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SpaceX-Aktie: Woher kommt dieser Verkaufsdruck?

Erholung schon zu Ende
Die Kurserholung der SpaceX-Aktie Anfang August währte nur kurz. In der letzten Handelswoche ging es für Elon Musks Raumfahrtkonzern wieder leicht bergab. Was steckt hinter dem Verkaufsdruck auf die Aktie und müssen Anleger mit einer Fortsetzung der Abwärtsbewegung rechnen?

Ständig neue Aktien auf dem Markt

Hinter dem Druck auf die SpaceX-Aktie steckt ausnahmsweise weder eine Unternehmensnachricht, eine Meldung von Elon Musk oder eine neue Analystenstudie, sondern vielmehr ein Datum im Kalender. Am Donnerstag lief nämlich die zweite Lock-up Frist für Frühinvestoren und Mitarbeiter des Raumfahrtunternehmens aus, wodurch rund 320 Millionen weitere SpaceX-Aktie frei handelbar wurden. Dieses plötzliche Zusatzangebot entfaltete am Markt offensichtlich einen spürbaren Angebotsdruck.

Die Lock-up Expiration ist bei SpaceX völlig anders gestaltet als bei den meisten anderen Unternehmen. Normalerweise sind Frühphaseninvestoren und Mitarbeiter an eine 180-tägige Sperrfrist gebunden, können dann aber in einem Schwall ihre Aktien auf den Markt werfen.

Bei SpaceX wollte man dies vermeiden und konstruierte ein komplexes System, das aus siebzehn separaten Lock-up Tranchen besteht, die nach und nach bis in die zweite Hälfte des kommenden Jahres laufen. Die erste große Lock-up Expiration erfolgte am 6. August mit der Freigabe von rund 912 Millionen Aktien.

Am vergangenen Donnerstag folgte die erste von fünf Tranchen, über die jeweils 7% der gebundenen Aktien auf den Markt kommen. Diese Tranchen laufen noch bis Ende Oktober. Am 8. Dezember kommt es dann nach Ablauf der 180-Tage-Frist noch einmal zu einer großen Tranchenfreigabe, bei der fast 800 Millionen SpaceX-Aktie freiwerden.

Das „Problem“ mit dieser scheibchenweisen Freigabe von Aktien ist, dass sie von Anlegern antizipiert wird. Das hat zur Folge, dass viele von ihnen — sofern sie denn Gewinn mit ihren SpaceX-Aktie gemacht haben — vor dem Ende der nächsten Lock-up Frist noch schnell ihre Aktien verkaufen. Das verstärkt den Druck auf den Kurs der SpaceX-Aktie.

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Und was macht Elon?

Die alles entscheidende Frage ist jedoch, was SpaceX-Hauptgesellschafter Elon Musk mit seinen Anteilen macht. Er hält rund 48% der Aktien des Raumfahrtkonzerns, weshalb für ihn selbstverständlich eigene Regeln gelten.

Musk darf seine 6,4 Milliarden Anteile erst 366 Tage nach dem Börsengang verkaufen, also frühestens am 12. Juni 2027. Für ihn spielt es also eine große Rolle, wie sich der Börsenkurs bis dahin entwickelt, wobei ich nicht davon ausgehe, dass Musk nach dem Ende seiner persönlichen Lock-up Frist SpaceX-Aktie verkaufen wird — zu groß ist sicherlich seine Überzeugung vom Businessmodell seines Unternehmens.

Abwärts, aufwärts, seitwärts

Bei der SpaceX-Aktie zeichnet sich gegenwärtig ein Seitwärtstrend ab. Der Abwärtstrend der Aktie endete Ende Juli bei 108 US$. Dieses Tiefststand hielt Anfang August einem Test stand.

In der Folge dreht der Kurs bis 146 US$ nach oben, konnte dieses Hoch aber zur Monatsmitte nicht mehr durchbrechen. Seitdem ist die SpaceX-Aktie wieder in eine leichte Abwärtsbewegung umgeschwenkt.

Ein Schuss ins Knie

Ich bin bislang kein Fan der SpaceX-Aktie geworden und das hat in erster Linie mit ihrer immer noch viel zu abgehobenen Bewertung zu tun. In zweiter Linie aber auch mit dem dargestellten Lock-up Fristensystem.

Meiner Meinung nach ist es unter dem Strich ein Schuss ins Knie. Aufgrund der Tatsache, dass fast im 2-Wochentakt neue Aktien auf den Markt kommen können, werden viele Kaufinteressenten bis Anfang Dezember warten bis der Lock-up der Frühinvestoren und Mitarbeiter komplett zu Ende ist.

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ℹ️ SpaceX in Kürze

  • SpaceX (kurz für Space Exploration Technologies) (WKN: A42D4F) ist ein 2002 von Elon Musk gegründeter Raumfahrt- und Technologiekonzern mit Sitz in Hawthorne in Kalifornien.
  • Langfristiges Ziel des Konzerns ist es, die Menschheit zu einer multiplanetaren Spezies zu machen und eine dauerhafte Kolonie auf dem Mars zu errichten.
  • Das Geschäftsmodell von SpaceX beruht auf den drei Säulen Transport und Raketentechnologie, Satelliteninternet (Starlink) und KI-Infrastruktur (xAI).
  • SpaceX betreibt nicht nur das größte Satellitennetzwerk der Erde, sondern plant auch gigantische orbitale KI-Rechenzentren.
  • Gründer und CEO Elon Musk kontrolliert auch nach dem Börsengang im Juni 2026 42% des Kapitals und 84% der Stimmrechte.
  • SpaceX notiert an der Technologiebörse Nasdaq und wird in Kürze in den Nasdaq 100-Index aufgenommen. Mit einem Börsenwert von 1,86 Billionen US$ ist es das siebtwertvollste Unternehmen der Welt.

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Fazit

Die SpaceX-Aktie drängt sich für mich weiterhin nicht zum Kauf auf. Die Bewertung ist nach wie vor astronomisch und das ständige Auslaufen einzelner Lock-up Fristen führt zu einem andauernden Verkaufsdruck auf die Aktie. Ich gehe davon aus, dass dieser Druck erst im Dezember nachlassen wird.