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Deutsche Telekom-Aktie: Technischer Tiefschlag – drohen jetzt neue Tiefs?

Bären übernehmen das Kommando
Die Deutsche Telekom-Aktie hat einen empfindlichen Rückschlag erlitten und notiert aktuell nur noch bei 25,18 €. In meiner letzten Analyse hatte ich nach der erfolgreichen Verteidigung der Unterstützungszone zwischen 26,32 und 25,70 € eine Erholung favorisiert. Doch statt einer nachhaltigen Fortsetzung folgte am 9. Oktober ein massives Down-Gap (Eröffnungslücke nach unten), das die bisherige Unterstützung durchschlug. Damit hat sich die charttechnische Ausgangslage grundlegend verändert. Droht nun sogar ein Rückfall auf die Sommertiefs?

SpaceX sorgt für neue Sorgen

Auslöser des jüngsten Kursrutsches waren vor allem neue Konkurrenzängste im US‑Mobilfunkmarkt. SpaceX kündigte den Erwerb zusätzlicher Funkfrequenzen im 800-MHz-Bereich für rund 8 Milliarden US$ an und treibt damit den Ausbau seines satellitengestützten Mobilfunkangebots Starlink Mobile voran. Gerade für die Deutsche Telekom ist dies relevant, da die US-Tochter T-Mobile US den wichtigsten Wachstumstreiber des Konzerns darstellt. Der Markt reagierte entsprechend heftig: Während T-Mobile US am Freitag zweistellig einbrach, verlor auch die Telekom-Aktie zeitweise rund -8%. Die langfristigen Auswirkungen bleiben allerdings umstritten, da ein flächendeckendes Konkurrenzangebot keineswegs kurzfristig aufgebaut werden kann.

Unterdessen versucht sich der Bonner Konzern auch abseits des klassischen Mobilfunkgeschäfts, neue Wachstumsfelder zu erschließen. Wie mein Kollege Vincent Uhr heute unter „899-€-Coup mit Meta!“ berichtete, vertreibt die Deutsche Telekom seit Dienstag die neue Meta Ray-Ban Display in Deutschland. Die KI-Brille kostet 899 € und soll über entsprechende Mobilfunktarife zusätzliche Kundenkontakte schaffen. Zwar dürfte der direkte Umsatzbeitrag zunächst überschaubar bleiben, doch die Telekom positioniert sich frühzeitig in einem potenziell wachstumsstarken Markt für vernetzte KI-Geräte. Charttechnisch kann dieser Impuls den jüngsten Vertrauensverlust allerdings bislang nicht kompensieren.

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Zur Signallage

Quelle: stock3

Mit dem Down-Gap vom 9. Oktober wurde die zuvor mehrfach verteidigte Unterstützungszone zwischen 25,70 und 26,32 € deutlich unterschritten. Aus der ehemaligen Käuferzone ist damit ein markantes Widerstandscluster geworden, das einer nachhaltigen Erholung zunächst im Wege stehen dürfte. Zwar könnte sich die jüngste Gegenbewegung kurzfristig noch etwas fortsetzen, doch unterhalb von 26,32 € bleibt das Chartbild klar angeschlagen. Mein blaues Präferenzszenario sieht deshalb eine erneute Abwärtsbewegung bis zum Sommertief bei 23,50 € vor. Dort wäre eine technische Stabilisierung denkbar, nachdem die Aktie bereits im Juli auf diesem Niveau Käufer gefunden hatte.

Alternativ könnten die Bullen das Widerstandscluster zwischen 25,70 und 26,32 € zurückerobern und damit das jüngste Abwärts-Gap zumindest teilweise neutralisieren. Erst ein nachhaltiger Ausbruch über 26,32 € würde die Chance auf eine größere Erholung eröffnen. In diesem Fall wäre zunächst ein Anstieg bis in den Bereich von 27 € und anschließend bis 28,11 € denkbar. Dort wartet jedoch bereits die nächste bedeutende Hürde. Solange diese Marken nicht zurückgewonnen werden, bleiben Erholungsversuche aus meiner Sicht lediglich technische Gegenbewegungen innerhalb eines wieder dominierenden Abwärtstrends.

ℹ️ Deutsche Telekom in Kürze

  • Die Deutsche Telekom (WKN: 555750) gehört zu den weltweit führenden Konzernen für Telekommunikations- und Informationstechnologie. Die Leistungen sind sehr breit gefächert, von der Breitbanktelefonie, Mobilfunk sowie TV oder komplexe ICT-Lösungen bietet der Konzern alles aus einer Hand an.
  • Das Unternehmen mit Hauptsitz in Bonn ist weltweit in 50 Ländern tätig. Mit der Tochter T-Mobile US gehört es zu den führenden Telekommunikationsanbietern in den USA.
  • Die Marktkapitalisierung der im DAX gelisteten Aktie beträgt rund 122 Milliarden €.

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Fazit

Die Deutsche Telekom-Aktie hat mit dem Bruch der bisherigen Unterstützungszone ein deutliches Verkaufssignal geliefert. Besonders das Down-Gap vom 9. Oktober unterstreicht die angeschlagene technische Verfassung. Solange der Bereich zwischen 25,70 und 26,32 € nicht nachhaltig zurückerobert wird, favorisiere ich eine Fortsetzung der Korrektur bis 23,50 €. Erst oberhalb von 26,32 € würde sich das kurzfristige Bild wieder aufhellen. Bis dahin bleiben die Bären klar im Vorteil.

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