Quelle: ChatGPT

Rheinmetall-Aktie nach 18% Kursverlust: Fällt jetzt die 1.000-€-Marke?

Verkaufssignal entfaltet sich
Die Rheinmetall-Aktie setzt ihre Talfahrt fort und hat seit dem Augusthoch inzwischen rund -18% eingebüßt. Bereits in meiner Analyse vom 2. September hatte der Bruch von 1.122 € ein neues Verkaufssignal ausgelöst und Kurse unter 1.000 € zunehmend wahrscheinlich gemacht. Mit aktuell 1.016,80 € rückt diese psychologisch wichtige Marke nun unmittelbar näher. Das damals präferierte Abwärtsszenario entfaltet damit weiter seine Wirkung.

Neue Aufträge, schwache Aktie

Die jüngsten Meldungen aus Nordamerika stehen im deutlichen Kontrast zum schwachen Chartbild. Rheinmetall Canada erhielt einen Auftrag zur Lieferung von Ersatzkomponenten für mobile Bodenstartgeräte der US-Navy, die Auslieferung soll zwischen Ende 2026 und Ende 2028 erfolgen. Wenige Tage zuvor sicherte sich American Rheinmetall zudem erstmals einen Auftrag von Kongsberg zur Fertigung von Komponenten für MCT-30-Türme des ACV-30-Programms der US Marines. Die einzelnen Volumina sind zwar überschaubar, strategisch verbreitert der Konzern damit jedoch seine Position im US-Verteidigungsmarkt.

Auch die übergeordneten Kennzahlen sprechen weiterhin für eine hohe operative Dynamik. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um +39% auf 5,2 Milliarden €, das operative Ergebnis sogar um +74% auf 786 Millionen €. Der Rheinmetall Backlog erreichte 80,5 Milliarden € und lag damit rund +44% über dem Vorjahreswert. Trotz der wegen der gestrichenen F126-Fregatte leicht reduzierten Umsatzprognose erwartet das Management 2026 weiterhin organisches Wachstum von +28 bis +31% sowie eine operative Marge von rund 19%.

In diesem Zusammenhang: Regierungen stocken strategische Rohstoffreserven massiv auf – unser Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ analysiert zwei Aktien, die zu großen Profiteuren werden dürften.

Zur Signallage

Quelle Chart: stock3

Das blaue Präferenzszenario bleibt klar abwärtsgerichtet. Unterhalb von 1.122 € besitzt das aktivierte Verkaufssignal weiterhin Bestand und die 1.000-€-Marke dürfte schon bald erneut unter Druck geraten. Das zentrale Ziel bleibt zunächst der Kreuzsupport bei 946,60 €, wo eine horizontale Unterstützung auf die seit dem Frühjahr steigende Trendlinie trifft. Ein Bruch dieser Zone würde den Abwärtstrend nochmals verschärfen und 900,20 € in den Mittelpunkt rücken. Dort wäre erstmals wieder mit einer stärkeren technischen Gegenreaktion zu rechnen.

Eine nachhaltige Entspannung setzt dagegen deutlich höhere Kurse voraus. Selbst eine Erholung über 1.122 € wäre zunächst nur ein erster Schritt, denn zwischen 1.177 und 1.233,40 € wartet weiterhin eine massive Widerstandszone. Erst deren Rückeroberung würde die aktuelle Abwärtsstruktur ernsthaft infrage stellen und Potenzial bis 1.318,34 € freisetzen. Solange dieser Befreiungsschlag ausbleibt, bleiben die Verkäufer klar im Vorteil.

ℹ️ Rheinmetall in Kürze

  • Rheinmetall (WKN: 703000) ist ein deutscher Rüstungskonzern und Automobilzulieferer mit Sitz in Düsseldorf.
  • Nach Airbus ist Rheinmetall der zweitgrößte deutsche Hersteller von Rüstungsgütern.
  • Schwerpunkte der Waffenproduktion sind militärische Rad- und Kettenfahrzeuge wie Kampf- und Schützenpanzer sowie Munition.
  • Rheinmetall ist Mitglied in den Leitindizes DAX und EuroStoxx 50. Der Börsenwert liegt aktuell bei rund 49 Milliarden €.

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Fazit

Das vor einer Woche aktivierte Verkaufssignal der Rheinmetall-Aktie wird weiter abgearbeitet. Nach rund -18% seit dem Augusthoch dürfte nun zunächst die Marke von 1.000 € fallen, bevor 946,60 € und im erweiterten Szenario 900,20 € interessant werden. Eine zwischenzeitliche Gegenbewegung wäre jederzeit möglich, würde am negativen Gesamtbild aber wenig ändern. Erst oberhalb der Zone zwischen 1.177 und 1.233,40 € bekämen die Bullen wieder ein überzeugendes Argument.

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