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Bloom Energy-Aktie nach +1.000%: Was ist wirklich noch drin?

Energie-Aktie im Fokus

Die Aktie der Bloom Energy Corporation hat zuletzt noch einmal deutlich zugelegt, nachdem eine stark ausgeweitete Zusammenarbeit mit Oracle bekannt wurde. Der Energiespezialist profitiert zunehmend vom boomenden Bedarf an Stromversorgung für KI-Rechenzentren und rückt damit stärker in den Blick der Kapitalmärkte.

H2 Wasserstoff Pipeline
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Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass Bloom Energy in einem der derzeit wachstumsstärksten Infrastruktursegmente positioniert ist. Gleichzeitig stellt sich für Investoren die Frage, wie viel Wachstum im aktuellen Aktienkurs bereits eingepreist ist, nachdem innerhalb eines Jahres bereits eine Tenbagger-Performance zu Buche steht.

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Milliardenauftrag treibt Expansionsfantasie

Bloom Energy hat mit Oracle eine Vereinbarung über die Lieferung von Brennstoffzellensystemen mit einer Leistung von bis zu 2,8 Gigawatt geschlossen. Zunächst umfasst der Auftrag eine Kapazität von 1,2 Gigawatt, deren Installation bereits begonnen hat und sich bis 2027 erstrecken soll.

In den vergangenen Monaten hatte das Unternehmen wiederholt betont, dass sowohl die Produktionskapazitäten als auch die Geschwindigkeit bei der Bereitstellung von Stromlösungen deutlich ausgeweitet werden können. Bereits im Rahmen der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des dritten Quartals 2025 kündigte der Vorstandsvorsitzende an, die jährliche Produktionskapazität bis Ende 2026 auf zwei Gigawatt auszubauen. Diese Größenordnung entspräche dem Vierfachen der Erlöse aus dem Jahr 2025, als Bloom Energy rund 1,9 Milliarden Dollar umsetzte, und würde einem potenziellen Umsatzvolumen von etwa 7,6 Milliarden Dollar entsprechen.

Ein Beispiel für die Umsetzungsgeschwindigkeit liefert ein Projekt für Oracle, bei dem ein vollständig betriebsbereites Brennstoffzellensystem innerhalb von lediglich 55 Tagen geliefert wurde. Diese schnelle Bereitstellung gilt als wichtiger Grund für die nun ausgeweitete Bestellung.

Im Zuge früherer Vereinbarungen hatte Bloom Energy zudem Optionsrechte an Oracle ausgegeben. Der Technologiekonzern kann 3,53 Millionen Optionsscheine zu einem Ausübungspreis von 113,28 Dollar erwerben, die aktuell deutlich im Gewinn liegen.

Bereits zuvor hatte Bloom Energy einen Auftragsbestand von rund 20 Milliarden Dollar gemeldet, davon etwa sechs Milliarden im Produktgeschäft. Im Jahr 2025 entfielen rund drei Viertel der Erlöse auf den Verkauf von Systemen, während Serviceleistungen lediglich etwa 228 Millionen Dollar zum Umsatz beitrugen.

Produktionsausbau rückt in den Mittelpunkt

Am 28. April wird Bloom Energy die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vorlegen. Für Investoren steht dabei vor allem im Mittelpunkt, wie stark das Unternehmen seine Produktionskapazitäten weiter steigern kann. Oracle könnte laut Unternehmensangaben mehr als 60 Prozent der zusätzlichen Kapazität in Anspruch nehmen, wobei sich die Lieferungen offenbar über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren verteilen.

Für 2026 stellt Bloom Energy einen Umsatz von rund 3,2 Milliarden Dollar in Aussicht, was einem Wachstum von über 50 Prozent entsprechen würde. Anders als viele andere Anbieter im Bereich neuer Energietechnologien arbeitet das Unternehmen bereits profitabel. Die Bruttomarge liegt bei etwa 32 Prozent, während für 2026 ein operatives Ergebnis von rund 450 Millionen Dollar angestrebt wird.

Offen bleibt jedoch, in welchem Umfang der neue Oracle-Auftrag bereits in dieser Prognose berücksichtigt ist. Oracle gehört seit längerem zu den wichtigsten Kunden des Unternehmens, weshalb das Management beim Ausblick auf das vierte Quartal 2025 Anfang Februar vermutlich bereits Hinweise auf den erweiterten Bedarf hatte.

Auch wenn der Großauftrag die Prognose für 2026 nicht zwangsläufig verändert, stärkt er die Perspektiven für die Folgejahre erheblich. Für 2027 könnten die Erlöse um weitere 50 Prozent auf etwa 5,1 Milliarden Dollar steigen. Vor diesem Hintergrund wirkt das bisherige Umsatzziel von 7,2 Milliarden Dollar für das Jahr 2028 vergleichsweise konservativ, zumal Oracle nach 2027 noch zusätzliche Bestellungen über 1,6 Gigawatt vorgesehen hat.

KI-Boom treibt Nachfrage nach alternativen Stromquellen

Selbst das Umsatzziel für 2028 liegt noch unter der derzeit angestrebten Produktionskapazität. Zudem erscheinen zwei Gigawatt Leistung in einem Umfeld, in dem zunehmend Rechenzentrums-Campus mit zehn Gigawatt diskutiert werden, vergleichsweise gering. Angesichts der Schwierigkeiten vieler Rechenzentren beim Anschluss an das öffentliche Stromnetz könnte Bloom Energy künftig sogar deutlich höhere Leistungen liefern.

Der rasante Ausbau von KI-Rechenzentren sorgt weltweit für Diskussionen über Stromversorgung und Infrastruktur. In einer Stadt im US-Bundesstaat Missouri verlor beispielsweise die Hälfte des Stadtrats ihr Amt, nachdem ein Rechenzentrumsprojekt mit Investitionen von bis zu sechs Milliarden Dollar genehmigt worden war. Kritiker äußerten vor allem Bedenken hinsichtlich steigender Strompreise und des Wasserverbrauchs.

Bewertung steigt mit wachsender Erwartung

Die Begeisterung über den erweiterten Oracle-Auftrag hat die Marktkapitalisierung von Bloom Energy inzwischen auf rund 60 Milliarden Dollar steigen lassen. Auf Basis der Umsatzerwartungen für 2028 wird das Unternehmen derzeit mit etwa dem 8,5-fachen des prognostizierten Umsatzes bewertet. Künftig dürfte sich der Markt stärker an den erwarteten Gewinnen orientieren.

Gemessen an den Gewinnschätzungen für 2028 von rund 4,86 Dollar je Aktie ergibt sich aktuell ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 45. Selbst wenn die Ergebnisse aufgrund der starken Nachfrage aus dem KI-Sektor früher erreicht werden, läge die Bewertung auf Basis der Prognosen für 2029 immer noch bei rund dem 30-fachen des erwarteten Gewinns von 7,43 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von etwa 9,4 Milliarden Dollar.

Der rasante Kursanstieg sollte dabei nicht übersehen werden. Seit den Tiefständen im Dezember hat sich der Aktienkurs nahezu verdreifacht. Damit basiert ein erheblicher Teil der Bewertung auf der Annahme, dass der Ausbau von KI-Rechenzentren weiter massiv voranschreitet und zusätzliche externe Stromlösungen erforderlich bleiben.

Sollten Energieversorger schneller als erwartet neue Netzanschlüsse bereitstellen oder effizientere alternative Stromquellen entstehen, könnte dies den Wachstumspfad von Bloom Energy bremsen.

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Ausblick für Investoren

Die steigende Nachfrage nach Strom für KI-Rechenzentren verschafft Bloom Energy beträchtliche Wachstumsmöglichkeiten, insbesondere durch Großkunden wie Oracle. Gleichzeitig erscheint die Bewertung auf Basis der aktuellen Prognosen bereits anspruchsvoll.

Kurzfristig könnte eine Phase der Konsolidierung sinnvoll sein, bevor der nächste größere Kursschub einsetzt. Eine Rückkehr in Richtung der Unterstützungszone um 180 Dollar würde vielen Investoren einen attraktiveren Einstiegspunkt bieten.

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ℹ️ Bloom Energy in Kürze

  • Bloom Energy (WKN: A2JQTG) ist ein 2001 gegründetes amerikanisches Wasserstoffunternehmen mit Sitz in San José in Kalifornien.
  • Das Unternehmen produziert und vertreibt Festoxid-Brennstoffzellen für den Einsatz in der stationären Energieversorgung.
  • Kernprodukt ist der Bloom Energy Server, dessen Zellen durch Oxidation elektrischen Strom aus Wasserstoff, Erdgas, Biogas oder Diesel herstellen.
  • Seit 2018 ist Bloom Energy börsennotiert und aktuell ca. 60 Milliarden US$ wert.
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