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Meta Platforms-Aktie: Woher kommt plötzlich dieser Rückenwind?

Starker Aufwärtstrend
Erst Mitte August war die Meta Platforms-Aktie auf ein neues Jahrestief gefallen, doch seitdem drehte die Social Media-Aktie mächtig auf. In den letzten drei Wochen legte der Kurs von Meta um über +20% zu. Was gibt Mark Zuckerbergs Imperium neuen Rückenwind und wird auch er auch anhalten?

Drei positive Entwicklungen

Es sind gleich drei positive Entwicklungen, die die Meta Platforms-Aktie in den letzten drei Wochen befeuerten: der Wegfall juristischer Risiken, starkes Wachstum beim Werbeumsatz und neue KI-Produkte. Der Reihe nach:

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Eine historische Einigung

Die vielleicht wichtigste Entwicklung der jüngsten Vergangenheit war die Beilegung der Regressklagen in den USA. Anfang September einigte sich Meta Platforms mit mehreren US-Bundesstaaten auf einen Milliardenvergleich. Sie hatten dem Social Media-Konzern vorgeworfen, Kinder und Jugendliche mit seinen Angeboten abhängig zu machen und zu wenig vor den Gefahren der Nutzung gewarnt zu haben.

Das Gesamtvolumen des Vergleichs beträgt 17,1 bis 18,0 Milliarden US$, zahlbar gestaffelt über einen Zeitraum von zehn Jahren. Ein Sockelbetrag von 12,1 bis 12,7 Milliarden US$ wird dabei garantiert an die beteiligten Bundesstaaten gezahlt. Rund 30% des Gesamtbetrags des Vergleichs sind daran gekoppelt, ob Konkurrenten wie TikTok, YouTube und Snapchat vergleichbaren Sicherheitsauflagen zustimmen und eigene Zahlungen leisten. Meta versucht damit, einen verbindlichen Branchenstandard zu erzwingen.

Zudem stimmte Meta mehreren Funktionsänderungen auf seinen Social Media-Plattformen zu, um Minderjährige in Zukunft besser zu schützen. Für Facebook und Instagram gilt zukünftig ein kombiniertes Tageslimit von zwei Stunden. Nach 15, 60 und 90 Minuten durchgehendem Scrollen soll es zudem verpflichtende Unterbrechungen geben.

Außerdem werden Feeds zwischen 0 und 6 Uhr morgens gesperrt. Und an Schultagen werden Push-Benachrichtigungen zwischen 8 und 15 Uhr stummgeschaltet.

Auch beim Vergleichsmechanismus werden zusätzliche Einschränkungen eingeführt. So sollen Schönheitsfilter nicht mehr erlaubt sein und Likes bei Minderjährigen ausgeblendet werden.

Die Börse nahm diesen Deal sehr positiv auf. Der Vergleich beseitigt das existenzielle Risiko unkalkulierbarer Strafen und anhaltender Gerichtsverhandlungen in den USA. Zudem bleiben das grundlegende Werbemodell und die Empfehlungsalgorithmen für die kaufkräftige Hauptzielgruppe der Erwachsenen von den Auflagen unangetastet.

Die jährliche Belastung liegt im Schnitt bei rund 1,2 bis 1,7 Milliarden US$. Gemessen an Metas freiem Cashflow sind das Peanuts-Beträge.

Meta überholt Alphabet

Ein zweiter Kurstreiber der letzten Wochen waren Effizienzgewinne durch KI im Werbegeschäft. Metas KI-gestützte Werbeinfrastruktur (Advantage+) und der KI-Empfehlungsagorithmus zeigen große Wirkung.

Die Nutzerverweildauer auf Instagram Reels und Facebook Feeds ist weiter zweistellig gestiegen, was Metas Ad-Engine ein kräftiges Umsatzplus bescherte. Daten von Branchenbeobachtern prognostizieren für 2026 erstmals ein stärkeres Werbeumsatzwachstum bei Meta als bei Alphabet/Google.

Ein neuer KI-Assistent

Und ein dritter Kurstreiber ist derzeit der Rollout neuer KI-Produkte. Neben dem Hochlauf von On-Device- und Feed-Inhalten sorgt der Start des neuen KI-Assistenten „Muse“ für Fantasie an der Börse.

Anders als ein klassischer Chatbot soll Muse selbstständig Aufgaben erledigen können – etwa E-Mails bearbeiten, Reisen buchen oder Einkäufe erledigen. Die ersten Nutzungszahlen sollen laut Meta die Erwartungen deutlich übertroffen haben.

Auf dem Weg zum Jahreshoch?

Die Meta Platforms-Aktie hat in den letzten Wochen bei 540 US$ einen starken Support ausgebildet. Nachdem diese Unterstützung Ende August einem mehrfachen Angriff standhielt, drehte die Aktie stark nach oben.

Nächster Stopp dürfte nun das 3-Monatshoch bei 680 US$ sein. Sollte es fallen, könnte der Kurs sogar in Richtung Jahreshoch bei 740 US$ laufen.

Die Kuh ist vom Eis

Zuletzt habe ich Anleger vor einem Investment in die Meta Platforms-Aktie aufgrund der juristischen Unsicherheit gewarnt. Diese ist nun zumindest in den USA weitgehend vom Tisch. Zwar laufen in einigen Bundesstaaten noch separate Klagen, aber die größte Kuh ist inzwischen vom Eis und Meta Platforms hat einen meiner Einschätzung nach sehr vorteilhaften Vergleich ausgehandelt.

Die neuen Einschränkungen bei der Nutzung seiner Social Media-Plattformen durch Kinder und Jugendliche dürften für den Konzern verkraftbar sein. Sie werden nicht dafür sorgen, dass Facebook und Instragram in Zukunft bei den unter 18-Jährigen an Popularität verlieren.

Einer der ersten KI-Gewinner

Gleichzeitig kann Meta Platforms inzwischen zeigen, dass die Monetarisierung der gigantischen KI-Investitionen bereits erste Früchte trägt. KI verbessert sowohl die Auswahl der Werbung als auch die Wahrscheinlichkeit einer Konversion. So erzielt der Tech-Konzern mehr Anzeigenumsatz pro Nutzer und kann die Werbepreise perspektivisch erhöhen.

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Mit einem Forward-KGV von ist die Meta Platforms-Aktie zudem keineswegs zu hoch bewertet. Die Facebook-Mutter wird im laufenden GJ mit knapp über 20% und im kommenden GJ mit knapp unter 20% wachsen und die Margen von Meta sind zudem nicht in Gefahr.

ℹ️ Meta Platforms in Kürze

  • Meta Platforms (ehemals Facebook) (WKN: A1JWVX) ist ein US-Technologieunternehmen und Mutterkonzern der weltweit größten sozialen Netzwerke Facebook und Instagram.
  • Darüber hinaus gehören auch die Instant-Messaging-Apps WhatsApp und Messenger sowie der Virtual-Reality-Gerätehersteller Meta Quest zu Meta Platforms.
  • Der Konzern hat seinen Sitz im kalifornischen Menlo Park und ist sowohl Mitglied des Nasdaq 100 auch als des S&P 500 Index.
  • Mit einer Marktkapitalisierung von ca. 1,67 Billionen US$ liegt Meta Platforms gegenwärtig auf Platz 10 der wertvollsten Unternehmen der Welt.

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Fazit

Ich glaube, dass die Meta Platforms-Aktie noch weiteres Potenzial hat. Der Social Media-Konzern wird in meinen Augen eines der ersten und erfolgreichsten Unternehmen bei der Monetarisierung der milliardenschweren KI-Investitionen sein.

Meta muss sich dazu kein neues Geschäftsmodell ausdenken. Der Konzern kann mithilfe von KI sein operatives Geschäft noch stärker als bisher personalisieren. Die Werbekunden werden es Meta in Form höherer Preise danken.