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Rheinmetall-Aktie: Ist das erst der Anfang der Erholung?

Nächste Hürde voraus
Die Rheinmetall-Aktie legt heute rund +3,5% zu und setzt damit ihre Erholung fort. Nachdem die Unterstützung bei 950 € zunächst gehalten hat, rückt nun der nächste wichtige Widerstandsbereich näher. Auch neue Aufträge und überwiegend positive Analystenstimmen liefern Rückenwind.

Erholung nimmt weiter Fahrt auf

Mit dem erfolgreichen Test der Unterstützung um 950 € konnten die Käufer zunächst die Kontrolle zurückgewinnen. Seitdem arbeitet sich die Aktie Schritt für Schritt nach oben und setzt ihre Erholung weiter fort. Bis zur nächsten wichtigen Kurszone fehlen aktuell nur noch rund +12%.

Diese liegt im Bereich von 1.220 bis 1.240 €. Dort befindet sich gleichzeitig der Point of Control (PoC) – also der Preisbereich mit dem höchsten Handelsvolumen der vergangenen Monate. Entsprechend dürfte dort zunächst wieder mehr Verkaufsdruck aufkommen und ein kurzfristiger Rücksetzer wäre keine Überraschung. Gelingt dagegen ein nachhaltiger Ausbruch über die Zone um 1.220 bis 1.240 €, würde sich das Chartbild deutlich weiter verbessern und den Weg in Richtung der nächsten Widerstände freimachen.

In diesem Zusammenhang: Regierungen stocken strategische Rohstoffreserven massiv auf – unser Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ analysiert zwei Aktien, die zu großen Profiteuren werden dürften.

Rheinmetall-Aktie auf TradingView

Analysten bleiben optimistisch

Auch die Analysten sehen für die Rheinmetall-Aktie weiterhin erhebliches Potenzial. Die durchschnittlichen Kursziele liegen trotz der jüngsten Kurskorrektur deutlich über dem aktuellen Kursniveau und bewegen sich überwiegend im Bereich von rund 1.700 bis 1.800 €. Einzelne Analysten sehen sogar noch höhere Bewertungen als gerechtfertigt. Gleichzeitig richtet sich der Blick bereits auf die Quartalszahlen Anfang August, von denen sich Anleger neue Impulse für den weiteren Kursverlauf erhoffen.

Rheinmetall baut Produktionskapazitäten weiter aus

Auch fundamental gibt es zuletzt positive Entwicklungen. Rheinmetall treibt den Ausbau seiner Produktionskapazitäten weiter voran und investiert kräftig in den Standort Aschau. Dort entsteht eine der größten und modernsten Pulverfabriken Europas. Die Produktion von Treibladungspulver soll in den kommenden Jahren mehr als verdoppelt werden. Gleichzeitig entstehen mehrere hundert neue Arbeitsplätze. Ziel ist es, die steigende Nachfrage der Bundeswehr sowie weiterer NATO-Staaten langfristig bedienen zu können.

Die hohen Verteidigungsausgaben in Europa bleiben damit weiterhin ein wichtiger Wachstumstreiber für den Konzern. Gleichzeitig dürfte der Ausbau der eigenen Produktionskapazitäten dazu beitragen, Engpässe bei Munition und Treibladungspulver künftig zu verringern.

ℹ️ Rheinmetall in Kürze

  • Rheinmetall (WKN: 703000) ist ein deutscher Rüstungskonzern und Automobilzulieferer mit Sitz in Düsseldorf.
  • Nach Airbus ist Rheinmetall der zweitgrößte deutsche Hersteller von Rüstungsgütern.
  • Schwerpunkte der Waffenproduktion sind militärische Rad- und Kettenfahrzeuge wie Kampf- und Schützenpanzer sowie Munition.
  • Rheinmetall ist Mitglied in den Leitindizes DAX und EuroStoxx 50. Der Börsenwert liegt aktuell bei rund 48 Milliarden €.

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Fazit

Charttechnisch hat sich die Lage mit der erfolgreichen Verteidigung der Unterstützung zunächst verbessert. Kurzfristig bleibt nun entscheidend, ob die Aktie den nächsten Widerstandsbereich erreichen und überwinden kann. Fundamental spricht der anhaltende Ausbau der Produktionskapazitäten sowie die weiterhin hohe Nachfrage im Verteidigungssektor für ein insgesamt positives Bild.