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First Solar-Aktie: Die spannendste Kaufchance im Solar-Sektor?

Globaler Stromhunger steigt massiv
Redaktion
First Solar zählt zu den spannendsten Vertretern im Bereich der erneuerbaren Energien. Nach unserem April-Update hatte die Aktie zwischenzeitlich bereits den Kursturbo gezündet und über 50% zugelegt. Dank eigener Technologie, einer starken Produktionsbasis in den USA und langfristigen Wachstumstreibern verfügt das Unternehmen über eine Ausgangslage, die weit über den allgemeinen Ausbau der Solarenergie hinausgeht.

Eigenständige Technologie schafft Wettbewerbsvorteile

First Solar ist weit mehr als ein klassischer Hersteller von Solarmodulen. Im Gegensatz zu den meisten Wettbewerbern setzt das Unternehmen auf die selbst entwickelte Cadmiumtellurid-Dünnschichttechnologie. Hinzu kommt eine vertikal integrierte Fertigung in den USA, die für eine hohe Kontrolle über die Produktion sorgt und langfristig Wettbewerbsvorteile schafft.

Das Unternehmen profitiert von mehreren strukturellen Wachstumstrends. Der weltweit steigende Strombedarf und der Ausbau großer Solarparks erhöhen die Nachfrage nach Solarmodulen kontinuierlich. Gleichzeitig investiert First Solar in neue Technologien, erweitert seine Produktionskapazitäten und verfügt über einen umfangreichen Auftragsbestand. Diese Faktoren bilden die Grundlage für nachhaltiges Umsatz-, Gewinn- und Cashflow-Wachstum.

Quartalszahlen bestätigen langfristigen Wachstumskurs

Die Ergebnisse des zweiten Quartals 2026 unterstreichen die konsequente Umsetzung der Unternehmensstrategie. Fortschritte beim Ausbau der Produktionskapazitäten, technologische Weiterentwicklungen und eine disziplinierte Kapitalallokation bestätigen den langfristigen Wachstumskurs.

Besonders hervorzuheben ist der Auftragsbestand von 45,1 Gigawatt, der für eine hohe Planungssicherheit bei den künftigen Umsätzen sorgt. Gleichzeitig arbeitet das Management daran, die jährliche Produktionskapazität auf rund 25 Gigawatt auszubauen und die Einführung der CuRe-Technologie über sämtliche Produktionsstandorte hinweg voranzutreiben.

Auch die Bilanz bleibt eine Stärke. Mit einer Netto-Cash-Position von rund 1,7 Milliarden US-Dollar ist First Solar finanziell solide aufgestellt und kann seine Investitionsprogramme ohne größere Abhängigkeit von Fremdkapital finanzieren.

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Steigender Stromverbrauch sorgt für Rückenwind

Nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur wird der weltweite Stromverbrauch zwischen 2026 und 2030 jährlich um durchschnittlich 3,6 Prozent steigen. Wesentliche Treiber sind der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz, der Ausbau von Rechenzentren sowie die fortschreitende Elektrifizierung von Industrie, Verkehr und Gebäuden.

Hinzu kommen der wachsende Einsatz von Klimaanlagen, Elektrofahrzeugen und elektronischen Geräten. Moderne Halbleiterfabriken und Produktionsanlagen benötigen ebenfalls erhebliche Mengen elektrischer Energie. Energieversorger investieren daher verstärkt in zusätzliche Erzeugungskapazitäten.

Von dieser Entwicklung profitieren grundsätzlich alle Technologien zur Stromerzeugung. Für First Solar ergeben sich dadurch zusätzliche Wachstumschancen, da der steigende Energiebedarf den Ausbau neuer Kraftwerkskapazitäten erforderlich macht.

Solarparks gewinnen weiter an Bedeutung

Der wachsende Strombedarf erhöht die Nachfrage nach Technologien, die schnell errichtet werden können und zugleich wirtschaftlich arbeiten. Genau hier liegen die Stärken großer Solarparks.

Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur wird Photovoltaik bis 2030 die wichtigste erneuerbare Technologie zur Stromerzeugung bleiben. Auch die US-Energiebehörde erwartet zwischen 2026 und 2027 den Zubau von rund 70 Gigawatt neuer Solarpark-Kapazitäten in den Vereinigten Staaten.

Da First Solar nahezu ausschließlich den Markt für große Solarprojekte beliefert, dürfte das Unternehmen von diesem Trend besonders profitieren.

Technologie und Produktion sichern Marktposition

Das Branchenwachstum allein garantiert noch keinen nachhaltigen Unternehmenserfolg. First Solar hebt sich vor allem durch seine eigene Technologie, die groß angelegte Fertigung sowie die hohe Visibilität künftiger Umsätze von vielen Wettbewerbern ab.

Die firmeneigenen Cadmiumtellurid-Module konkurrieren weniger über den reinen Wirkungsgrad einzelner Module als vielmehr über den langfristigen Energieertrag. Gleichzeitig investiert das Unternehmen kontinuierlich in Forschung und Entwicklung, erweitert seine Produktionskapazitäten und verfügt über einen langfristig abgesicherten Auftragsbestand.

Dadurch ist First Solar weniger abhängig vom intensiven Preiswettbewerb im Solarmodulmarkt als zahlreiche Konkurrenten.

Solide Bilanz ermöglicht weiteres Wachstum

In den vergangenen drei Jahren hat First Solar seine Ertragskraft deutlich verbessert. Mit dem Ausbau der Produktionskapazitäten stiegen sowohl Umsatz als auch Profitabilität erheblich.

Zwischen 2023 und 2025 legte der Umsatz um 57 Prozent zu. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 86 Prozent, während der Nettogewinn um 84 Prozent stieg. Zwar belasteten hohe Investitionen im Jahr 2024 vorübergehend den Kassenbestand, doch bereits 2025 sorgten steigende Gewinne und operative Mittelzuflüsse wieder für eine deutliche Erholung.

Zum Jahresende 2025 verfügte First Solar über eine Netto-Cash-Position von rund 2,2 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig blieb die Verschuldung auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.

Wertschöpfung für Aktionäre im Fokus

Das Unternehmen arbeitet kontinuierlich daran, seine Produktionsprozesse effizienter zu gestalten und Investitionen gezielt einzusetzen. Dadurch dürften sowohl die Produktionsmengen als auch die technologische Leistungsfähigkeit weiter steigen.

Diese Entwicklung schafft eine stabilere Grundlage für zukünftiges Gewinnwachstum und reduziert die Abhängigkeit vom allgemeinen Ausbau der Solarbranche.

Auch der Aktienkurs spiegelt diese Entwicklung wider. Zwischen Ende Juli 2021 und Ende Juli 2026 stieg die Aktie von rund 86 auf etwa 232 US-Dollar. Dies entspricht einem Gesamtzuwachs von rund 170 Prozent beziehungsweise einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von etwa 22 Prozent ohne Berücksichtigung von Dividenden.

Bewertung bietet weiteres Potenzial

Trotz der operativen Fortschritte notiert die Aktie derzeit rund 34 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Gleichzeitig werden die zukünftigen Gewinne an der Börse niedriger bewertet als bei vielen Unternehmen des Sektors.

Sowohl das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis als auch das erwartete Verhältnis von Unternehmenswert zu EBITDA liegen unter dem Branchendurchschnitt. Angesichts des umfangreichen Auftragsbestands, der wachsenden Produktionskapazitäten und der starken Bilanz erscheint diese Bewertung vergleichsweise attraktiv.

Lediglich beim erwarteten Verhältnis von Unternehmenswert zu Umsatz wird First Solar mit einem Aufschlag gegenüber dem Sektor gehandelt. Dies deutet darauf hin, dass der Markt zwar die Qualität des Geschäftsmodells anerkennt, hinsichtlich der langfristigen Gewinnentwicklung jedoch weiterhin vorsichtig bleibt.

Mögliche Neubewertung der Aktie

Sollte First Solar seine operative Entwicklung konsequent fortsetzen, könnte sich die derzeitige Bewertungslücke schrittweise schließen.

Der Auftragsbestand von 45,1 Gigawatt, die Einführung der CuRe-Technologie sowie die hohe finanzielle Flexibilität durch den Netto-Cash-Bestand bilden dafür eine solide Grundlage. Gelingt es dem Unternehmen, die erwarteten Gewinnsteigerungen nachhaltig umzusetzen, könnte neben dem Gewinnwachstum auch eine höhere Bewertung der Aktie zusätzlichen Spielraum eröffnen.

Risiken bleiben ein wichtiger Faktor

Trotz der positiven Perspektiven bestehen weiterhin Risiken. Verzögerungen beim Ausbau der Produktionskapazitäten, Probleme bei der Optimierung der Fertigung oder eine langsamere Einführung neuer Technologien könnten die Margen und das Gewinnwachstum belasten.

Darüber hinaus bleibt die Solarbranche stark von politischen Rahmenbedingungen abhängig. Sollten staatliche Förderprogramme für die US-Produktion reduziert werden, könnte dies die Profitabilität beeinträchtigen.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist das anhaltend hohe Angebot an Solarmodulen. Vor allem aggressive Preisstrategien klassischer Siliziumhersteller könnten den Wettbewerbsdruck erhöhen und die Margen der gesamten Branche belasten.

ℹ️ First Solar in Kürze

  • First Solar (WKN: A0LEKM) ist ein US-Solartechnikunternehmen mit Sitz in Tempe im Bundesstaat Arizona.
  • Das Unternehmen ist auf die Herstellung von Dünnschicht-Solarmodulen spezialisiert und zählt zu den größten Modulherstellern der Welt.
  • Darüber hinaus bietet First Solar ein breites Spektrum an Systemlösungen und Dienstleistungen im Bereich der Photovoltaik an.
  • Das Unternehmen notiert an der Nasdaq und ist derzeit rund 25 Milliarden US$ wert.

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Redaktion

Fazit

First Solar verfügt über eine starke Marktposition, eine solide Bilanz und profitiert von langfristigen Wachstumstrends im Energiesektor. Trotz bestehender Risiken erscheint die aktuelle Bewertung im Verhältnis zu den operativen Perspektiven attraktiv, sodass die Aktie auf lange Sicht weiteres Potenzial bieten könnte.

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