Quelle: ChatGPT

RENK-Aktie: Augsburger Konzern hält Kurs trotz Gegenwind

Test im Abwärtskanal
Konrad Speckmaier
RENK gerät zusammen mit anderen Rüstungswerten unter Druck. Anleger diskutieren aktuell verstärkt, ob die Kurse der gesamten Branche zu weit gefallen sind. Operativ bestätigte der Augsburger Antriebsspezialist zuletzt seine Jahresziele. Charttechnisch nähert sich der Kurs erneut einer Zone, die schon mehrfach für eine Reaktion gesorgt hat.

Sektorweite Nervosität trifft auf robuste Bilanz

Der gesamte europäische Rüstungssektor steckt aktuell in einer Bewertungsdebatte. Rheinmetall, Hensoldt und RENK gerieten am Dienstag gemeinsam unter Druck. Reuters berichtete von Kursverlusten, begünstigt durch einen Ölpreis von über 100 US$ je Barrel und wachsende politische Risikoaufschläge für die Branche.

Die Zahlen zum zweiten Quartal hatten bereits Anfang August für gemischte Reaktionen gesorgt. Der Gewinn je Aktie halbierte sich im Jahresvergleich auf 0,15 €, während der Umsatz leicht um +1,7% auf 353,59 Millionen € zulegte. Am Prognoserahmen für das Gesamtjahr hält der Vorstand fest. Dieser sieht mehr als 1,5 Milliarden € Umsatz und ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen € vor. Auch die geplante Dividende soll von 0,58 auf 0,72 € steigen. Für Lokalkolorit sorgte gestern zudem eine Partnerschaft abseits des Geschäfts. RENK wird ab der Saison 2026/27 Top-Sponsor der Augsburg Panthers.

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Der Chart-Check

Quelle Chart: Tradingview

RENK befindet sich seit dem Hoch im Oktober 2025 in einer leichten Abwärtsbewegung und hat auf der Oberseite zwischen 81,80 und 90,20 € eine Widerstandszone ausgebildet. Durch die anhaltende Schwäche lässt sich sowohl eine Abwärtstrendlinie als auch eine Art Kanal einzeichnen, der als zusätzlicher Rahmen für mögliche Setups dienen kann. Auf der Unterseite liegt ein Supportbereich zwischen 40,50 und 44,00 €, der aktuell erneut angelaufen wurde.

An diesem Level ist in der Vergangenheit öfter Kaufkraft aufgetreten, was für Chancen auf der Oberseite gesorgt hat. Wäre das erneut der Fall und käme es zu einem Signal Richtung Long-Seite. ist das erste Ziel bei den letzten Hochs um 52,00 €, ein Potenzial von rund +24% vom aktuellen Kurs. Ein Ausbruch über die 44,00 € wäre dafür schon ein gutes erstes Signal. Der Fokus richtet sich hier aber nicht nur auf die Zone, sondern auch auf die Struktur. Diese zeigt mit den tieferen Tiefs aktuell eher mehr Druck auf der Unterseite. Hält diese Schwäche an, verschiebt sich der Fokus eher auf die Unterseite. Dann würde der Bereich zwischen 32,10 und 33,60 € erneut für Long-Chancen aktiv werden, dort liegt auch die Unterkante des Trendkanals.

ℹ️ Renk Group AG in Kürze

  • Die Renk Group (WKN: RENK73) mit Hauptsitz in Augsburg ist ein weltweiter Hersteller von Getrieben, Motoren, Hybridantriebssystemen, Federungssystemen für Fahrzeuge, Gleitlagern, Kupplungen und Prüfsystemen.
  • Das Unternehmen baut Spezialgetriebe für Panzer, Fregatten, Eisbrecher und industrielle Anwendungen und ist führender Lieferant von Fahrwerken und Dämpfungssystemen für militärische Ketten- und Radfahrzeuge.
  • Renk produziert an drei Standorten in Deutschland sowie in der Schweiz, Großbritannien und den USA.
  • Renk notiert seit Ende März im Nebenwerteindex MDAX und ist ca. 4,2 Milliarden € wert.

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Konrad Speckmaier

Fazit

Trotz der Bewertungssorgen im Sektor hält RENK an seiner Jahresprognose fest, was grundsätzlich für Substanz unter der aktuellen Kursschwäche spricht. Am Support entscheidet sich jetzt viel. Kommt dort die erwartete Kaufkraft zurück, wäre die 52-Euro-Marke das erste Ziel, als zweites Ziel folgt der Ausbruch über die Trendlinie mit dem Ziel der oberen Widerstandszone. Bleibt dieses Kaufsignal aus, behalten die Verkäufer die Kontrolle und die tiefere Zonen rückt dann für neue Chancen in den Fokus.

Zum Abschluss: Weitere Aktienempfehlungen, bei denen wir noch Potenzial bis zum Jahresende sehen, findest Du in unseren Top-Picks 2026. Schau mal rein!