IonQ-Aktie +15%: Die klare Nummer 1 im Quantencomputing
Bereits am Dienstag und Mittwoch legte die IonQ-Aktie um über +9% zu und auch am Donnerstagmorgen schießt der Kurs des US-Quantencomputerherstellers um +15% im europäischen Handel nach oben. Hat IonQ mit seinen Zahlen überzeugt und ist es die beste Aktie in der Quanteninformatik?
Die Erwartungen pulverisiert
Die Zahlen für das abgelaufene Quartal und Jahr fielen in der Tat sehr überzeugend aus. IonQ konnte die eigenen Prognosen und die Erwartungen des Marktes förmlich pulverisieren.
Der Umsatz explodierte im vierten Quartal 2025 von 11,7 Millionen US$ im Vorjahr auf aktuell 61,9 Millionen US$. Das ist ein Umsatzwachstum von 430%. Analysten hatten im Vorfeld lediglich ein Wachstum auf 40,4 Millionen US$ auf dem Zettel.
Ebenso positiv war die Ergebnisentwicklung im letzten Vierteljahr. Während Analysten von einem Verlust je Aktie in Höhe von -0,51 US$ ausgingen, lagen die EPS mit -0,20 US$ deutlich niedriger.
Auch die Zahlen für das Gesamtjahr 2025 lesen sich mehr als beeindruckend. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 202% auf 130 Millionen US$. Damit ist IonQ der erste pure-play Quantencomputerhersteller, der in einem Jahr einen dreistelligen Millionenumsatz machte. Der Jahresumsatz lag übrigens um 20% über der unternehmenseigenen Prognose.
Sehr positiv zu werten ist auch die Umsatzaufteilung. 60% des Gesamtumsatzes entfielen auf kommerzielle Kunden und der Anteil des internationalen Geschäfts lag bei 30%.
Und eine ambitionierte Prognose
Auch die Prognose für das laufende Jahr sorgte zweifellos für Begeisterung an der Börse. Für das erste Quartal 2026 peilt IonQ einen Umsatz von 48 bis 51 Millionen US$ an. Im Gesamtjahr 2026 sollen sich die Erlöse auf 225 bis 245 Millionen US$ summieren.
Schwarze Zahlen sind aber noch nicht vom Quantencomputerhersteller zu erwarten. IonQ geht 2026 von einem bereinigten EBITDA-Verlust zwischen -310 und -330 Millionen US$ aus.
Der Quanteninformatikspezialist kann sich das allerdings auch erlauben. IonQ saß zum Jahresende auf einem bequemen Cash-Polster von 3,3 Milliarden US$.
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Eine strategisch bedeutsame Übernahme
Im Rahmen der Zahlenvorlage kündigte IonQ zudem eine Übernahme an, deren strategische Bedeutung kaum zu überschätzen ist. Der Quantencomputerhersteller wird den Chipproduzenten SkyWater Technology für 1,8 Milliarden US$ übernehmen. Für diese Übernahme gibt es zwei wesentliche Gründe:
Zum einen wird IonQ dadurch zu einem vertikal integrierten Unternehmen. Bisher war der Quantencomputerbauer bei der Herstellung seiner Quantenchips auf externe Auftragsfertiger angewiesen. Durch den Kauf der Halbleiter-Foundry SkyWater holt sich IonQ die gesamte Wertschöpfungskette ins Haus, vom Design bis zur Produktion.
Zudem kann IonQ dadurch seine Entwicklung beschleunigen. Die Entwicklungszyklen für neue Prozessoren sollen sich laut Management von neun auf nur noch zwei Monate verkürzen.
Zum anderen zählt die Quantentechnologie in den USA als für die nationale Sicherheit kritische Infrastruktur. SkyWater besitzt den Status einer DMEA-akkreditierten „Trusted Foundry“ der Kategorie 1A. Das macht die kombinierte Firma zum idealen Partner für das US-Verteidigungsministerium und Geheimdienste, da die gesamte Produktion auf US-Boden erfolgt und höchsten Sicherheitsstandards entspricht.
Klare Trendwende
Bei der IonQ-Aktie zeichnet sich ganz klar eine Trendwende ab. Im Februar konnte sie gleich dreimal den Support bei 30 US$ verteidigen und nun geht es in großen Schritten wieder nach oben. Sollte der Widerstand bei 45 US$ geknackt werden, könnte die IonQ-Aktie nun sogar wieder zu ihrem 3-Monatshoch bei 55 US$ hochlaufen.
Der Favorit unter den Quantencomputeraktien
Die IonQ-Aktie ist derzeit mein Favorit unter allen Quantencomputing-Titeln. Das hat schlicht und ergreifend mit der Geschäftsentwicklung des Quantencomputerherstellers zu tun.
IonQ ist derzeit die klare Nummer 1 in der Kommerzialisierung der neuartigen Rechentechnik. Ein Jahresumsatz von weit über 100 Millionen US$ 2025 und weit über 200 Millionen US$ 2026 zeigt, dass diese Technologie inzwischen längst in der unternehmerischen Praxis angekommen ist.
Durch die Übernahme von Skywater verschafft sich IonQ zusätzlich zu den oben genannten Vorteilen noch einen ordentlichen Cashflow aus der Halbleiterproduktion. SkyWater wird als Tochtergesellschaft weiterhin externe Kunden aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und KI bedienen.
Und auch in technologischer Hinsicht gibt IonQ Vollgas. Das Tech-Unternehmen hat seine Ziele für die nächsten Jahre massiv nach oben geschraubt. Bereits 2028 sollen funktionale Tests von Quantenprozessoren mit 200.000 physikalischen Qubits durchgeführt werden. Dies soll über 8.000 logische Qubits ermöglichen – ein Level, das für fehlertolerantes Rechnen steht und für kommerziell relevante Anwendungen, zum Beispiel in der Pharmazie oder Materialforschung, als Durchbruch gilt.
Mit einem Forward-KUV von ca. 5 ist die IonQ-Aktie immer noch sehr ambitioniert bewertet. Aber Anleger kaufen sich hier die Nummer 1 der wahrscheinlich wichtigsten Computertechnik der nächsten Jahre.
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ℹ️ IonQ in Kürze
- IonQ ist ein 2015 gegründetes Quantencomputerunternehmen mit Sitz in College Park im US-Bundesstaat Maryland.
- Das Unternehmen entwickelt einen Allzweckquantencomputer auf Basis von Ionen als Qubits, die mit elektromagnetischen Feldern gefangen und manipuliert werden.
- Diese Computerarchitektur hat nach Ansicht einiger Experten eine Reihe von Vorteilen, wie eine höhere Genauigkeit, eine größere Skalierbarkeit, eine bessere Vorhersagbarkeit und eine längere Kohärenzzeit.
- Die IonQ-Aktie notiert an der New York Stock Exchange und hat eine Marktkapitalisierung von aktuell rund 12,1 Milliarden US$.