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Stabilus-Aktie: Ist die Kurserholung nachhaltig?

Prognose angepasst
Die Stabilus-Aktie befindet sich seit Anfang 2024 in einem anhaltenden Abwärtstrend und erreichte Anfang des Jahres mit 13,50 € ihren bisherigen Tiefpunkt. Mittlerweile konnte sich die Aktie wieder etwas erholen. Am Freitag notiert sie aktuell bei etwa 16,50 €. Hier stellt sich die Frage: Ist damit ein Wendepunkt erreicht?

Schwache Konjunktur belastet

Geopolitische Konflikte führten zuletzt zu erheblichen Verwerfungen in der Industrie. Das gilt insbesondere für den Iran-Konflikt. Unter den gestiegenen Kosten leiden sowohl viele Konsumenten als auch zahlreiche Unternehmen.

Das gilt auch für Stabilus. Der Umsatz ging in den ersten neun Monaten zurück. Vorerst dürfte sich daran wenig ändern.

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Prognose konkretisiert

Vor diesem Hintergrund konkretisierte das Unternehmen seine Jahresprognose.

Beim Umsatz wird mit 1,15 Milliarden € ein Wert im unteren Bereich der bisherigen Prognosespanne von 1,1 bis 1,3 Milliarden € erwartet.

Bei der bereinigten EBIT-Marge werden mit 10% ebenfalls nur noch Werte am unteren Ende der bisherigen Spanne von 10 bis 12% erwartet.

Beim Free Cashflow wird innerhalb der bisherigen Prognosespanne von 80 bis 110 Millionen € nun mit rund 90 Millionen € gerechnet.

Die Anpassung sollte allerdings nicht überbewertet werden. Die prognostizierten Werte liegen weiterhin innerhalb der ursprünglich kommunizierten Bandbreiten. Zudem führt die schwierige konjunkturelle Lage auch bei anderen Unternehmen zu entsprechenden Anpassungen.

Rückläufige Finanzkennzahlen

Die konkretisierte Prognose basiert auf der rückläufigen Geschäftsentwicklung.

In allen Segmenten und Regionen ist ein Umsatzrückgang festzustellen. Der Konzernumsatz sank in den ersten neun Monaten um 8,6% auf 896 Millionen €.

Das wirkte sich auch auf die operative Ertragslage aus. Das bereinigte EBIT reduzierte sich von 108,6 auf 95,6 Millionen €. Die bereinigte EBIT-Marge sank geringfügig von 11,1 auf 10,7%.

Im Hinblick auf die insgesamt schwierige wirtschaftliche Lage sind die Zahlen dennoch als solide zu bezeichnen.

Bewertung

Das Unternehmen hat im zweiten Quartal wichtige Maßnahmen umgesetzt. So wurden fünf Tochtergesellschaften für 79,2 Millionen € an den Finanzinvestor VMC Group verkauft. Der Verkaufserlös soll zur Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten verwendet werden.

Darüber hinaus wurde eine Kreditlinie bis Juni 2029 vereinbart. Die Nettoverschuldungsquote soll auf das 3,9-Fache des EBIT sinken.

Wichtig ist zudem, dass das Unternehmen aktiv eine Restrukturierung durchführt. Ziel ist es, die Profitabilität nachhaltig zu verbessern.

Die reduzierte Dividende von 0,35 € entspricht auf dem aktuellen Kursniveau einer Rendite von rund 2,1%. Das ist weiterhin ein solider Wert.

ℹ️ Stabilus in Kürze

  • Die Stabilus SE (WKN: STAB1L) mit Sitz in Koblenz ist ein international tätiger Konzern in der Bewegungstechnologie.
  • Kernprodukte des Konzerns sind Gasfedern sowie hydraulische Dämpfer für Automobile und Nutzfahrzeuge. Bekanntestes Produkt ist der Lift-O-Mat zur automatischen Öffnung der Heckklappe bei Autos.
  • Die Produkte von Stabilus werden neben der Autobranche auch im Industriebereich verwendet.
  • Stabilus ist Mitglied im deutschen SDAX und aktuell 406 Millionen € wert.

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Fazit

Einen weiteren nachhaltigen Kursanstieg erwarte ich derzeit nicht. Positiv ist jedoch, dass sich die Aktie zuletzt deutlich von ihrem Tiefpunkt erholen konnte.

Ich gehe davon aus, dass sich die Stabilus-Aktie zunächst seitwärts innerhalb einer Range von 14 bis 18 € bewegen wird.

Für einen Neueinstieg sollten Anleger daher zunächst eine Korrektur abwarten.

Hier sei erwähnt: Nicht jede Dividenden-Aktie bietet auch Kurspotenzial – doch einige tun es durchaus. Diese zehn Titel wurden nach beiden Kriterien ausgewählt und könnten 2026 für eine doppelte Rendite sorgen.