BayWa-Aktie: Auch das noch
Die BayWa-Aktie hat schwierige Zeiten hinter sich, konnte sich seit dem Tief im Dezember mit rund 2,40 € jedoch wieder deutlich erholen. Am Donnerstag verliert sie aktuell leicht und steht bei 3,20 €. Jetzt sorgen neue Nachrichten für Unruhe. Was bedeutet das für die Aktie?
Führungsprobleme aufgetreten
Das Unternehmen veröffentlichte folgende Pflichtmitteilung:
Der Aufsichtsrat der BayWa Aktiengesellschaft hat heute in einer Sitzung über eine zukünftige personelle Ausrichtung des Vorstands ergebnisoffen beraten. Die Gesellschaft wird den Kapitalmarkt und die Öffentlichkeit über den Fortgang der Beratungen des Aufsichtsrats entsprechend den rechtlichen Anforderungen informieren.
Obwohl diese Nachricht eigentlich nichtssagend ist, beinhaltet sie dennoch einiges an Sprengstoff. Nachdem das ehemalige Management abgelöst worden war, begann die personelle Suche für einen Neuanfang.
Ende 2024 wurde der Sanierungsexperte Michael Baur verpflichtet, er besitzt eine hohe Expertise in diesem Bereich. Im März 2025 wurde der neue CEO Frank Hiller verpflichtet. Beide arbeiteten den Sanierungsplan bis Ende 2028 gemeinsam aus. Die Idee des Aufsichtsrates war es, dass beide als Tandem die Restrukturierung des Konzerns leiten.
Die Realität sieht oftmals jedoch anders aus. Laut Medienberichten gibt es zwischen diesen beiden Führungspersonen erhebliche Reibereien. So sollen Streit um Zuständigkeiten und erhebliche Meinungsverschiedenheiten den Alltag bestimmen.
Der Aufsichtsrat scheint sich mit diesem Thema zu befassen, daher auch diese Pflichtmitteilung. Folgende Möglichkeiten bestehen: Es kommt zu einer klaren Aufteilung der Zuständigkeiten. Die zweite Möglichkeit ist, dass einer gehen muss.
So oder so, der Konzern ist in seinen Sanierungsbemühungen beschädigt. Wichtig für Anleger ist, dass alle an einem Strang ziehen und eine klare Marschrichtung einschlagen. Es bleibt jetzt abzuwarten, was hier passiert.
Wichtige Etappenziele erreicht
Ende Dezember wurde der Verkauf von Cefetra gemeldet. Nachdem der erste Verkauf mangels Finanzierung ausfiel, wurde die Tochtergesellschaft erfolgreich an einen Investor verkauft. Der Abschluss soll im ersten Quartal erfolgen.
Der Verkaufserlös liegt bei 125 Millionen € und soll in zwei Etappen fällig werden. Neben einem Liquiditätszufluss von 62 Millionen € werden durch den Verkauf die Schulden um 600 Millionen € reduziert.
Auch vorher wurden mehrere Tochtergesellschaften abgestoßen. Ziel der neuen Strategie ist es, die Schulden bis Ende 2028 auf 1,3 Milliarden € zu senken. Der Konzernumsatz soll dann bei rund 10 Milliarden € liegen.
Was bedeutet das für die Aktie?
Streitereien in der Führungsebene sind generell kein gutes Zeichen und verschrecken die Anleger. In der Situation von BayWa ist das besonders heikel. In einer Phase, in der es um das Vertrauen der Aktionäre und möglichen Anleger geht, ist das kontraproduktiv. Es bleibt zu hoffen, dass hier schnell für Klarheit gesorgt wird.
Insgesamt ist das Unternehmen auf einem guten Weg und dürfte die Sanierung auch erfolgreich weiterführen. Zuletzt sprang die Aktie von 2,40 auf bis zu 3,45 €. Dass bei solchen Anstiegen Gewinne mitgenommen werden, ist normal.
Dass die Aktie durch diese Nachricht keinen allzu großen Verlust hinnehmen musste, zeigt, dass die wirtschaftlichen Aspekte die personellen Querelen überlagern. Dennoch muss das Problem schnellstmöglich gelöst werden.
Ich bin bezüglich der neuen Strategie weiterhin zuversichtlich und erwarte mittelfristig wieder Kurse von 5 €. Der Kursverlauf wird jedoch durch eine hohe Volatilität geprägt sein.
Mein Fazit: Das dürfte nicht die einzige positive Nachricht bleiben. Die Aktie wird wieder interessanter.
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ℹ️ BayWa in Kürze
- Die bayerische BayWa AG ist ein international tätiges Handels- und Dienstleistungsunternehmen. Schwerpunkte der Handelsaktivitäten sind der Agrarbereich sowie der Handel mit Solarmodulen und Solarparks.
- Der Münchener Konzern betreibt seine Geschäfte überwiegend in Deutschland, Österreich und Osteuropa. Insgesamt hat der Konzern inklusive Franchise- und Partnerfirmen mehr als 3.000 Vertriebsstandorte in 16 europäischen Ländern.
- Die im SDAX gelistete Aktie wird aktuell mit rund 335 Millionen € bewertet.