und führt zu wachsenden Vertragsvolumina.

Darüber hinaus verfügt CrowdStrike über strukturelle Vorteile im Vertrieb. Diese Kombination aus wachsender Kundenzahl, intensiverer Nutzung bestehender Module und zunehmender Preissetzungsmacht bildet die Grundlage für anhaltend hohe zweistellige Wachstumsraten bei den wiederkehrenden Umsätzen.

Wachstum durch neue Unternehmenskunden

Nachhaltiges Gewinnwachstum beginnt mit einer wachsenden Kundenbasis. Als reiner Anbieter von Cybersecurity-Software richtet sich CrowdStrike vor allem an Unternehmen, die ihre Endgeräte schützen möchten. Genau in diesem Segment liegt die historische Stärke des Unternehmens. Heute gilt CrowdStrike als einer der führenden Anbieter im Bereich Endpunktsicherheit.

Die Einführung der Lösung ist für Kunden vergleichsweise einfach. Ein einzelner Agent wird auf Geräten wie Laptops, Smartphones oder Servern installiert und verbindet diese mit der Falcon-Plattform. Dieser Ansatz ermöglicht Prävention, Erkennung und Reaktion auf Bedrohungen aus einer Hand.

Der Agent fungiert dabei als Sensor, der kontinuierlich Daten sammelt. Die eigentliche Analyse erfolgt jedoch in der Cloud. Dadurch werden lokale Ressourcen geschont und Leistungsprobleme vermieden. Für Kunden zeigt sich der Nutzen unmittelbar, da eine größere Datenbasis in der Regel zu weniger Sicherheitsvorfällen führt.

Gerade in diesem frühen Stadium des Kundenkontakts wächst die Nutzerzahl besonders schnell. Gleichzeitig steigen die Ausgaben pro Mitarbeiter für Endpunktsicherheit kontinuierlich. Die zunehmende Vernetzung, eine wachsende Zahl an Geräten und immer komplexere Bedrohungen machen entsprechende Schutzlösungen unverzichtbar.

Ein Datenfundament mit globaler Reichweite

Sobald die Agenten aktiv sind, senden sie fortlaufend Telemetriedaten an die CrowdStrike-Cloud. Dazu zählen Informationen über Programmstarts, Anmeldevorgänge oder Netzwerkverbindungen. Mit jeder neuen Installation wird der Datenpool umfangreicher und vielfältiger, über Branchen und Regionen hinweg.

Diese Daten werden von Algorithmen analysiert, die täglich Millionen von Signalen auswerten. Je größer die Datenmenge, desto präziser werden die Modelle zur Bedrohungserkennung. Genau hier liegt der entscheidende Vorteil eines cloudbasierten Ansatzes. Selbst lokal begrenzte Angriffe lassen sich so global erkennen, analysieren und innerhalb von Sekunden mit aktualisierten Schutzmechanismen bekämpfen, ohne manuelle Eingriffe oder zeitaufwendige Updates.

Mehr Module, mehr Wertschöpfung

Hat ein Unternehmen erst einmal die Endpunktsicherung von CrowdStrike im Einsatz, folgt häufig die Ausweitung auf weitere Module. Ein zentraler Treiber ist die zunehmende Konsolidierung von Anbietern. Unternehmen verabschieden sich von vielen isolierten Einzellösungen und setzen stattdessen auf wenige umfassende Plattformen.

CrowdStrike profitiert davon besonders stark, da sämtliche Sicherheitsfunktionen auf einem einzigen Agenten basieren. Die Erweiterung um zusätzliche Module ist dadurch reibungslos möglich. Neben Endpunktschutz bietet die Falcon-Plattform unter anderem Cloud-Sicherheit, Identitätsschutz und moderne SIEM-Funktionen.

Der strategische Vorteil liegt in der Zusammenführung aller sicherheitsrelevanten Daten. Statt isolierter Warnmeldungen entsteht ein zusammenhängendes Bild eines Angriffsverlaufs. Je mehr Module im Einsatz sind, desto besser lassen sich Zusammenhänge erkennen und Gegenmaßnahmen koordinieren. Dieses Konzept der erweiterten Erkennung und Reaktion verbessert die Effizienz der Sicherheitsprozesse erheblich.

Beschleunigung durch steigende Nutzung

Mit jeder zusätzlichen Modulnutzung wächst nicht nur der Mehrwert für den Kunden, sondern auch der Datenbestand, den CrowdStrike zur Weiterentwicklung seiner Algorithmen nutzen kann. Dieser Kreislauf verstärkt sich kontinuierlich. Die steigende Anzahl genutzter Module pro Kunde unterstreicht diese Entwicklung eindrucksvoll.

Das adressierbare Marktvolumen wird derzeit auf rund 140 Milliarden US-Dollar geschätzt und soll sich bis 2030 mehr als verdoppeln. Ein wesentlicher Impuls kommt dabei von Falcon Flex. Dieses Modell erlaubt Kunden, ein festgelegtes Budget flexibel auf verschiedene Module zu verteilen, ohne sich langfristig festzulegen. Die niedrigere Einstiegshürde erleichtert das Ausprobieren neuer Funktionen und fördert die Nutzung mehrerer Module.

Was zunächst als Vertrauensmaßnahme nach dem Vorfall im Jahr 2024 gedacht war, entwickelte sich zu einem strategischen Erfolgsfaktor. Die Modulnutzung nahm deutlich zu, und die wiederkehrenden Umsätze pro Kunde beschleunigten sich spürbar.

Künstliche Intelligenz als Produktivitätsmotor

CrowdStrike setzt seit Jahren auf den Einsatz fortschrittlicher KI-Modelle. Sämtliche Daten fließen in ein System, das auf maschinellem Lernen basiert. Mit Charlotte AI wird diese Technologie direkt für Anwender nutzbar gemacht.

Der KI-Agent interpretiert Sicherheitsdaten, erklärt Bedrohungen und schlägt konkrete Gegenmaßnahmen vor. Routineaufgaben in Sicherheitszentren werden automatisiert, Warnmeldungen priorisiert und Fehlalarme reduziert. Durch natürliche Sprachverarbeitung lassen sich Abläufe deutlich effizienter gestalten.

In den vergangenen Jahren wurde der Funktionsumfang schrittweise erweitert. Aus einfachen Automatisierungen entwickelten sich zunehmend eigenständige Arbeitsabläufe. Perspektivisch soll Charlotte AI in der Lage sein, Bedrohungen vorausschauend zu erkennen und selbstständig zu reagieren, gestützt durch kontinuierliches Feedback.

Bewertung im Branchenvergleich

Ein Blick auf die Bewertung zeigt, dass CrowdStrike im Vergleich zu anderen Cybersecurity-Unternehmen mit einem deutlichen Aufschlag gehandelt wird. Hohe Investitionen, zusätzliche Qualitätskontrollen und der Ausbau flexibler Vertragsmodelle belasten derzeit die Profitabilität.

Objektiv betrachtet ist die Bewertung ambitioniert. Dennoch erscheint sie vor dem Hintergrund der langfristigen Wachstumsperspektiven nachvollziehbar. Mit der Zunahme KI-gestützter Angriffe wird der Bedarf an leistungsfähigen Sicherheitslösungen weiter steigen. Nur wenige Anbieter verfügen über eine vergleichbare Datenbasis und Erfahrung, um Bedrohungen weltweit effektiv zu bekämpfen.

Risikofaktoren im Blick behalten

Operativ bleibt das Risiko weiterer interner Ausfälle bestehen. Ein erneuter Vorfall könnte das Vertrauen der Kunden nachhaltig beschädigen und das Wachstum bremsen. Auf Wettbewerbsebene stellt insbesondere Microsoft eine ernstzunehmende Herausforderung dar, da Sicherheitsfunktionen zunehmend direkt in bestehende Unternehmenssoftware integriert werden.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist die Bewertung selbst. Sollten sich die fundamentalen Kennzahlen schneller abschwächen als erwartet, droht eine deutliche Korrektur des Aktienkurses.

Langfristige Perspektive überzeugt

CrowdStrike nimmt eine herausragende Stellung im Cybersecurity-Markt ein. Die Kombination aus cloudbasierter Plattform, starken Netzwerkeffekten und hoher Kundenbindung schafft ein robustes Fundament für weiteres Wachstum.

Auch wenn die Aktie mit einem Bewertungsaufschlag gehandelt wird, spricht das Geschäftsmodell für eine langfristige Attraktivität. Geduldige Anleger könnten selbst auf dem aktuellen Kursniveau von der strukturellen Stärke des Unternehmens profitieren.

Ein Überspringen des letztjährigen Kurshochs von 566,90 US-Dollar halten wir noch im laufenden Jahr für realistisch.

Tipp: Sichere Dir jetzt unseren kostenlosen Report „KI-Gewinner 2026“, um in diesem Jahr auf das richtige Pferd zu setzen!

ℹ️ CrowdStrike in Kürze

  • CrowdStrike Holdings (WKN: A2PK2R) ist ein US-amerikanischer Cybersecurity-Spezialist mit Hauptsitz im kalifornischen Sunnyvale.
  • Kerngeschäft des Unternehmens sind die Aufklärung über Bedrohungen, der Schutz von Endgeräten und Reaktionsdienste auf Cyberattacken.
  • In der Vergangenheit war CrowdStrike an der Analyse und Aufklärung verschiedener Hackerangriffe beteiligt.
  • CrowdStrike ist Mitglied im US-Technologieindex Nasdaq 100 und aktuell ca. 121 Milliarden US$ wert.
Zugehörige Kategorien: Tech-Aktien