+++ Cambria Gold Mines plant Spin-off: Aktionäre sollen zusätzliche Freedom-Copper-Aktien erhalten! Jetzt mehr erfahren +++
stock.adobe.com/kristina rütten

Rheinmetall-Aktie: Fregatten-Aus bringt den Kurs unter Druck

Die Talfahrt geht weiter
Konrad Speckmaier
Rheinmetall friert den geplanten Ausbau von 900 Stellen bei seiner Marinesparte Naval Systems ein. Das ist die Folge des gestoppten Fregattenprojekts F126. Die Aktie gibt weiter nach und steuert dabei direkt auf eine entscheidende Unterstützungszone im Chart zu.

Naval-Rückschlag drückt auf die Aktie

Der Rüstungskonzern Rheinmetall legt den geplanten Stellenaufbau im Umfang von 900 Arbeitsplätzen bei Naval Systems auf Eis. Grund ist das endgültige Aus für das Fregattenprojekt F126. Statt sechs F126-Fregatten bestellt der Bund künftig acht kleinere Schiffe des Typs MEKO A-200 beim Konkurrenten TKMS, ein direkter Auftragsverlust für Rheinmetall. Bereits Anfang Juli warnte der Konzern in einer Ad-hoc-Mitteilung vor Umsatzeinbußen von bis zu 300 Millionen € in diesem Jahr, sollten sich keine Ersatzaufträge finden lassen.

Am Kerngeschäft ändert das wenig. Das Umsatzwachstum von über 60% für das zweite Quartal bleibt laut Rheinmetall bestehen, und in anderen Segmenten läuft es weiter rund. Erst im April kam ein Auftrag für Loitering-Munition dazu, Ende Mai folgte ein rumänisches Auftragspaket im Rahmen des SAFE-Programms.

Einige Analysten lassen sich von dem Rückschlag entsprechend wenig beeindrucken. Die Schweizer Großbank UBS hielt zuletzt an ihrem Kursziel von 1.600 € fest. Für die junge Marinesparte selbst ist der Ausfall des größten Einzelauftrags ihrer Geschichte trotzdem ein herber Dämpfer, kurz nachdem der Konzern die Lürssen-Werften übernommen hatte. Mehr Klarheit zu den Gesamtjahres-Auswirkungen soll es erst mit den Quartalszahlen am 6. August geben.

Auch Energie und Rohstoffe bleiben bei Rüstungsfirmen gefragt: Dabei fern von reiner Rüstung sogleich einmal auf das Thema im neuen exklusiven Report rund um Rohstoffe und der generellen Energiekrise als Börsenchance geschaut.

Zwischen Unterstützung und Widerstand

Quelle Chart: Tradingview

Seit dem Jahreshoch befindet sich die Rheinmetall-Aktie in einem Abwärtstrend, sichtbar an der eingezeichneten Trendlinie. Aktuell notiert der Kurs knapp oberhalb von 1.000 €, eine runde Marke, die auch als Unterstützung fungieren kann. Auf der Oberseite wartet eine Widerstandszone zwischen 1.133 € und 1.156 €, an der der Kurs zuletzt bereits einmal abgeprallt ist.

Bricht der Kurs unter 1.000 €, rückt das Tief vom April 2025 bei rund 937 € in den Fokus. Darunter liegt die nächste Unterstützungszone zwischen 876 € und 901 €. Genau dieser Bereich ist entscheidend: Konsolidiert die Aktie dort und baut sich neue Kaufkraft auf, wäre das eine Kauf-Chance. Ein Bruch unter die Zone würde jedoch den aktuellen Abwärtstrend bestätigen.

Um kein Update mehr zu verpassen empfehle ich Dir unseren Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“.

ℹ️ Rheinmetall in Kürze

  • Rheinmetall (WKN: 703000) ist ein deutscher Rüstungskonzern und Automobilzulieferer mit Sitz in Düsseldorf.
  • Nach Airbus ist Rheinmetall der zweitgrößte deutsche Hersteller von Rüstungsgütern.
  • Schwerpunkte der Waffenproduktion sind militärische Rad- und Kettenfahrzeuge wie Kampf- und Schützenpanzer sowie Munition.
  • Rheinmetall ist Mitglied in den Leitindizes DAX und EuroStoxx 50. Der Börsenwert liegt aktuell bei rund 47,3 Milliarden €.

Rheinmetall kaufen, halten oder verkaufen? Unsere zehnköpfige Redaktion berichtet regelmäßig über Rheinmetall und informiert Dich in Echtzeit, wenn Handlungsbedarf besteht. Aktiviere dafür einfach unseren kostenlosen Aktien-Alarm und sichere Dir Deinen persönlichen Informationsvorsprung.

Rheinmetall weiterverfolgen – jetzt kostenlosen Aktien-Alarm aktivieren »

Konrad Speckmaier

Fazit

Erst einmal abwarten statt aufzuspringen. Ein Einstieg in diesem Marktumfeld gleicht aktuell eher FOMO als sauberer Qualität. Konsolidiert die Aktie an der Unterstützungszone zwischen 876 € und 901 € und signalisiert neue Kaufkraft, wäre das eine Einstiegschance. Eine alternatives Setup ergibt sich am Widerstand: Wird die Aktie dort erneut abgewiesen, spricht das für eine Trendfolge nach unten. Bis eines dieser Szenarien eintritt, bleibt Rheinmetall für mich ein reiner Watchlist-Kandidat.