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Rheinmetall-Aktie: Bodenbildung oder nächster Abverkauf?

Nächste Rallye?
Die Rheinmetall-Aktie hat nach einer heftigen Korrektur von rund -55% zuletzt ein erstes starkes Signal gesendet. Der Kurs konnte sowohl ein höheres Tief als auch ein neues höheres Hoch ausbilden. Damit verbessert sich das kurzfristige Chartbild deutlich und die Bullen melden sich zurück. Entscheidend ist nun, ob sich diese neue Struktur bestätigt und daraus tatsächlich eine nachhaltige Trendwende entsteht.

Chartanalyse zur Rheinmetall-Aktie

Ausgehend vom Tief bei etwa 900 € am 25. Juni konnte sich die Rheinmetall-Aktie deutlich erholen und zwischenzeitlich um rund +37,5% zulegen. Besonders wichtig war dabei der Ausbruch aus dem zuvor intakten Abwärtstrendkanal, der ein erstes Zeichen für eine mögliche Trendwende lieferte. Jetzt steht der Kurs vor der nächsten entscheidenden Hürde: der Widerstandszone zwischen 1.256 € und 1.342 €.

Rheinmetall AG, Tageschart, Quelle: Tradingview.com

Auf der Unterseite ist der nächste wichtige Support die Marke von 1.112 €. Sollte diese brechen, wird der nächste Unterstützungsbereich zwischen 931,70 € und 968,10 € erneut relevant, wo sich zuletzt die Trendwende vollzogen hatte.

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Rheinmetall-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick

Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.

RSI und MACD

Der RSI auf dem Tageschart der Rheinmetall-Aktie ist zuletzt gefallen und notiert bei 53 Punkten in der neutralen Zone. Die RSI-Linie hat die Signallinie von oben nach unten durchkreuzt, wodurch ein bärisches Crossover entstanden ist, was auf tendenziell fallende Kurse hindeutet. Der MACD hat ebenfalls ein Verkaufssignal geliefert.

Rheinmetall AG, Tageschart, Quelle: Tradingview.com

Die Indikatoren im Tageschart wirken aktuell erneut pessimistisch. Der RSI zeigt ein bärisches Cross, während der MACD, leicht zeitversetzt, ebenfalls fallende Kurse durch ein bärisches Crossover signalisiert. Auf Wochenbasis sind beide Indikatoren jedoch freundlicher, was indiziert, dass lediglich eine Zwischenkorrektur anstehen könnte.

Am Rande erwähnt: Die globale Aufrüstung treibt die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen – unser exklusiver Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ identifiziert zwei Unternehmen, die von dieser Entwicklung maximal profitieren werden.

Elliott-Wellen

Die Elliott-Wellen-Struktur deutet darauf hin, dass die übergeordnete Welle-4-Korrektur möglicherweise bereits beendet wurde. Damit könnte sich Rheinmetall wieder in einer neuen Aufwärtsphase befinden. Allerdings bleibt ein alternatives Szenario bestehen: Sollte die aktuelle Erholung scheitern, könnte der Kurs erneut nachgeben und den bislang noch nicht getesteten Trendwendebereich erreichen.

Rheinmetall AG, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

Im Falle eines erneuten Rücksetzers liegt die relevante Trendwendezone zwischen 859,70 € beim 0,236er Fibonacci-Retracement und 343,80 € beim 0,5er Retracement. Der bisherige dreiteilige Abverkauf passt sowohl strukturell als auch zeitlich zur Welle 2 desselben Wellengrades. Das spricht dafür, dass die übergeordnete Trendwende bereits erfolgt sein könnte.

ℹ️ Rheinmetall AG in Kürze

  • Rheinmetall (WKN: 703000) ist ein deutscher Rüstungskonzern und Automobilzulieferer mit Sitz in Düsseldorf.
  • Nach Airbus ist Rheinmetall der zweitgrößte deutsche Hersteller von Rüstungsgütern.
  • Schwerpunkte der Waffenproduktion sind militärische Rad- und Kettenfahrzeuge wie Kampf- und Schützenpanzer sowie Munition.
  • Rheinmetall ist Mitglied in den Leitindizes DAX und EuroStoxx 50. Der Börsenwert liegt aktuell bei 53,92 Milliarden €.

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Fazit

Das kurzfristige Bild der Rheinmetall-Aktie hat sich eingetrübt. RSI und MACD liefern auf Tagesbasis Verkaufssignale, während die Wochenindikatoren weiterhin freundlicher aussehen. Entscheidend bleibt für mich die Marke von 1.112 €. Hält sie, könnte es sich lediglich um eine Zwischenkorrektur handeln.

Die Elliott-Wellen sprechen weiterhin dafür, dass die Welle 4 bereits beendet sein könnte. Der dreiteilige Rücksetzer passt zeitlich und strukturell zur Welle 2 und stützt damit das Szenario einer abgeschlossenen Korrektur. Solange der relevante Trendwendebereich hält, bleibt die übergeordnete Aufwärtsstruktur intakt.