Fresenius-Aktie: Nach der starken Erholung noch einsteigen?
Restrukturierung zeigt zunehmend Wirkung
Seit Ende 2022 richtet Fresenius seine Konzernstruktur konsequent neu aus. Mit dem Programm „FutureFresenius“ wurde der Grundstein für eine stärkere Fokussierung auf die Kerngeschäfte und eine nachhaltige Verbesserung der Profitabilität gelegt. 2025 folgte mit „Rejuvenate“ die nächste strategische Etappe.
Die bisherigen Fortschritte spiegeln sich zunehmend in den Geschäftszahlen wider. Auch das dritte Quartal zeigte eine erfreuliche operative Entwicklung.
Der Konzernumsatz erhöhte sich organisch um 5% auf 5,8 Milliarden €. Beide Kernbereiche, Kabi und Helios, leisteten dazu einen wichtigen Beitrag.
Noch dynamischer entwickelte sich das operative Ergebnis. Das EBIT stieg währungsbereinigt um 10% auf 638 Millionen €. Dabei erzielte Kabi ein Plus von 8%, während Helios um 5% zulegte. Die EBIT-Marge erreichte rund 11%. Auch beim bereinigten Ergebnis je Aktie setzte sich die positive Entwicklung fort: Das Core EPS verbesserte sich um 14% auf 0,72 Euro.
Damit zeigt sich immer deutlicher, dass die strategische Neuausrichtung nicht nur auf dem Papier funktioniert, sondern auch operative Fortschritte hervorbringt.
Vorstandschef Michael Sen erklärte:
Fresenius hat erneut ein starkes Quartal erzielt. Das unterstreicht die Stärke unseres Geschäfts und die Konsequenz, mit der wir unsere Strategie umsetzen. Wir haben unser Kerngeschäft und unsere Finanzkraft nachhaltig gestärkt.
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Fresenius wird bei der Ertragsprognose optimistischer
Angesichts der positiven Geschäftsentwicklung hat Fresenius seine Erwartungen für die operative Profitabilität leicht angehoben. Für das Gesamtjahr wird nun eine EBIT-Marge von mehr als 11,5% angestrebt, nachdem zuvor rund 11,5% in Aussicht gestellt worden waren.
Die übrigen Prognosen bestätigte der Konzern. Demnach soll das organische Umsatzwachstum zwischen 4 und 7% liegen. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie wird weiterhin ein Zuwachs von 10 bis 15% erwartet.
Die Prognoseanhebung ist ein positives Signal. Sie zeigt, dass Fresenius auf operativer Ebene zunehmend Fortschritte erzielt und die Profitabilität weiter steigern kann.
Bewertung
Fundamental ist die kräftige Kurserholung nachvollziehbar. Die verbesserten Geschäftszahlen, die steigende Profitabilität und die Fortschritte bei der Restrukturierung sprechen für Fresenius.
Hinzu kommt die veränderte Konzernstruktur. Die Entflechtung von Fresenius Medical Care und die stärkere Konzentration auf die beiden Kernbereiche Kabi und Helios haben die strategische Ausrichtung des Konzerns geschärft. Dadurch kann sich das Management stärker auf die operative Entwicklung der verbleibenden Geschäftsbereiche konzentrieren.
Allerdings ist auch die Bewertung nach dem deutlichen Kursanstieg anspruchsvoller geworden. Ein Teil der positiven Geschäftsentwicklung dürfte inzwischen im Aktienkurs berücksichtigt sein.
ℹ️ Fresenius in Kürze
- Die Fresenius SE & Co. KGaA (WKN: 578560) ist ein international tätiger Gesundheitskonzern. Das Unternehmen bietet Gesundheitsprodukte und Dienstleistungen an und betreibt mit Helios die größte Kliniken-Gruppe Europas.
- Der Hauptsitz im hessischen Bad Homburg. Der Konzern ist in Deutschland, Spanien sowie in Lateinamerika tätig.
- Die Aktie ist im DAX gelistet; die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei 29,1 Milliarden €.
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Fazit
Fresenius befindet sich operativ auf einem guten Weg. Der starke Kursanstieg seit dem März-Tief ist daher fundamental gut begründet. Dennoch halte ich das kurzfristige Aufwärtspotenzial zunächst begrenzt. Eine Konsolidierung oder eine längere Seitwärtsbewegung wäre keine Überraschung.
Anleger, die bereits seit dem Kursrückgang im März investiert sind, können darüber nachdenken, einen Teil ihrer Gewinne mitzunehmen. Für Neueinsteiger bietet es sich dagegen an, zunächst eine mögliche Korrektur abzuwarten.
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