Bitcoin: Die letzte Chance vor dem großen Bullrun?
Makro-Sorgen drücken auf die Stimmung
Steigende Ölpreise, höhere US-Anleiherenditen und neue Inflationssorgen drücken auf die Stimmung an den Finanzmärkten – und belasten auch den Kryptomarkt. Am Montag fiel Bitcoin zeitweise auf rund 76.500 US-Dollar und markierte damit den tiefsten Stand seit Monatsbeginn.
Vor allem die Sorge vor dauerhaft hohen Zinsen sorgt derzeit für Unsicherheit. Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen erreichte zuletzt den höchsten Stand seit 2007, während die Märkte inzwischen kaum noch mit schnellen Zinssenkungen der Federal Reserve rechnen. Für Bitcoin ist das problematisch: Höhere Renditen machen klassische Zinspapiere attraktiver und erhöhen die Opportunitätskosten für nicht verzinsliche Anlagen – sogenannte Risk Assets –wie Kryptowährungen.
Hinzu kommen geopolitische Risiken rund um den Konflikt mit dem Iran.
Kryptos bieten aktuell spannende Chancen. Welche 3 Altcoins in diesem Jahr besonders interessant sein könnten, zeigt unser kostenloser Report: Krypto-Boom 2026
Langfristige Investoren bleiben bullish
Trotz der angespannten Stimmung signalisieren On-Chain-Daten weiterhin Stärke. Laut CryptoQuant halten langfristige Investoren inzwischen rund 15,26 Millionen BTC – der höchste Stand seit August 2025. Allein in den vergangenen 30 Tagen sollen mehr als 316.000 Bitcoin akkumuliert worden sein.
Auch institutionelle Investoren bleiben aktiv. Krypto-Fonds verzeichneten zuletzt bereits die sechste Woche in Folge deutliche Zuflüsse. Rund 706 Millionen US$ flossen allein in der vergangenen Woche in Bitcoin-Produkte.
Zusätzlich sinken die Bitcoin-Bestände auf Börsen weiter und befinden sich inzwischen auf einem Sechsjahrestief. Viele Analysten werten diese Kombination aus sinkendem Angebot und langfristiger Akkumulation als positives Signal für die kommenden Monate.
Michael Saylor setzt weiter auf Bitcoin
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt erneut Michael Saylor. Der Strategy-CEO deutete am Wochenende den nächsten großen Bitcoin-Kauf an. Marktbeobachter rechnen damit, dass das Unternehmen zuletzt weitere rund 15.000 BTC akkumuliert haben könnte.
Die Grundthese vieler Großinvestoren bleibt damit unverändert: Bitcoin gilt weiterhin als potenzieller Schutz gegen Inflation, steigende Staatsverschuldung und eine langfristige Entwertung klassischer Währungen.
Auch Bestsellerautor Robert Kiyosaki sieht mittel- bis langfristig weiterhin strategische Chancen. Seine Empfehlung:
Investieren Sie in echtes Geld – Gold, Silber, Bitcoin und Ethereum –, während Fiat-Währungen weiter an Kaufkraft verlieren.
Die größte Gefahr bleibt der Derivatemarkt
Trotz der positiven Langfrist-Signale wächst gleichzeitig die Nervosität über die hohe Hebelwirkung im Markt. Analysten warnen davor, dass viele Kursbewegungen aktuell stark fremdfinanziert sind. Sollte Bitcoin deutlicher unter Druck geraten, könnten größere Liquidationswellen schnelle Rücksetzer auslösen.
Die laufende Woche wird deshalb besonders wichtig. Im Fokus stehen die Fed-Protokolle, die am Mittwochabend veröffentlicht werden. Anleger hoffen auf Hinweise, wie aggressiv die US-Notenbank künftig gegen steigende Preise vorgehen könnte.
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ℹ️ Bitcoin in Kürze
- Bitcoin (BTCUSD) ist die erste und größte Kryptowährung, dient primär als digitales, knappes Wertaufbewahrungsmittel und wird häufig als „digitales Gold“ bezeichnet.
- Die Kryptowährung basiert auf einem dezentral organisierten Buchungssystem, bei dem Zahlungen kryptographisch legitimiert und über ein Peer-to-Peer-Netzwerk (P2P) abgewickelt werden.
- Diese dezentrale Datenbank ist die sogenannte Blockchain.
Fazit
Damit bleibt Bitcoin kurzfristig gefangen zwischen zwei Kräften: makroökonomischem Gegenwind auf der einen Seite und weiterhin starken langfristigen Zuflüssen auf der anderen. Diese Mischung dürfte die kommenden Woche spannend machen, mittel- bis langfristig betrachte ich das aktuelle Niveau aber weiterhin als gute Einstiegsmöglichkeit.
Und: Gelingt der Sprung über die 200-Tage-Linie (SMA200), dürfte sich das Momentum noch deutlicher in Richtung der Bullen verlagern.