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St. George Mining-Aktie: Wird sie mittelfristig eine zweite Almonty?

Seltene Erden weiter gefragt

Das australische Explorationsunternehmen St. George Mining ist durch den Run auf Seltene Erden in den Fokus gerückt. Die St. George Mining-Aktie vervierfachte sich in der Spitze bis auf 0,10 €. Am Freitag verliert sie aktuell -1,4% und steht bei 0,079 €. Lohnt sich jetzt wieder ein Einstieg?

Almonty
stock.adobe.com/Moopingz

Run auf Seltene Erden

Seit dem Handelskrieg zwischen den USA und China beschränkt China den Export von Seltenen Erden und anderen wichtigen Rohstoffen. Dadurch begann in den westlichen Ländern die Suche nach den benötigten Mineralien. Insbesondere die USA fördern die nationale Versorgung massiv durch Abnahmegarantien und Direktbeteiligungen an Unternehmen.

Seltene Erden und wichtige Rohstoffe werden beispielsweise bei der Produktion von Solarzellen, und Produkten der Verteidigung sowie bei modernen Hochtechnologieprodukten benötigt. Niob ist ein wichtiges Legierungselement für die Produktion von Spezialstählen sowie MRT-Magneten.

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Erfolgreiche Bohrungen in Brasilien

Das größte Erforschungsprojekt für Seltene Erden und Niob befindet sich in der brasilianischen Araxá-Region. Das Areal befindet sich vollständig im Besitz des Unternehmens. Zuletzt teilte das Unternehmen mit, dass unabhängige Untersuchungen eine 75%-Erhöhung der Mineralresourcenschätzung (MRE) ergaben.

Ein weiterer Vorteil ist, dass das Vorkommen sich innerhalb der ersten 120 m unter der Erdoberfläche befindet. Somit ist ein Abbau gut möglich, zudem ist die Infrastruktur in dem Gebiet gut. Brasilien ist einer der wichtigsten Produzenten von Niob.

44 Probebohrungen wurden bereits durchgeführt und weitere 50 Bohrungen sollen in Kürze erfolgen. Sollten diese ebenfalls erfolgreich sein, dürfte der Abbau der Erze vielversprechend sein.

Das Unternehmen bereitet sich durch wichtige Partnerschaften auf die Förderung und Produktion vor. So wurden Absichtserklärungen mit Boston Metals und Tecnicas Reunitas abgeschlossen.

Finanziell gut aufgestellt

In der letzten Finanzierungsrunde wurden 72,5 Millionen AU$ (rund 43,5 Millionen €) eingeholt. Davon kamen 22,5 Millionen AU$ von Hancock Prospecting (Investmentgesellschaft der Milliardärin Gina Rinehart) und weitere 50 Millionen AU$ von institutionellen Anlegern. Der Ausgabekurs lag bei 0,10 AU$. Somit ist das Unternehmen für einen längeren Zeitraum durchfinanziert.

Was bedeutet das für die Aktie?

Aktien, die vorher unbekannt waren, sind durch die Exportbeschränkung seitens China in den Vordergrund gerückt. Wichtig ist nur, dass sie auf der Suche nach vielversprechenden Lagern von Seltenen Erden sind. Beginnt dann die Förderung der Mineralien, explodieren deren Kurse; ein Beispiel hierfür ist der Wolframproduzent Almonty.

Im Gegensatz zu Almonty befindet sich St. George Mining allerdings noch in der Explorationsphase. Die MRE-Schätzungen sind vielversprechend, bis zum tatsächlichen Abbau dürfte es jedoch noch eine Weile dauern.

Der zukünftige Erfolg der Aktie hängt im Wesentlichen von den weiteren Ergebnissen der Bohrungen ab. Wenn diese positiv ausfallen und der Abbau beginnt, ist mit einer Kursvervielfachung zu rechnen. Allerdings dürften dann weitere Kapitalerhöhungen kommen, was zu Verwässerungseffekten bei den Altaktionären führt.

Wer hier investiert, sollte eine hohe Risikobereitschaft mitbringen. Neben der Chance auf eine Kursvervielfachung kann es auch zum Totalverlust kommen. Ein direkter Vergleich mit der jetzigen Almonty-Aktie ist wenig sinnvoll. Die Almonty-Aktie zeigt jedoch, welches Kurspotenzial beim Übergang in die Produktionsphase besteht.

Übrigens: Gewisse Rohstoffe entwickeln sich zur geheimen Währung der Rüstungsindustrie – unser Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ stellt zwei Aktien vor, die davon massiv profitieren werden.

ℹ️ St. George Mining in Kürze

  • St. Georg Mining (WKN: A1CZK7) ist ein aufstrebendes australisches Explorationsunternehmen, das sich auf kritische Mineralien für die Energiewende konzentriert, insbesondere auf Seltene Erden (REE) und Niob am Araxá-Projekt in Brasilien.
  • Das Unternehmen führt dort hochgradige Bohrungen durch, meldet signifikante Mächtigkeiten und entwickelt proprietäre Technologien zur Weiterverarbeitung. Das Ziel ist, die Projekte zur Marktreife zu führen. Der Hauptsitz befindet sich in West Perth in Australien.
  • Die Hauptbörse der Aktie ist an der Australian Securities Exchange. In Deutschland ist sie über Tradegate handelbar. Der Unternehmenswert liegt aktuell bei 311 Millionen €.
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