Restaurant-Aktien: Diese 2 Titel wachsen ohne Ende
Dutch Bros-Aktie
Die auf Drive-thru-Konzepte spezialisierte Getränkekette Dutch Bros
Im zweiten Quartal konnte Dutch Bros den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 32 Prozent steigern. Gleichzeitig legten die vergleichbaren Umsätze der bestehenden Filialen auf Systemebene um 5,8 Prozent zu. Die Kombination aus starkem Filialwachstum und steigenden Umsätzen auf vergleichbarer Fläche spricht dafür, dass die Marke weiterhin Marktanteile gewinnt.
Ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil könnte dabei die Unternehmenskultur sein. Dutch Bros setzt stark auf die Entwicklung eigener Führungskräfte und verfügt nach Unternehmensangaben über einen Pool von 525 potenziellen neuen Betreibern. Diese Kandidaten sind im Durchschnitt bereits seit fast acht Jahren im Unternehmen. Eine solche interne Ausbildung kann dazu beitragen, die Unternehmenskultur auch bei einer schnellen Expansion aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die operative Qualität zu sichern.
Noch wichtiger für langfristig orientierte Anleger ist jedoch die Entwicklung der Profitabilität. Während die Gewinnmarge vor einigen Jahren noch bei rund null Prozent lag, hat sie sich auf Basis der vergangenen zwölf Monate inzwischen auf etwa sieben Prozent verbessert. Die zunehmende Skalierung des Geschäftsmodells könnte dazu führen, dass weitere Filialeröffnungen künftig überproportional zum Gewinnwachstum beitragen.
Auch beim Filialnetz ist das Potenzial beträchtlich. Ende Juni verfügte Dutch Bros über 1.225 Standorte. Das Management strebt an, diese Zahl innerhalb von drei Jahren mehr als zu verdreifachen. Damit steht das Unternehmen noch am Anfang einer ambitionierten Expansion. Die Aktie wird mit etwa dem 3,4-Fachen des Umsatzes bewertet. Für ein wachstumsstarkes Restaurantunternehmen mit einer potenziell langen Expansionsphase erscheint diese Bewertung zwar nicht günstig, aber angesichts der Wachstumsperspektiven auch nicht zwangsläufig überzogen.
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Cava Group-Aktie
Auch Cava Group
Im zweiten Quartal stieg der Umsatz von Cava um 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders bemerkenswert war das Wachstum bei den bestehenden Restaurants: Die vergleichbaren Umsätze legten um neun Prozent zu. Damit beschleunigte sich das Wachstum deutlich gegenüber dem Vorjahr, als Cava noch lediglich Zuwächse im niedrigen einstelligen Prozentbereich verzeichnet hatte.
Als wichtige Wachstumstreiber gelten der Fokus auf ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis, Kundenservice und kontinuierliche Innovation bei den Speisen. Gerade für eine noch relativ junge Restaurantmarke kann die Kombination aus einem klar differenzierten Konzept und hoher Kundenzufriedenheit entscheidend sein, um eine nationale Marke aufzubauen.
Das langfristige Expansionspotenzial ist erheblich. Cava betreibt weniger als 500 Restaurants und verfügt damit über ein deutlich kleineres Filialnetz als etablierte Konkurrenten wie Chipotle mit mehr als 4.200 Standorten. Allein im vergangenen Quartal eröffnete Cava netto 17 neue Restaurants. Damit wuchs die Zahl der Standorte innerhalb eines Jahres um 19 Prozent.
Besonders interessant ist die Profitabilität der einzelnen Restaurants. Die Restaurant-Level-Marge lag im vergangenen Quartal bei 25,7 Prozent. Auch auf Unternehmensebene verbessert sich die Profitabilität: Auf Basis der vergangenen zwölf Monate liegt die Gewinnmarge inzwischen bei rund 4,8 Prozent. Je größer das Filialnetz wird, desto stärker könnte sich die operative Skalierung auf die Erträge auswirken.
Für weiteres Wachstum spricht zudem, dass neue Restaurants die Erwartungen des Managements übertreffen. Das deutet darauf hin, dass Cava seine Marke zunehmend etablieren kann und von Mundpropaganda sowie einer wachsenden Bekanntheit profitiert. Sollte es dem Unternehmen gelingen, dieses Konzept erfolgreich auf weitere Regionen der USA zu übertragen, könnte daraus über viele Jahre ein erhebliches Wachstumspotenzial entstehen.
Allerdings ist die Bewertung der Aktie bereits ambitioniert. Cava wird mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von etwa 6,2 bewertet. Damit sind hohe Erwartungen an die zukünftige Entwicklung bereits im Aktienkurs enthalten. Für Anleger bedeutet dies ein erhöhtes Bewertungsrisiko, falls das Umsatz- oder Filialwachstum hinter den Erwartungen zurückbleibt. Wer dennoch von der langfristigen Strategie überzeugt ist, könnte eine kleinere Position aufbauen und die Beteiligung über einen langen Zeitraum halten.
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Fazit
Dutch Bros und Cava Group verbindet ein entscheidender Faktor: Beide Unternehmen verfügen über Geschäftsmodelle, die sich noch in einer frühen Phase ihrer landesweiten Expansion befinden. Dutch Bros punktet mit einer starken Marke, hoher Kundenbindung, zunehmender Profitabilität und einem ambitionierten Ausbau des Filialnetzes. Cava wiederum profitiert von einem klar differenzierten gastronomischen Konzept, hohen Restaurantmargen und einer bislang noch geringen Standortdichte.
Beide Aktien sind allerdings keine klassischen Value-Investments. Die Bewertungen spiegeln bereits einen Teil der erwarteten Wachstumsstory wider, sodass Rückschläge bei Umsatz, Margen oder Expansion zu deutlichen Kursbewegungen führen können. Für langfristig orientierte Anleger könnten Dutch Bros und Cava dennoch interessante Kandidaten sein – insbesondere dann, wenn es den Unternehmen gelingt, ihre Konzepte über viele Jahre hinweg erfolgreich in den gesamten USA zu skalieren.
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