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Quelle: ChatGPT

Nvidia-Aktie: Wie viel Potenzial steckt jetzt noch drin?

KI-Offensive in Deutschland
Noch Anfang Oktober war die Nvidia-Aktie auf ein neues Rekordhoch bei 243,37 US$ geklettert, doch seither prägen Gewinnmitnahmen das Bild. Die Abschläge belaufen sich inzwischen auf fast -11%, womit der Titel in eine technische Korrektur übergegangen ist. Sollten Anleger die aktuelle Schwächephase zum Kauf nutzen oder weiterhin an der Seitenlinie bleiben?

Nvidia startet KI-Offensive in Deutschland

Jensen Huang lässt sich von der jüngsten Kursschwäche nicht aus der Ruhe bringen. Auf dem Investitionsgipfel in Berlin kündigte der Nvidia-Chef Beteiligungen an vier deutschen Start-ups an: Agile Robots, Avelios Medical, Mirelo und Reflex Aerospace. Die konkreten Summen bleiben offen, sind jedoch Teil einer europäischen Investitionszusage von knapp zehn Milliarden US$. Zugleich vereinbarte Nvidia mit der Bundesregierung eine engere Zusammenarbeit bei industrieller KI.

Besonders spannend ist die Kooperation mit Siemens. In Erlangen werden Anwendungen für autonome Produktion erprobt. Virtuelle Produktionsanläufe könnten den Engineering-Aufwand um bis zu 85% senken, KI-gestützte Produktionsplanung die Kosten um bis zu 20%. Für Nvidia eröffnet sich damit neben den Rechenzentren ein weiterer Zukunftsmarkt.

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Analysten bleiben optimistisch – Risiken nicht unterschätzen

Auch an der Wall Street überwiegt der Optimismus. Technologieexperte Dan Ives setzt Nvidia auf Platz eins seiner Favoritenliste für 2027 und ruft ein Kursziel von 300 US$ aus. Arete Research hob seine Zielmarke sogar von 283 auf 369 US$ an. Andere Analysten nennen ebenfalls ambitionierte Kursziele, im Durchschnitt sehen sie Nvidia mit 334,45 US$ fair bewertet, was einem Aufwärtspotenzial von mehr als +50% entspricht.

Die zentrale These lautet: Der Ausbau der KI-Infrastruktur steht erst am Anfang, während Rechenleistung, Speicher und Energie vorerst knapp bleiben könnten. Doch genau hier liegt auch das Risiko. Sollten Microsoft, Amazon, Alphabet und andere große Cloudanbieter ihre Investitionsbudgets zurückfahren, gerät die Wachstumsstory ins Wanken. Hinzu kommen hohe Erwartungen, Konkurrenz durch AMD und chinesische Chipanbieter sowie die Frage, wann sich die milliardenschweren KI-Investitionen der Kunden tatsächlich rechnen.

Blick auf die Bewertung

Das erwartete Gewinnwachstum relativiert die Bewertung. Je nach Schätzungsgrundlage liegt das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis KGV bei etwa 27, während das für das Geschäftsjahr 2027 erwartete KGV auf nur noch 13 sinkt. Damit erscheint Nvidia auf Basis künftiger Gewinne durchaus attraktiv bewertet, auch gegenüber AMD und Apple. Voraussetzung ist allerdings, dass die hohen Wachstumsprognosen tatsächlich erreicht werden.

Charttechnik: Jetzt zählt die Stabilisierung

Die Aktie ist nach dem vermeintlichen Ausbruch auf neue Hochs in den letzten Tagen deutlich zurückgekommen. Nach dem Rückgang unter die 50-Tage-Linie versucht die Aktie, sich an der 100-Tage-Linie zu stabilisieren, die sich bei 214,51 US$ befindet. Bereits im August und September gelang dort die Wende. Hält diese Unterstützung nicht, rückt die 200-Tage-Linie bei 203,12 US$ in den Fokus. Erst oberhalb des 50-Tage-Durchschnitts bei 222,94 US$ würde sich das Chartbild wieder aufhellen und das Rekordhoch bei 243,37 US$ erneut zum Thema werden.

ℹ️ Nvidia Corporation in Kürze

  • Die Nvidia Corporation (WKN: A1K023) ist einer der weltweit größten Entwickler von Grafikprozessoren und Chipsätzen.
  • Die Chips und Prozessoren des Konzerns kommen in Personal Computern, Spielekonsolen, Rechenzentren und autonom fahrenden Autos zum Einsatz.
  • Das in Santa Clara im US-Bundesstaat Kalifornien beheimatete Unternehmen ist Marktführer im Bereich Hochleistungschips für Anwendungen auf Basis künstlicher Intelligenz.
  • Nvidia ist Mitglied in den US-Indizes Nasdaq 100, S&P 500 und Dow Jones und ist aktuell mit rund 5,24 Billionen US$ das wertvollste Unternehmen der Welt.

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Fazit

Für mich zählt Nvidia weiterhin zu den klarsten Gewinnern des KI-Booms. Die anhaltende Nachfrage nach Rechenleistung, neue Partnerschaften und die industrielle KI-Offensive sprechen langfristig für den Konzern. Kurzfristig dürfte es jedoch volatil bleiben. Die GTC-Konferenz in Berlin, die anstehenden Zahlen von Microsoft, Amazon, Meta und Alphabet sowie Nvidias eigene Quartalsergebnisse werden zeigen, ob die Investitionswelle intakt bleibt.

Ich würde Rücksetzer deshalb nicht pauschal als Kaufsignal verstehen, sehe die aktuelle Korrektur aber als Gelegenheit, die Aktie genauer unter die Lupe zu nehmen. Auch bei Nvidia wachsen die Bäume nach der Rallye der vergangenen Jahre nicht in den Himmel – doch die strukturelle Wachstumsstory ist für mich noch lange nicht ausgereizt.

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