Novo-Aktie: Am Montag müssen diese 3 Antworten kommen!
Wie schnell kehrt das Wachstum zurück?
Operativ hat Novo zuletzt erste Stabilisierungssignale gesendet. Im zweiten Quartal stieg der bereinigte Umsatz währungsbereinigt um +7%, während das bereinigte operative Ergebnis um +11% zulegte. Die Wegovy-Pille erreichte in den USA bis Mitte Juli mehr als 5 Millionen Verschreibungen und führte bei den Patientenneustarts weiterhin den Markt der Markenpräparate gegen Fettleibigkeit an.
Trotzdem erwartet Novo für 2026 währungsbereinigt weiterhin eine Entwicklung von 0 bis -6% bei Umsatz und operativem Ergebnis. Der Kapitalmarkttag muss deshalb vor allem zeigen, wann das Unternehmen wieder nachhaltig wächst. Anleger dürften konkrete Aussagen zur Entwicklung der Wegovy-Pille, zu weiteren internationalen Markteinführungen und zum Konkurrenzdruck durch Eli Lilly erwarten.
Die bisherigen strategischen Ziele sind ausgelaufen. Zwischen 2019 und 2025 hatte Novo den Umsatz mit einer jährlichen Wachstumsrate von 17% auf 309 Milliarden DKK mehr als verdoppelt. Eine Rückkehr zu solchen Raten erscheint unrealistisch, doch bereits ein glaubwürdiger mittelfristiger Wachstumskorridor könnte der Aktie neue Orientierung geben.
Tipp: 3 Trend-Aktien sollest Du jetzt auf dem Zettel haben. Hier geht’s zum Gratis-Report für das Schlussquartal 2026!
Welche Wirkstoffe erhalten künftig Priorität?
Auch bei der Pipeline muss das Management Klarheit schaffen. Allein im zweiten Quartal verbuchte Novo Wertminderungen von 6,3 Milliarden DKK auf immaterielle Vermögenswerte, darunter 4 Milliarden DKK für den Adipositaswirkstoff Monlunabant. Zudem verfehlte die Herz-Kreislauf-Studie ZEUS mit Ziltivekimab ihr Hauptziel.
Novo verfügt weiterhin über mehrere aussichtsreiche Kandidaten. Dazu gehören CagriSema, das bereits für die US-Zulassung eingereicht wurde, sowie Zenagamtide, früher Amycretin genannt, das sowohl als Spritze als auch als Tablette in Phase 3 weiterentwickelt werden soll. Entscheidend ist nun, ob das Management die Investitionen stärker auf wenige erfolgversprechende Programme konzentriert.
Die neue Kooperation mit Orbis Medicine passt dazu. Novo kann für oral einzunehmende Therapien gegen kardiometabolische Erkrankungen bis zu 1,4 Milliarden US$ an Vorab-, Meilenstein- und Lizenzzahlungen leisten. Da die Wirkstoffe noch am Anfang ihrer Entwicklung stehen, entsteht daraus jedoch zunächst kein nennenswerter Umsatzbeitrag.
Echte Top-Rendite: Als Mitglied bei sharedealsPlus profitierst Du von wahren Börsenstars und den richtigen Aktientipps zur richtigen Zeit!
Kann Novo außerhalb von Abnehmpräparaten wachsen?
Einen positiven Impuls liefert Frehemgo gegen Hämophilie A. Der zuständige EMA-Ausschuss hat die Zulassung des Medikaments empfohlen, das je nach Patient monatlich, zweiwöchentlich oder wöchentlich verabreicht werden kann. Nach einer endgültigen Genehmigung soll der erste europäische Marktstart im vierten Quartal erfolgen, die breitere Einführung ist für Anfang 2027 geplant.
Frehemgo könnte das Geschäft mit seltenen Erkrankungen stärken und Novos Abhängigkeit von Diabetes- und Adipositaspräparaten zumindest etwas verringern. Kurzfristig bleibt der Konzern jedoch weiterhin stark vom kommerziellen Erfolg der Wegovy-Produktfamilie abhängig.
Mit einem ausgewiesenen KGV von etwa 11 und einer Dividendenrendite von rund 4,2% enthält die Aktie bereits viel Skepsis. Eine günstige Bewertung allein reicht aber nicht: Ohne belastbare Wachstumsziele könnte Novo trotz niedriger Multiplikatoren eine Bewertungsfalle bleiben.
ℹ️ Novo Nordisk in Kürze
- Novo Nordisk (WKN: A3EU6F) mit Sitz in Bagsværd bei Kopenhagen produziert und vermarktet pharmazeutische Produkte und Dienstleistungen.
- Der Konzern ist der weltweit führende Hersteller von Insulin. Fast jedes dritte Diabetes-Präparat weltweit stammt vom dänischen Pharmakonzern. Außerdem ist Novo Nordisk in den Bereichen Blutgerinnungsmedikamente und Hormonersatztherapien aktiv.
- Darüber hinaus ist Novo Nordisk eines der weltweit führenden Unternehmen in der Herstellung von Adipositas-Medikamenten (Mittel zur Gewichtsabnahme).
- Das Unternehmen wird aktuell mit rund 181 Milliarden € bewertet – inklusive der nicht handelbaren A-Aktien.
Novo Nordisk kaufen, halten oder verkaufen? Unsere zehnköpfige Redaktion berichtet regelmäßig über Novo Nordisk und informiert Dich in Echtzeit, wenn Handlungsbedarf besteht. Aktiviere dafür einfach unseren kostenlosen Aktien-Alarm und sichere Dir Deinen persönlichen Informationsvorsprung.
Novo Nordisk weiterverfolgen – jetzt kostenlosen Aktien-Alarm aktivieren »
Fazit
Der Kapitalmarkttag bietet Novo die Chance, aus dem bisherigen Umbau eine überprüfbare Turnaround-Strategie zu machen. Überzeugende mittelfristige Ziele für Wachstum, Pipeline und Profitabilität könnten eine Neubewertung auslösen. Langfristig halte ich die Aktie aufgrund der starken Marktposition und günstigen Bewertung weiterhin für interessant. Am Montag muss das Management jedoch beweisen, dass hinter dem neuen Namen auch ein konkreter Plan steckt. Da die Aktie insgesamt sehr günstig ist, halte ich das Risikopotenzial für eher gering.